Wie geht es auf Sofa weiter?
Ein intensiver Kuss
Wir saßen jetzt nebeneinander auf dem Sofa.
Unsere Oberschenkel berührten sich. Die Wärme seines Körpers strahlte zu mir herüber. Ich spürte, wie aufgeregt er war — sein Atem ging etwas schneller, seine Haltung war angespannt.
Ich legte vorsichtig meine Hand auf seinen Rücken und streichelte ihn sanft. Langsam, kreisend. Ich spürte sofort, wie er unter meiner Berührung fast explodierte. Seine Muskeln spannten sich an, er atmete hörbar ein.
Das belanglose Gespräch, das wir gerade noch geführt hatten, wurde plötzlich holprig. Die Sätze wurden kürzer, die Pausen länger. Wir sprachen weniger über „Dinge“ und immer mehr über Gefühle.
Ich (leise): „Es fühlt sich gut an, hier mit dir zu sitzen…“
Lukas: „Ja… bei dir fühle ich mich… sicher. Und gleichzeitig total aufgeregt.“
Seine Stimme war etwas rauer geworden. Ich spürte, wie auch in mir ein komisches, lange nicht mehr gekanntes Verlangen aufstieg. Etwas Warmes, Drängendes. Etwas, das ich bei Bernd nie so stark gespürt hatte.
Wir schauten uns an. Die Luft zwischen uns schien zu knistern.
Dann passierte es.
Lukas beugte sich langsam vor. Ich kam ihm entgegen. Unsere Lippen trafen sich zu einem intensiven, langen Kuss.
Zuerst war er noch vorsichtig, fast fragend. Doch dann wurde er tiefer, hungriger. Seine Hand legte sich auf meine Wange, die andere auf meinen Rücken. Ich erwiderte den Kuss mit derselben Intensität, fuhr mit den Fingern durch sein Haar.
Es war kein hastiger, gieriger Kuss wie in jener Nacht. Es war ein Kuss voller Gefühl. Voller Neugier. Voller Sehnsucht nach dem, was kommen könnte.
Als wir uns nach einer gefühlten Ewigkeit voneinander lösten, schauten wir uns schwer atmend an.
Keiner von uns sagte etwas.
Aber wir wussten beide: Dieser Abend war noch lange nicht zu Ende.
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