Wie entscheidet Chris sich?
Sie gehen essen
Chris wählte die Essenseinladung. So ließen sie erst mal die Finger voneinander, machten sich frisch und fuhren alsbald auch los. Ja, er hatte schon ein wenig Hunger, verspürte auch während der Fahrt Lust, seine Hand zwischen Mellys nackte Schenkel zu schieben, was er sich aber verkniff. Ihr Fleisch musste warten.
Bezüglich der Restaurantempfehlung verließ er sich ganz auf Melly. Und in der Tat ging es zu einem Griechen, das sagte ihm auch zu. Es amüsierte ihn, wie Melly ihrer beider Bestellung auf Griechisch – er vermutete zumindest, dass es Griechisch war – aufgab, der Ober sichtlich nichts verstand und auf Deutsch um Entschuldigung bat, er müsse einen Kollegen holen. Mit dem konnte Melly sich auf Griechisch problemlos unterhalten. „Der einzige Grieche hier“, sagte sie zu Chris, als die Bestellung aufgegeben war. „Der, der uns zuerst bedient hat, ist Slowene und hat zudem ein miserables Personengedächtnis, das war heute sicher das zehnte Mal, dass ich ihn so gefoppt habe. Der Inhaber ist Bulgare, der Barmann Serbe, der Küchenchef Kroate, der Sommelier Türke, das übrige Küchenpersonal aus Afghanistan und Syrien. Das nennt man wohl internationale griechische Küche. Aber das Essen hier ist hervorragend.“ Das konnte Chris bestätigen, als es dann kam. Das Gyrosgericht, das er gewählt hatte, war ausgezeichnet. Während er genüsslich das Fleisch kaute, stellte er sich vor, wie er später zu Hause lustvoll in das nackte Fleisch von Mellys Schenkeln beißen und sie damit zum Juchzen bringen würde.
Auf den Nachtisch verzichteten sie, bestellten stattdessen noch zwei Flaschen Wein zum Mitnehmen, machten anschließend einen kleinen Verdauungsspaziergang durch die Stadt und setzten sich dann ins Auto und fuhren los, zumal es sicher gleich regnen würde.
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