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Chapter 3 by SmartWriter SmartWriter

Wann wird die Schwangerschaft von Lisa bestätigt?

Beim Arzt

Im hell erleuchteten Untersuchungsraum liege ich auf dem Rücken, die Beine in den Steigbügeln. Der kalte, glatte Ultraschallkopf gleitet über das Gel auf meinem Unterbauch.

Die Frauenarztin, eine ruhige, erfahrene Frau, beobachtet den Monitor. "Alles sieht gut aus", sagt die Ärztin mit einem professionellen Lächeln. "Herzschlag ist stark und regelmäßig. Genau in der Größe, die wir für diesen Zeitpunkt erwarten." Mein Blick ist nicht auf die Ärztin, sondern auf den grauen, flackernden Bildschirm gerichtet. Dort, in der Mitte der schwarzen, flüssigen Dunkelheit, pulsiert ein kleiner, unscharfer Fleck. Ein winziges, pochendes Leben. Ein direkter, biologischer Beweis für Jans wiederholte, heftige Ergüsse tief in meinem Inneren. Sie legt eine Hand auf ihren Bauch, über der Stelle, wo der Schallkopf liegt. Kein Triumphgefühl jetzt, sondern etwas Tieferes, Ursprünglicheres. Eine primitive, überwältigende Befriedigung. Die Ärztin hat es bestätigt. Was er in mich hineingepresst hat, hat Wurzeln geschlagen. Es ist real, es ist in mir.

Die Ärztin wischt das Gel von meinem Bauch und reicht mir ein kleines, blaues Heft mit der Aufschrift "Mutterpass". Ich nehme es mit leicht zitternden Händen entgegen. Das Heft fühlt sich unerwartet schwer an.

"Hier ist alles Wichtige dokumentiert", erklärt die Ärztin. "Termine, Untersuchungsergebnisse, Ihre Blutgruppe. Bewahren Sie es gut auf und bringen Sie es zu jedem Termin mit."

Ich schlage die erste Seite auf. Mein Name. Jans Name. Das voraussichtliche Entbindungsdatum, berechnet basierend auf jenem verhängnisvollen Zyklus, in dem ich ihn wieder und wieder in sich aufgenommen hat, bis nichts mehr übrig war. Jede Ultraschallmessung, jeder bestätigte Herzschlag ist ein offizieller Stempel auf ihrer gemeinsamen Tat.

Dann stehe ich auf, ziehe mich an und stecke den Pass sicher in meine Handtasche. Das Gefühl ist anders als alles Bisherige. Es ist nicht mehr nur ein privater, körperlicher Triumph. Es ist ein staatlich anerkanntes Dokument. Ein Beweis, der in der Außenwelt gilt. Auf dem Heimweg halte ich meine Hand über die Handtasche, als würde sie einen Schatz bewachen. Der Pass ist der Schlüssel zu allem, was kommt – zu Vorsorgeuntersuchungen, zur Klinik, zur Geburt. Die Konsequenzen haben nun Aktenzeichen.

Was sagt Jan dazu?

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