Was mache ich nun ?
Ich folge Svetlana
Spöttisch sah Svetlana auf mich herunter. "Du kannst mir ja folgen und mich verhaften. Ich ziehe mich schon mal an." Es war von ihr Provokation pur, und ich fiel prompt darauf herein, und beeilte mich, mich ebenfalls umzuziehen und ihr zu folgen.
Schnell zog ich mich an, löschte überall das Licht, schloss die Eingangstüre gewissenhaft ab und warf den Schlüssel in den Briefkasten des neben der Halle wohnenden Hausmeisters. Lässig schlenderte Svetlana in einiger Entfernung von mir, mit ihrem Rucksack auf dem Rücken, Richtung Innenstadt. Ich machte mich an die Verfolgung, und nun erhöhte auch Svetlana das Tempo, und in gleichem Abstand folgte ich ihr.
Mein Ehrgeiz Svetlana zu verhaften war erwacht. Ich war mir sicher das alleine zu meistern und informierte weder Kollegen/Kolleginnen, noch die Dienststelle an sich.
Wir erreichten die Innenstadt und ich sah Svetlana in dem Bordell "Honeymoon" verschwinden. Nun rannte ich hinter ihr her, erreichte schließlich auch die Eingangstüre, stürmte herein, und sah Svetlana nicht mehr. Ich stand in dem großzügigen Empfangsbereich, links war eine lange Bar-Theke, rechts eine Empfangstheke mit Kasse.
Es saßen schon einige Gäste an der Theke, meist saß neben Ihnen eine grell geschminkte Nutte in sündhaft kurzen und knappen Outfits.
Ich ging zur Empfangstheke und hielt dem Mitarbeiter meinen Dienstausweis unter die Nase und sagte "Jenning, Kripo Bamberg" und ohne lange Pause "Wo ist die ca. 1,90m große Frau in Sportkleidung mit Rucksack hin?" fragte ich ihn. Er stotterte herum und konnte sich angeblich nicht an sie erinnern. Doch dann sah ich Svetlana auf einem der Monitore der Überwachungskameras im Toilettenvorraum.
Ich meinte noch zu ihm "Wir sprechen uns noch." Schon folgte ich Svetlana in den langen Gang im Keller der zu den Toiletten führte. Das Grinsen des Empfangsmitarbeiters, und sein schadenfrohes vor sich hingesagte "Oh ja, das glaube ich auch." hätte mich wahrscheinlich auch nicht hellhörig werden lassen.
Ich war im Kellergang angekommen und sah Svetlana vor dem Toilettenbereich rechts abbiegen. Ich beeilte mich hinterher zu kommen. Dann stand ich vor einer schallgedämmten Türe. Mit einer Hand drückte ich vorsichtig die Klinke herunter und spürte, als ich sie aufdrücken wollte, wie schwer sie ist, in der anderen hatte ich meine entsicherte Dienstwaffe.
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