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Chapter 150 by Jan1974 Jan1974

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Tina allein zuhaus

Tina legte ihr Handy zur Seite und starrte eine Weile gedankenverloren an die Decke. Sie hatte Mia nur ein paar kurze, aufmunternde Zeilen geschrieben und war nun gespannt, was diese ihr später von der wilden Party in der Kellerbar mit den sechzehn Männern erzählen würde. Aber das würde noch eine ganze Weile dauern.
Die Wohnung fühlte sich ungewohnt leer und still an. Der Fernseher lief im Hintergrund, doch nichts konnte ihre Aufmerksamkeit fesseln. Sie zappte lustlos durch die Kanäle, bis sie schließlich aufgab und das Gerät ausschaltete. Eine unruhige Langeweile breitete sich in ihr aus. Alleine auf der Couch zu sitzen und auf Mia zu warten, fühlte sich plötzlich nicht richtig an.
Ihre Gedanken drifteten wieder zu Jürgen. Immer wieder tauchte der 70-jährige Vermieter in ihrem Kopf auf. Sie erinnerte sich daran, wie wichtig es ihr nach dem letzten Mal gewesen war, dass er zufrieden mit ihr war – nicht nur die anderen Männer, sondern vor allem er. Dieses starke Bedürfnis, ihm zu gefallen, ihn zu beeindrucken und seine Anerkennung zu spüren, beschäftigte sie mehr, als sie sich eingestehen wollte.
Warum nur? Warum machte es sie so nervös und kribbelig, wenn sie an sein ruhiges Lächeln dachte oder daran, wie er sie ansah? Es war kein einfaches Verlangen nach Sex. Es war tiefer. Sie wollte, dass er sie mochte. Dass er sie als etwas Besonderes sah. Dass er stolz auf sie war. Der Gedanke, ihm zu gefallen, löste ein warmes, fast unterwürfiges Kribbeln in ihrem Bauch aus. Sie verstand ihre eigenen Gefühle nicht richtig, aber sie konnte sie auch nicht ignorieren.
Tina seufzte leise und fuhr sich durch die Haare. Alleine hier oben zu bleiben, würde sie nur weiter grübeln lassen. Sie wollte nicht länger warten. Kurz entschlossen griff sie wieder nach ihrem Handy, öffnete den Chat mit Jürgen und begann zu tippen. Ihre Finger waren etwas unsicher, doch sie schrieb trotzdem.
Tina: Hey Jürgen Bist du noch wach? Mir ist hier oben total langweilig. Mia ist noch unterwegs und der Fernseher ödet mich an. Darf ich vielleicht kurz runterkommen und ein bisschen quatschen? Ich verspreche auch, nicht lange zu stören.
Sie schickte die Nachricht ab und biss sich leicht auf die Unterlippe. Die Antwort kam nur wenig später, und schon beim Aufpoppen der Benachrichtigung spürte sie ein kleines, erleichtertes Lächeln auf ihren Lippen.
Jürgen: Hallo Tina! Natürlich bin ich noch wach. Schön, dass du schreibst. Du störst mich nie. Komm gerne runter, ich sitze auf der Terrasse mit einem kühlen Bier. Die Tür ist offen.
Tina: Echt? Das wäre toll Ich zieh mir nur schnell was Bequemes an und komme dann runter. Soll ich irgendwas mitbringen? Vielleicht eine Kleinigkeit zu knabbern oder so?
Jürgen: Nicht nötig, ich hab genug da. Aber wenn du magst, kannst du gerne ein Glas Wein mit mir ****. Freue mich schon auf dich. Lass dir Zeit.
Tina: Wein klingt perfekt. Dann bis gleich!
Jürgen: Bis gleich, Tina. Ich warte auf dich.
Tina legte das Handy weg und stand auf. Ein leises, aufgeregtes Kribbeln breitete sich in ihrem Körper aus. Sie ging ins Bad, richtete ihre Haare, zog sich eine enge, aber bequeme Jogginghose und ein weiches, leicht ausgeschnittenes Top an, das ihre Figur gut zur Geltung brachte. Ein letzter Blick in den Spiegel – sie wollte gut aussehen für ihn.
Mit einem tiefen Atemzug machte sie sich auf den Weg nach unten.

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