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Chapter 6 by derFotograph derFotograph

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Kapitel 6: Die Spannung im Alltag

Die Tage nach Barcelona fühlten sich unwirklich an. Mia saß wieder an ihrem Schreibtisch im Büro, nur wenige Meter von Bergers Eckzimmer entfernt. Äußerlich war sie die perfekte, ehrgeizige junge Assistentin – pünktlich, konzentriert, mit makellosen Unterlagen. Innerlich jedoch kreisten ihre Gedanken fast ununterbrochen um Berger. Um seine tiefe, ruhige Stimme. Um seine Hand auf ihrem Po. Um die roten Abdrücke, die inzwischen verblasst waren, aber in ihrer Erinnerung noch immer glühten.

Berger holte sie noch näher heran. Schon am zweiten Tag bat er sie, die meisten Arbeiten direkt in seinem Büro zu erledigen. „Komm bitte herein, Mia. So können wir das Vertrauen besser vertiefen und effizienter zusammenarbeiten“, sagte er mit seinem warmen Lächeln. Die Glaswände gaben den anderen Kollegen den Eindruck von Transparenz, doch für Mia fühlte es sich wie eine immer engere, intimere Blase an.

Während sie gemeinsam an den Vorbereitungen für Madrid arbeiteten, gab es immer öfter diese „zufälligen“ Berührungen. Mal strich seine Hand wie unbeabsichtigt über ihren Nacken, wenn er ihr über die Schulter etwas auf dem Bildschirm zeigte. Mal lag sie kurz auf ihrer Taille, wenn er ihr eine Mappe reichte. Bei einem längeren Meeting unter dem Tisch berührte sein Knie leicht ihr Bein. Jede Berührung war dezent und höflich – und doch löste sie bei Mia dieses vertraute, warme Kribbeln aus, das inzwischen fast schon zur Gewohnheit wurde.

„Du entwickelst dich wirklich hervorragend, Mia“, sagte er eines Nachmittags, als sie allein waren. Seine tiefe Stimme klang aufrichtig. „Ich spüre, wie sehr du bereit bist, Vertrauen zu schenken. Auf der Reise nach Madrid werden wir sehen, wie weit dieses Vertrauen uns beide trägt.“

Mia schluckte hart, lächelte zurückhaltend und antwortete so sachlich wie möglich. Doch innerlich pochte es in ihr. Die Gedanken an Berger ließen sie tagsüber nicht mehr los.

Zu Hause wurde es noch intensiver. Michael war wieder auf Tour, und die Abende gehörten fast ausschließlich ihren Fantasien. Mia holte fast jeden Abend ihr Love Toy hervor. Sie lag auf dem Bett, die Beine gespreizt, und ließ es tief in sich gleiten, während sie sich vorstellte, wie Berger sie wieder über seinen Schoß ziehen, sie loben und führen würde. Die Orgasmen kamen hart und schnell, ließen sie zitternd zurück. Danach folgte jedes Mal die schwere Schuld.

Am Sonntagabend kam Michael nach Hause. Mia war an diesem Abend besonders aufgewühlt – die Gedanken an Berger und die bevorstehende Madrid-Reise hatten sie den ganzen Tag über erregt. Statt wie sonst zurückhaltend zu sein, wurde sie aktiv. Sie verführte Michael regelrecht. Kaum war er durch die Tür, küsste sie ihn hungrig, zog ihn ins Schlafzimmer und verwöhnte ihn mit einer Intensität, die ihn überraschte. Sie blies ihm, ritt ihn leidenschaftlich und ließ sich ganz auf ihn ein. Michael war überwältigt von ihrer plötzlichen Gier und kam schnell und heftig.

Für Mia war es ein Versuch, die aufgestaute Erregung, die eigentlich Berger galt, auf Michael zu lenken. Es fühlte sich gut an – lebendig und vertraut. Dennoch drifteten ihre Gedanken währenddessen immer wieder zu Berger. Zu seiner Kontrolle. Zu seiner Stimme. Danach kuschelte Michael sich zufrieden an sie, ahnungslos und glücklich. Mia lag wach und fühlte sich noch zerrissener als zuvor.

Am Flughafen

Am Montagmorgen brachte Michael sie zum Flughafen. Er trug ihren Koffer und hielt ihre Hand. Am Check-in wartete Berger bereits – souverän, in einem eleganten Anzug, mit diesem ruhigen, selbstsicheren Lächeln.

„Guten Morgen, Mia“, begrüßte er sie warm und nickte dann Michael freundlich zu. „Sie müssen Michael sein. Schön, Sie endlich einmal kennenzulernen. Ich bin Thomas Berger. Vielen Dank, dass Sie Mia so gut unterstützen – sie ist eine hervorragende Assistentin.“

Berger reichte Michael die Hand. Der Händedruck war fest und höflich. Er wechselte noch ein paar freundliche Worte über die anstrengenden Reisen und wie wichtig Mias Arbeit sei. Michael lächelte, bedankte sich, doch etwas in ihm spürte die Spannung. Die Art, wie Berger Mia ansah. Die leichte Vertrautheit zwischen den beiden. Das kurze, vielsagende Lächeln, das Berger ihr zuwarf, als er ihren Koffer nahm.

„Dann bis bald, Michael. Ich passe gut auf Mia auf“, sagte Berger mit warmer Stimme, bevor er mit ihr Richtung Sicherheitskontrolle ging.

Michael blieb zurück und schaute ihnen nach. Ein ungutes Gefühl blieb in seiner Brust zurück, auch wenn er es nicht richtig greifen konnte.

Mia ging neben Berger her, ihr Herz klopfte bis zum Hals. Die Schuld lastete schwer auf ihr. Gleichzeitig spürte sie eine verbotene, aufgeregte Vorfreude tief in ihrem Bauch – ein Gefühl, das immer stärker wurde.

Die Reise nach Madrid hatte begonnen.

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