Ding, dong, ding, dong, wer steht da in der Tür ?
Feier mit böser Überraschung
Monique warf sich einen Morgenmantel über und öffnete die Tür. Vor ihr stand einen finster aussehenden Mann in der Uniform eines Paketdienstes, der ein Paket in der Hand hielt. Es schien von Paco zu sein.
Monique bat ihn noch kurz zu warten, denn sie wollte ihm in einem Anfall von Großzügigkeit noch ein Trinkgeld geben. Sie bemerkte nicht, daß die Türe nicht ganz geschlossen war. Sie ging ins Schlafzimmer, um ihre Geldbörse zu holen. Sie merkte nicht, wie sich der Mann kurz umsah und sich am Sicherungskasten zu schaffen machte. Sie kam wieder zurück und gab ihm 20 Euro Trinkgeld. Aber ihr mißfielen die gierigen Blicke des Fremden und beeilte sich die Tür zu schließen.
Denn sie hatte noch einige Vorbereitungen zu treffen. Zu ihrem Geburtstag hatte sie eine regelrechte Damenrunde eingeladen, die entweder ehemalige Arbeitskolleginnen waren oder die sie während ihrer Arbeit als Moderatorin kennengelernt hatte. Sie wollte endlich mal wieder mit ihnen plaudern und sich austauschen. Und wenn eine übernachten wollte, wäre das auch kein Problem. Schließlich waren fünf Gästezimmer eingerichtet.
Gegen Abend kamen ihre Freundinnen. Alles in allem die High Society des Fernsehens. Da war Hanne Hill, eine 40-jährige Moderatorin bei einem öffentlichen Sender. Auch Cloe Hunz, die mit einem ehemaligen Nationalspieler verheiratet war, hatte es sich nicht nehmen lassen, Moniques Einladung zu folgen. Auch ihre Kollegin Carin Heinert, die das Wetter beim anderen öffentlichen Sender moderierte, war gekommen. Ein Star des Abends war Michaela Ranziger, die kürzlich in einer öffentlichen Talkshow mit offenherzigen Auftritt großes Aufsehen erregt hatte. Suzi Zuckerkorn moderierte bei einem privaten Konkurrenzsender die Nachrichten in der Nacht. Auch AnitaA Ruse hatte sich es nicht nehmen lassen zu Moniques Feier zu kommen. Monique bedauerte es, daß Tanja und Madeleine nicht kommen konnten, da sie beide noch ihre Sendungen hatten. Auch das ehemalige Skihäschen Marina Mertl war gekommen, um von ihrer Ehe mit einem Kollegen, der ebenfalls wie sie bei der Polizei war, zu erzählen. Monique erwartete noch ihre beste Freundin Sabine Bauer, eine dicktittige Schauspielerin, die leider noch bei Dreharbeiten war und gegen Mitternacht dazu stossen wollte.
Trotz der Abwesenheit von Sabine Bauer, lief die Party gut. Alle Frauen hatten bereits einen kleinen Schwipps.
Die Frauenrunde ahnte nicht, was draußen geschah. Sieben dunkle Gesellen starrten durch das Fernglas in Moniques Villa. Monique hatte die Alarmanlage ausgeschaltet, da sie auf Sabine wartete und die Alarmanlage schon zweimal losgegangen war, als sie spät heimgekommen war. Es hatte großen Ärger mit den Nachbarn gegeben und Monique wollte sich derartige Unannehmlichkeiten ersparen. Die Gestalten draußen unterhielten sich im Flüsterton. Pavel grinste.
?Da sind ja nette Mäuschen bei unserer Monique.?
Dimitar, der Boss der Sieben schüttelte den Kopf.
?Ihr kennt den Auftrag. Wir sollen uns nur mit der rothaarigen befassen.?
Pavel entgegnete.
?Aber es sieht so aus, als ob die Schlampen ewig feiern würden. Wie kommen wir vor morgen früh an sie ran??
Dimitar überlegte. Er wußte seine Leute waren sehr schwer unter Kontrolle zu halten und sie waren alle geil auf Monique, auch wenn sie schon ausmachten, wer welche von den Weibern haben würde. Dimitar entschloß sich, gleich zuzuschlagen. Er schickte daher Paul, der schon am Tage das Päckchen bei Monique abgegeben hatte, los. Paul sollte ins Haus einbrechen, um als für die anderen den Weg zu bahnen. Ein paar Minuten später gab er mit der Taschenlampe ein Zeichen, daß er ins Haus eingedrungen war.
Dimitri lief mit seinen Gehilfen zum Haus und klingelte.
Drinnen stand Monique auf und ging in den langen Flur. Sie dachte, das Sabine endlich kommen würde und beeilte sich zur Tür zu gehen. Monique schaute durch den Türspion und sah einen finster dreiblickenden Dimitri vor der Türe stehen. Schnell lief sie ins Wohnzimmer, um die Polizei zu rufen, als Paul dazwischen trat, ihr den Mund zu hielt, das Messer an die Kehle setzte und sie zwang die Tür zu öffnen. Schnell drangen die Männer ins Haus ein, bewaffnet mit Maschinenpistolen.
?Hände hoch, und Finger weg von den Handies.?
Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, feuerte Dimitar ein halbes Magazin seiner MP in die Vitrine ab. Die Frauen kreischten zuerst vor Entsetzen, aber dann kehrte schnell Ruhe ein.
Vasily, der geilste von den Sieben, fragte Dimitar.
?Boss, darf ich mir eine aussuchen??
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