What's next?
Erst mal zurückverwandeln
Walter schaltete den Motor des Mopeds aus und rollte mit einer letzten, sanften Bewegung in eine etwas abgelegene Einfahrt hinter einem alten Lagerhaus, das direkt am Rande des Vereinsgeländes lag. Er musste erst einmal tief durchatzeichen. Das Adrenalin pulsierte noch immer in seinen Adern, und das Gefühl der Freiheit – kombiniert mit der fast schon berauschenden Exponiertheit – war überwältigend gewesen.
Er stieg vom Moped ab, wobei die feuchte Wärme zwischen seinen Schenkeln bei jedem Schritt spürbar blieb. Das leise Knacken des Motors, das langsam abkühlte, war das einzige Geräusch in der stillen Seitengasse. Walter blickte sich kurz um. Die alten Lagerhallen bildeten eine schützende Mauer gegen die Welt draußen; hier, hinter dem dichten Gebüsch von Efeu und Hecken, war er völlig allein.
Er stieg langsam vom Moped ab und spürte, wie die kühle Luft der schattigen Gasse sofort gegen seine nackte Haut strömte. Die Stille hier hinter den alten Lagerhallen stand in starkem Kontrast zum Lärm des Fußballplatzes, den man nur noch als fernes Echo wahrnahm. Walter blieb einen Moment stehen und betrachtete seinen Körper – oder vielmehr den Körper der Frau, die er nun war. Der Anblick war berauschend. Die Kurven waren perfekt, die Haut glatt und makellos unter dem hellen Sonnenlicht, das durch das Blätterdach des dichten Gebläschs fiel.
Er wusste, dass er keine Zeit verlieren durfte. Peter und die anderen würden sicher bald über das Thema reden, und er musste sicherstellen, dass „Lucy Cat“ wieder verschwand, bevor er als der alte Walter auftauchte.
Mit einer fast schon chirurgischen Präzision griff er nun nach dem Ibod und aktivierte diesen. Ein leises Summen, kaum hörbarer als das Zirpen der Grillen, erfüllte die Luft. Während er die Hand auf die Technik legte, begann der Prozess der Transformation.
Währenddessen schien das Licht um ihn herum zu brechen. Aus der nackten, verführerischen Gestalt der Blondine entstand durch das Zusammenspiel von Technologie und dem Material seiner Erfindung eine völlig neue Erscheinung. Die Moleküle ordneten sich neu an: Wo eben noch die weichen Brüste waren, bildete sich nun ein breiteres Brustbein unter einer robusten Lederjacke. Die nackten Beine wurden von der blauen Denim einer stabilen Jeans umschlossen, die über seine Schenkel glitt, als wäre sie schon immer dort gewesen.
Innerhalb weniger Sekunden war die Transformation abgeschlossen. Der Anblick der "nackten Blondine" war vollständig verschwunden. An ihrer Stelle stand nun ein Mann mit einem leicht schelmischen Grinsen im Gesicht, gekleidet in eine klassische Lederjacke und eine Jeans, den Helm noch fest im Griff.
Walter atmete tief durch. Er fühlte sich wieder wie er selbst. Er war nicht mehr die verführerische Frau, die 'Schlampe Lucy', sondern Walter der Erfinder, der alles unter Kontrolle hatte.
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