What's next?
Nervosität macht sich breit
Caroline schnappte sich meinen Autoschlüssel.
"Ich fahre", entschied sie, als hätte ich nichts mehr zu melden.
Die ganze Fahrt über herrschte eine seltsame Spannung im Wagen. Caroline trommelte auf dem Lenkrad den schnellen Beat der Musik aus dem Radio mit, während ich versuchte, mich auf den Einsatz zu konzentrieren, was ziemlich schwierig war, weil mir ihre Nähe allzu deutlich bewusst war.
Ich schaute aus dem Seitenfenster, um mich abzulenken.
"Warum bist du so nervös?", fragte sie.
"Bin ich nicht."
Schon wieder eine Lüge.
"Sonja, warum nagst du dann die ganze Zeit über an deinem Zopf", tadelte sie mich halb spielerisch, halb besorgt.
"Mist." Ich versuchte, heimlich ein paar Haare auszuspucken, die sich zwischen meinen Zähnen verfangen hatten.
Sie lachte leise. "Keine Sorge, du kriegst das hin. Du bist schließlich die beste Polizistin, die ich kenne. Versprich mir nur, dass du auf dich aufpasst."
Ich sah sie überrascht an. "Wieso?"
"Irgendwas an der Sache gefällt mir nicht. Als du mir erzählt hast, wie begeistert deine Kollegen von der Idee waren, dich als Lockvogel einzusetzen, klingelte bei mir im Kopf eine Alarmglocke. Ich habe den Verdacht, da steckt mehr dahinter, als sie dir gesagt haben."
"Ach, Quatsch. Die Jungs sind manchmal etwas trottelig, aber im Grunde in Ordnung."
"Trotzdem: Pass auf. Ich mein's ernst." Ihre Stimme klang ehrlich besorgt.
Für einen Moment wurde es still im Auto. Draußen schob sich eine Wolke vor den Mond.
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