Chapter 10
by
kokosmilch
What's next?
Im Keller
Mein Schädel dröhnte, als habe jemand darin eine Bowlingbahn eröffnet und es fänden gerade die Ausscheidungswettkämpfe zur Landesmeisterschaft statt. Der Boden unter mir war kalt, hart und rau.
Wo zum Teufel war ich?
Stöhnend rollte ich mich auf die Seite und versuchte, die Augen zu öffnen.
Sofort bereute ich es. Licht stach in meine Pupillen und mein Kopf drohte zu platzen. Mein Magen rebellierte und ich kämpfte darum, seinen Inhalt dort zu belassen.
Vorsichtiger geworden setzte ich mich langsam auf. Mit den Händen beschattete ich meine Augen und fing an, um mich zu blinzeln.
Beton. Hoch oben eine nackte Neonröhre, sie surrend kaltes Licht verbreitete. Kahle fensterlose Wände. Eine Eisentür ohne Klinke auf dieser Seite. Die Luft roch nach Staub, Rost und feuchtem Keller.
Ich hatte keine Möglichkeit herauszufinden, wohin man mich verschleppt hatte und welche Tageszeit wir hatten.
Mit einem Schlag war ich hellwach.
"Scheiße!"
Mein Schrei hallte von den kahlen Wänden wider.
Wie hatte ich nur so blöd sein können? Natürlich der Drink. Dieser widerliche Nachgeschmack. Ich hätte es wissen müssen. Und doch war ich darauf hereingefallen wie eine dumme Anfängerin.
Ich presste die Hände vors Gesicht und fluchte lästerlich vor mich hin.
Der nächste Gedanke war noch viel schlimmer, traf mich wie ein Fausthieb in die Magengrube.
Caroline.
Was ist mit ihr?
Verdammt, sie hatte nur wegen mir mitgespielt. Weil mein Einsatz gescheitert war. Weil sie mir helfen wollte. Und ich war zu blöd gewesen, es zu merken, und hatte mich wie eine eifersüchtige Idiotin verhalten.
„Super gemacht, Sonja“, murmelte ich bitter.
Aber Selbstmitleid half jetzt nicht. Ich musste dringend hier raus. Ich **** mich ruhig zu atmen und systematisch vorzugehen. Noch einmal sah ich mich um, ob es irgendwelche Hinweise gab, wo ich war und wer mich **** hatte - Seegert natürlich. Aber hatte er Komplizen?
Der Raum war fast leer. Eine alte, fleckige Matratze in einer Ecke, ein übel riechendes Loch in der gegenüberliegenden. Mehr nicht.
Dann ein neues Geräusch.
Schritte.
Langsam. Schwer. Kamen näher.
Das metallische Kratzen eines Schlüssels im Schloss.
Wer kommt?
Undercovereinsatz
Ein soll erwischt werden
Ich stelle mich für eine Undercovermission zur Verfügung
Updated on Jun 1, 2026
by kokosmilch
Created on Aug 25, 2025
by devotepolizistin2024
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