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Chapter 21 by ThormGravis
Wer oder was hat Marc getötet? Und was geht hier vor?
Lara, Kevin und Chris werden angegriffen
Lara konnte im Mondlicht nur wenig erkennen. Ein Stück draußen auf dem See schien etwas zu treiben und Lara vermutete, es könne die Leiche des vermissten Steve sein, machte die beiden jungen Kerle aber nicht darauf aufmerksam, um sie nicht noch zusätzlich zu verstören. Sie war Krisensituationen und versteckte Bedrohungen gewohnt. Auch Tote hatte sie schon reichlich gesehen, doch für diese beiden Jugendlichen musste Marcs Tod wie ein Schock wirken. Die beiden würden wahrscheinlich noch eine Stunde steif und starr vor Angst hier ausharren und sich vergeblich fragen, was geschehen sein mochte, wenn Lara nicht handelte. Sie war sich sicher, dass sie hier weg mussten, die hier saßen sie wie auf dem Präsentierteller. Wer immer Marc - und vermutlich auch Steve - getötet hatte, lauerte wahrscheinlich noch immer auf neue Beute.
"Wir müssen hier weg", zischte Lara leise. "Wir brauchen Deckung. Hat einer von euch Waffen dabei?"
"Weg? Wohin? Warum?" Chris war zu benommen, um die Lage, in der sie steckten, zu begreifen.
"Waffen? Verdammte Scheiße... wir wollten am Waldsee grillen... warum sollten wir Waffen mitnehmen?" Kevin fand überraschend schnell aus seiner Lethargie, auch wenn er dabei vollends die Fassung verlor, was in Laras Augen auch nur unbedeutend besser war. Der junge Kerl, dessen knüppelharter Ständer angesichts des Toten zu einem kaum erkennbaren Winzling geschrumpelt war, sprang auf und lief los. "Wir müssen hier weg", brüllte er und rannte quer über den Lagerplatz. Im Laufen griff er seinen Rucksack und hatte schon wenige Augenblicke später den Van erreicht.
"Kevin hat recht - wir müssen hier weg." Sie schüttelte Chris, der immer noch Marcs Leiche umklammerte. "Und wir müssen deinen Bruder zurücklassen. Wir werden ihn später holen kommen." Als der junge Kerl nicht reagierte, verpasste ihm Lara eine schallende Ohrfeige, die der Kerl von der zierlichen Lara nicht erwartet hatte. Dennoch starrte er sie nur überrascht und ausdruckslos an. "Los", forderte Lara, glitt in einer anmutigen Bewegung auf die Beine und wollte ihn mit sich ziehen, doch Chris sackte stattdessen ins ich zusammen wie ein nasser Sack Kartoffeln. "Los, wir müssen weg. JETZT." Lara warf einen Blick zum Van, an dessen Tür sich Kevin bereits mit dem Schlüssel nervös und ungeschickt zu schaffen machte. Die Angst lähmte ihn, doch Lara zweifelte nicht daran, dass er ohne auf sie zu warten verschwinden würde, sobald er den Van offen und den Motor gestartet hatte. Ein letztes Mal wandte sie sich wieder an Chris und gab ihm noch zwei Ohrfeigen. Wenn er nicht bald reagieren würde, müsste Lara auch ihn zurücklassen.
Ein gurgelnder Schrei unterbrach ihren Gedankengang. Sie blickt wieder zu Kevin hinüber. Er steckte in Schwierigkeiten. Eine kleine Gestalt - vielleicht ein Pygmäe - war unbemerkt auf das Dach des Van geklettert und hatte von oben eine Schlinge um Kevins Hals geworfen. Nun zog der kleine Bursche an dem Seil und würgte Kevin, der panisch um sich trat und in die Luft schluck. Ungeschickt versuchte er mit den Fingern die Schlinge zu lockern, doch das Konstrukt saß bereits zu eng. Eine zweite Gestalt sprang nun aus dem gegenüberliegenden Unterholz und rannte auf den hilflos strampelnden Kevin zu. In der Hand der Kreatur blitzte für einen Augenblicke die Reflektion von Mondlicht auf Stahl.
"Kevin, pass auf." Lara sprang auf und rannte los. Nur mit ihren hochhakigen Stiefeletten an den Füßen stürmte sie schnell und trittsicher über den Lagerplatz. Ihre prallen Brüste hoben und senkten sich, verloren aber auch jetzt nicht ihre perfekte Form, die der Gravitation vollständig trotzte.
Für einen Moment stockte der kleine Angreifer und drehte sich Lara zu. Das war kein Pygmäe. Lara hatte schon genug Vertreter des kleinwüchsigen, afrikanischen Buschstammes getroffen, um dies sofort zu begreifen, als sie das Wesen kurz sehen konnte. Es war etwas mehr als einen halben Meter groß, vielleicht sechzig, maximal siebzig Zentimeter. Die Haut wirkte im Mondlicht blass-grünlich, erinnerte an raues Leder und war gänzlich Haarlos. Die Gliedmaßen waren geradezu dürr und so standen Ärmchen und Beinchen in einem grotesken Gegensatz zu dem fülligen, leicht dicklichen Leib. Auch der Kopf des Wesens wies keine Haare auf, dafür aber eine hervorspringende, lange und gekrümmte Nase, spitze Ohren und rote Augen, die funkelten, als sie die nackte Lara entdeckten. In seiner Hand hielt das Wesen ein gezacktes Messer. Seine Leibesmitte war lediglich durch einen Lendenschurz verdeckt.
"Lasst ihn los", schrie Lara weiter, um die Kreaturen zu verunsichern und von Kevin abzulenken. Dann warnte irgendetwas Lara. Es mochte ein innerer Gefahreninstinkt sein, vielleicht auch Informationen, die ihr Gehirn am Rande wahrgenommen und verarbeitet hatten. Ohne darüber nachzudenken, ließ sie sich in einer ebenso schnellen wie anmutigen Schraube zur Seite fallen und das Zischen eines Giftdorns verfehlte sie nur um Zentimeter. Sie landete in einer Rolle, war sofort wieder auf den Beinen und hatte mit ihrer schnellen Bewegung das Kerlchen mit dem Messer erreicht, während dieser sie vor Staunen noch anglotzte. Mit einem harten Tritt an sein Handgelenk entwaffnete sie ihn, drehte sich dabei ihren eigenen Schwung ausnutzend auf einem Bein um die eigene Achse und trat abermals zu. Diesmal visierte sie die Brust des kleinen Gegners an und traf ihn präzise mit Sohle und Stiefel. Der wuchtige Angriff hob den Wicht von seinen Beinen. Er flog durch die Luft und landete krachende einige Meter im Unterholz entfernt.
Lara orientierte sich und sah das Messer einige Meter von sich entfernt. Sie merkte sich die Position, griff aber zunächst nach dem Seil, das Kevin weiterhin die Luft abschnürte. Sie fasste es kurz hinter Kevins Hals und zog in seine und ihre Richtung. Der kleine Kerl auf dem Dach des Vans hielt dagegen und war stärker als Lara bei seiner geringen Größe erwartet hätte. Letztendlich hatte er dennoch keine Chance und verlor auf dem glatten Dach den Halt mit den Füßen. Da er sich weiterhin standhaft weigerte das Seil loszulassen, riss Lara ihn einfach vom Dach herunter und drehte sich um die eigene Achse. Vom Schwung mitgerissen hielt sich der Wicht weiterhin fest und klatschte hart gegen die Seite des Vans. Mit einem unschönen Quietschen glitt er ausgeknockt über den glatten Lack zu Boden.
Eilig befreite Lara den keuchenden und nach Atem ringenden Kevin von der Schlinge um seinen Hals, doch schon drohte neues Ungemach. Ein Schrei vom See her, verriet ihr, dass Chris wohl ebenfalls in Schwierigkeiten steckte. Sie sprang auf und rannte sofort zurück. Im Laufen konnte sie undeutliche Bewegungen am See erkennen. Soweit das Mondlicht es zuließ meinte Lara zu sehen, dass ein Mann - zweifellos Chris - rücklings über den Boden des Strandes kroch, während zwei, vielleicht auch drei Wichte ihn von allen Seiten ansprangen. Nur mühsam konnte er ihren Angriffen ausweichen.
Bevor Lara ihm zur Hilfe eilen konnte, stellen sich ihr zwei weitere Kerlchen in den Weg, die hinter dem großen Außentisch der Wetterschutzhütte auftauchte, auf dem Lara eben noch gefickt worden war. In offensichtlich diebischer Absicht hatten die beiden die Rucksäcke durchwühlt. Einer sprang mit einem schrillen Kampfschrei in ihre Bahn und blieb wild "Du kommst nicht vorbei" brüllend breitbeinig stehen. Ein Fehler. Im Laufen versetze Lara ihm einen harten Tritt genau zwischen seine Beine und in einer bizarren Flugkurve, der nicht nur Lara, sondern auch die anderen Wicht für einen Augenblick gebannt folgten, landete er auf der noch glimmenden Kohle des Lagerfeuers. Einen Augenblick später sprang er auf und rannte sich den verbrannten Hintern haltend in den Wald.
"Ich hab dich", drang zeitgleich ein Schrei an ihr Ohr. Der zweite Wicht war erst auf den Tisch gehüpft und sprang Lara nun an. Lara beantwortete seine wagemutige Attacke mit einem ebenso simplen wie gezielten Aufwärtshaken, der den Burschen im Flug am Kinn traf und wie einen nassen Sack zu Boden gehen ließ. Gerade als Lara weitereilen wollte, verspürte sie einen Stich in ihrem nackten, verlockenden Po. Sie hielt inne, tastete mit der rechten Hand und zog einen Dorn aus ihrem heißen Hinterteil. "Verdammt", fluchte sie und erinnerte sich an Marc. Sie zweifelte nicht daran, dass das Geschoß vergiftet war - anders machte diese Waffe keinen wirklichen Sinn. Sie musste beten, dass es nur ein Betäubungsmittel war und kein tödliches Gift. Aber auch die günstigere Variante stimmte sie gerade nicht sonderlich positiv.
Ein Röcheln ließ sie aufhorchen. Zwei Wichte hatten Chris gestellt und stachen mit im Mondlicht blitzenden Messern unbarmherzig auf ihn ein. Der junge Mann schrie und schluck wild um sich, dann war es vorbei. Er rührte sich nicht mehr. Wütend stürmte Lara vorwärts, um dieses kleine Mordgesindel zur Rechenschaft zu ziehen, doch schon schossen mehrere Dornen aus dem dunklen Uferschilf. Zweien konnte Lara mit einer Drehung ausweichen, doch zwei weitere trafen - einer in den Oberschenkel, der andere in die Brust. Lara zog sie heraus und fluchte. Sie konnte bereits eine leichte Schwäche spüren. "Lass den Van an, Kevin", brüllte sie und wandte sich zu dem letzten lebenden Camper um, doch Kevin rannte bereits schreiend den Waldpfad entlang und verschwand gerade zwischen den Bäumen.
Im gleichen Moment traf sie ein wuchtiger Aufprall von rechts. Einer der Wichte hatte sich unbemerkt genähert und sie vom Tisch aus angesprungen. Mit einem schrillen Schrei klammerte er sich an ihren Oberarm, während er mit einer Hand an ihre Brust packte. "Runter mit dir", schimpfte Lara und versetzte dem kleinen Kerl einen harten Kopfstoß, der ihren Worten Nachdruck verlieh. Mit einem dumpfen Laut kippte der Bursche um und blieb liegen. Aber schon rannten zwei weitere kleine Kerlchen auf sie zu. _Was sind das nur für Kreaturen? _ging es Lara durch den Kopf und sie erinnerte sich an den grünen Schimmer, den sie im Wald gesehen hatte. Aber sie hatte keine Zeit, dieses Thema jetzt zu erörtern. Sie musste hier weg. Sie hatte keine Ahnung wie schnell das - hoffentlich nur betäubende - Gift wirkte und wie viele dieser Kobolde sich noch zwischen den Bäumen und am Ufer versteckten. Hier zu kämpfen, machte keinen Sinn mehr.
Lara wandte sich um und lief wieder zum Van. Zwei weitere Dornen zischten haarscharf an ihr vorbei. Lara war dankbar zu sehen, dass Kevin in seiner Panik den Schlüssel direkt neben der Tür hatte fallen lassen. Sie beugte sich und spürte im gleichen Moment einen weiteren Stich in ihrem Po. Offenbar bot ihr Hinterteil einen besonderen Reiz als Ziel. Sie riss das Geschoss heraus und steckte den Schlüssel ins Türschloss, doch im selben Augenblick fühlte sie Hände an ihren Knöcheln, gefolgt von einem starken Ruck. Lara verlor das Gleichgewicht und landete auf dem Rücken. Zwei Wichte hatten sich offenbar unter dem Van versteckt und sie mit überraschender Stärke zu Fall gebracht. Nun kletterten sie geschwind hervor und stürzten sich auf sie. Lara konnte nicht übersehen, dass sich unter ihren kleinen Lendenschürzen beachtliche Beulen gebildet hatten.
Den ersten Kerl erwischte Lara mit einem schnellen Tritt, aber der zweite schaffte es an ihren Beinen vorbei und warf sich auf sie. Er landete mit dem Kopf zwischen ihren prallen Globen und vergrub sogleich sein Gesicht darin, während seine recht kleinen, aber starken Hände die Brüste zusammendrückten. "Du kleiner Perversling", fluchte Lara und wollte ihn von sich herunterreißen, als mit einem lauten Kriegsschrei ein weiterer Wicht vom Dach des Van heruntersprang wie ein Klippenspringer in Acapulco. Lara konnte ihn gerade so auffangen, bevor er auf ihrem Gesicht landete. Seine Erektion schaute bereits unter dem Lendenschurz hervor und war nur wenige Zentimeter von ihren Lippen entfernt. Unsanft schleuderte sie ihn zur Seite, dann zog sie den anderen zwischen ihren Brüsten hervor und verpasste ihm einen krachenden Kinnhaken.
Beim Aufstehen bemerkte Lara, dass das Gift mittlerweile seine Wirkung tat. Sie fühlte sich schwach und langsam. Noch konnte sie problemlos auf den Beinen bleiben, aber ihre Reflexe waren beeinträchtigt und an einen langen Spurt brauchte sie nicht mehr zu denken. Ihre einzige Hoffnung bestand darin, in den Van zu kommen und mit diesem zu verschwinden. Sie wandte sich der Tür zu und erblickte den nächsten Wicht, der gerade den Schlüssel abgezogen hatte. Grinsend winkte er ihr zu, öffnete den Mund und ließ den Schlüssel in seine Kehle fallen. Lara schrie auf, sprang vorwärts und trat dem höhnischen Burschen mit voller Kraft zwischen die Beine. Mit einem Schmerzensschrei spuckte er den Schlüssel, der sich gerade auf dem Weg nach unten befunden hatte, wieder auf und Lara fing. Hastig schloss sie die Tür auf, als sich ein weiterer Dorn in ihren Po bohrte. Ohne ihm Beachtung zu schenken zog sie ihn heraus und ließ ihn fallen, kletterte auf den Fahrerplatz und startete den Motor.
Kann Lara den kleinen Wichten entkommen?
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Lara Croft
Die nicht jugendfreien Abenteuer einer Grabräuberin
Wer hat nicht von ihr gehört? Lara Croft, die Actionlegende, die Grabräuberin. Doch aus Gründen der Altersfreigabe und somit der Umsätze verschweigen uns die Computer-Spiele, Comics und Filme uns seit jeher jene Abenteuer der Actionheldin, die keine Jugendfreigabe erhalten würden. Hier können wir hingegen Zeugen ihrer mehr oder weniger freiwilligen und heldenhaften Abenteuer für die erwachsene Leserschaft werden.
Updated on Apr 4, 2024
by ThormGravis
Created on Apr 9, 2016
by ThormGravis
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