What's next?
Richtig geil
Eylem spannte jeden Muskel an. Der Schreibtisch knarrte unter ihr. Aber mit Kraft kam sie hier nicht weiter. Der Druck seines Ellbogens gegen ihre Wirbel war präzise, beinahe chirurgisch. Sobald sie sich dagegen stemmte, kam erst der stechende Schmerz, dann eine merkwürdige Taubheit, als würde alles unterhalb dieser Stelle gelähmt.
"Sie sollten Ihre Niederlage akzeptieren, weil sie unvermeidlich ist", erklärte er ruhig.
"Verpiss dich!"
Sie riss den rechten Fuß hoch und trat nach hinten. Und traf nur leere Luft.
"Immer dasselbe zu probieren, bringt nichts."
Seine Stimme erklang direkt neben ihrem Ohr. Sie warf den Kopf nach hinten.
Wieder ins Leere.
Sein leises Lachen machte sie noch wütender. Klares Denken wurde immer schwieriger. Da war nur noch Wut. Und gleichzeitig noch etwas anderes. Etwas, das sie sich nicht eingestehen wollte.
Wenn sie ehrlich zu sich sein könnte, hätte sie es längst zugeben müssen:
Sie kämpfte nicht brutal, weil sie unmenschlich war oder gefühllos.
Sie kämpfte, weil es sie erregte.
Wenn sie Menschen niederprügelte, sie auf den Boden schickte, ihnen Handschellen anlegte und abführte, machte es sie richtig geil. Nach jedem Einsatz, bei dem so richtig die Post abging, war ihr Slip durchgeweicht – und zwar nicht von Schweiß. Sie konnte es dann kaum erwarten, unter die Dusche zu kommen und einen der Jungs aus ihrer Hundertschaft im Stehen unter dem heißen, hart herabprasselnden Wasser zu ficken. Natürlich hatte sie inzwischen einen Ruf als Schlampe in ihrer Truppe, aber das machte sie nur noch geiler. Und weil jeder mal drankam, meldete niemand sie bei den Vorgesetzten.
Oh, wie vermisste sie das! In der Kleinst-Dienststelle in Draßburg gab es unter den Kollegen nur brave Familienväter oder Karrierepolizisten, die möglichst schnell auf gut dotierte Posten in einer Großstadt durchbefördert werden wollten und keine Flecken auf ihren makellosen Dienstakten gebrauchen konnten. Seit sie versetzt worden war, hatte sie keinen anständigen Fick mehr gehabt. Und inzwischen war sie absolut notgeil.
"Scheiße", presste sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor und hoffte, dass Falk nicht verstand, weshalb sie fluchte.
Der Kampf gegen ihn hatte sie schon wieder völlig heiß gemacht. Das Blut pochte nicht nur in ihren Ohren, sondern mehr noch in ihrem Unterleib. Die kühle Luft, die zwischen ihren nackten Schenkeln durchstrich, zeigte ihr überdeutlich, wie klatschnass sie dort unten schon wieder war.
Noch war sie nicht bereit, es zu akzeptieren. Aber sie brauchte es so dringend, dass sie darauf hoffte, der Kerl habe ihr nicht zum Spaß die Hose runtergezogen, sondern würde sie wirklich – endlich – ficken.
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