Gibt es am Sonntag Überraschungen?
Ein Sonntagsabenteuer
Der Sonntagmorgen duftet nach frischem Kaffee und warmem Toast. Wir sitzen am Küchentisch, Sonnenlicht fällt durch das große Fenster und taucht alles in ein goldenes Licht. Lukas sieht entspannt aus, fast ein bisschen stolz, wie er da sitzt und mich beobachtet.
„Du bist heute so gut gelaunt“, sagt er plötzlich und lächelt. „Hab ich was verpasst?“
Ich zucke leicht mit den Schultern und nippe an meinem Kaffee. „Wirklich? Ich habe sehr schlecht geschlafen.“
„Warum?“ Seine Augen werden sofort besorgt. „Ich weiß es nicht genau“, lüge ich und schenke ihm ein schiefes Lächeln. Das mit Schwangerschaft soll vorerst mein Geheimnis bleiben.
Später, als wir zusammen den Tisch abräumen, sage ich leise: „Du machst aber auch einen ziemlich entspannten Eindruck. Das freut mich richtig.“
Er nickt nur, zieht mich kurz an sich und küsst mich auf die Schläfe. Die vergangene Woche hat uns beiden gutgetan.
Während ich die Teller in die Spülmaschine räume, kommen die Erinnerungen an unsere ersten Tage hoch. Dieses wilde, neugierige Feuer, das zwischen uns gebrannt hat. Und plötzlich spüre ich es wieder – dieses neue, warme Prickeln tief in meinem Bauch. Als gäbe es eine Gedankenübertragung, dreht Lukas sich zu mir um.
„Weißt du noch… den Sex am Aussichtspunkt?“
Ich halte kurz inne, ein Schauer läuft mir über den Rücken. „Oh ja“, sage ich nur, und meine Stimme klingt schon ein bisschen rauer.
Wir schweigen einen Moment. Dann, nach einer Weile, räuspert er sich.
„Wie wäre es, wenn wir heute wieder mal etwas halböffentliches machen? Sozusagen zu unserem Vierteljahrjubiläum.“
Die Worte treffen mich wie ein Blitz. Ich starre ihn an, mein Herz rast plötzlich. Lukas übernimmt Initiative. Er fordert mich heraus. Oh Lukas, denke ich zärtlich, wie lieb von dir. Ein Neuanfang, genau wie damals, als alles noch wild und neu war.
Etwas unsicher, aber mit klopfendem Herzen antworte ich: „Interessante Idee…“
Der Spagat zwischen purer Abenteuerlust und dieser leisen, aufregenden Angst treibt meinen Puls in die Höhe. Ich spüre, wie ich innerlich zu kochen beginne – feucht, unruhig, lebendig.
Lukas mustert mich genau. „Behagt dir das wirklich? Und… willst du heute die dominante Rolle übernehmen?“
Ich überlege lange. Sehr lange. Dann treffe ich eine Entscheidung. Mit fester, klarer Stimme sage ich:
„Lukas, heute bin ich deine Sklavin. Du bestimmst ganz allein, was heute geschieht.“
Um es zu unterstreichen, lasse ich mich langsam vor ihm auf die Knie sinken. Ich schaue zu ihm auf, die Hände brav auf den Oberschenkeln, den Blick demütig nach oben gerichtet.
„Meister… ich war ungehorsam. Bitte bestrafe mich.“
Für einen Moment ist Lukas ziemlich irritiert. Ich sehe es in seinen Augen – den kurzen Schreck, den plötzlichen Druck. Jetzt liegt alles bei ihm. Keine sanften Hinweise von mir, keine geteilte Verantwortung. Er muss die Initiative komplett allein übernehmen.
Ich bleibe knien, warte. Mein Herz hämmert. Ich bin zwar die Sklavin, aber im Moment bin ich diejenige, die ihm etwas Druck macht. Er braucht jetzt Zeit und diesen sanften Zwang. Ich bin mir sicher, dass er es gut machen wird. Dass er in sich hineinfinden wird.
Ein interessanter Sonntag steht uns bevor.
Ich lächle ganz leicht, ohne den Blick zu senken, und warte auf seine ersten Worte als mein Meister.
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