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Chapter 34
by
Papas_Liebling
What's next?
Auf ein Wort
Steve sagte kein Wort, während er sie zum Aufzug führte. Die verspiegelten Wände der Kabine warfen ihr Bild aus mehreren Winkeln zurück. Es war nicht besonders schmeichelhaft. Ihr Haar war zerzaust, ihr Blazer verrutscht. Nackte Haut glänzte feucht.
Die kühle Luft der Klimaanlage strich über ihre Haut und machte ihr bewusst, wie heiß sie sich fühlte.
Sie konnte den Eindruck nicht abschütteln, dass jeder es ihr ansehen müsste, was da oben geschehen war.
Oder es riechen.
Unwillkürlich hielt sie die Luft an. Der Geruch von Schweiß, der ihr in die Nase stieg, war unverkennbar. Darunter lag aber noch etwas anderes – etwas, das sie nur als Sex bezeichnen konnte.
Sie presste die Beine zusammen, was aber nur dazu führte, dass sie die Nässe dort unten noch stärker spürte.
Steve bemerkte es natürlich. Sie wandte den Blick ab, um sein Grinsen nicht sehen zu müssen. Und bekam es trotzdem aus allen Richtungen zurück gespiegelt.
Sie hasste es. Noch mehr hasste sie, dass sie sich wünschte, sie hätte mit ihm noch eine Stunde auf der Dachterrasse bleiben können, um zu Ende zu bringen, was sie angefangen hatte.
Die Aufzugtür öffnete sich lautlos. Vor ihnen lag der breite Korridor des Konferenzbereichs. Gedämpfte Gesprächsfetzen drangen durch geschlossene Türen, an denen sie vorbeigingen. Ein nach Bürokrat aussehender Mann ging an ihnen vorbei, ohne sie zu sehen; die Gläser seiner Smartglasses leuchteten grün von den für andere unsichtbar eingespiegelten Daten. Über eine Wand lief ein holografischer Nachrichtenticker mit Börsenkursen, die anscheinend nur eine Richtung kannten: Aufwärts.
Marie wurde schmerzhaft bewusst: Die Welt drehte sich weiter, als sei nichts geschehen.
Sie zitterte.
Die Tür des Maxwell-Saales stand offen.
Ein paar Konferenzteilnehmer waren bereits anwesend. Automatisch wanderte Maries Blick zur Mitte des langen Tisches.
Er war schon da.
Jenkins saß entspannt und breitbeinig in seinem Stuhl und betrachtete Dokumente auf dem AR-Display. Als habe er gespürt, dass jemand eintrat, hob er den Blick. Und lächelte.
Dieses schmale, selbstzufriedene Lächeln, das Marie inzwischen verabscheute.
Ihr Magen zog sich zusammen. Er sah aus, als ob er es wusste.
Woher?
„Du wirst paranoid“, schalt sie sich.
Marie erwiderte Jenkins kurzes Kopfnicken und steuerte auf ihren Platz am Ende des Tisches zu. Die äußere Ruhe, die sie zur Schau trug, hatte nichts mit dem zu tun, was in ihr vorging.
Kurz bevor sie ihr Ziel erreicht hatte, hob Jenkins eine Hand.
„Miss Lehnert. Auf ein Wort.“
Er stand auf. Wo wollte er hin?
Sie folgte ihm. Mit jedem Schritt wurde das flaue Gefühl in ihrem Magen stärker. Denn sie erkannte nun, was sein Ziel war.
Der Nebenraum des Konferenzsaals.
Und sie wusste, was sich dort befand.
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Amerika 2075
Eine dystopische Zukunft ... oder doch nicht?
**Diese Geschichte ist reine Fantasie und hat keinen Bezug zur Realität und stellt keinen Kommentar zu tatsächlichen Ereignissen oder Personen dar.** - Die USA haben gewählt und einen Präsidenten an die Macht gebracht, der das Land Zug um Zug in eine frauenfeindliche Diktatur umwandelte. Internationale Handelsbeziehungen wurden gekappt, die Grenzen abgeschottet. Fünfzig Jahre in unserer Zukunft lässt das Regime einige Ausländer ins Land, um ein Handelsabkommen auszuhandeln. Was werden sie vorfinden? Werden sie Amerika verändern oder wird Amerika sie verändern?
Updated on Jun 12, 2026
by Papas_Liebling
Created on Dec 29, 2025
by Papas_Liebling
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