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Chapter 5
by
Callisto
Wofür entscheidet sich Michaela?
Michaela entscheidet sich für das Wohnheim
Michaela entscheidet sich notgedrungen für das Wohnheim. Als Bedienung in einem Privat-Club zu arbeiten, erscheint ihr unangemessen. „Gute Wahl“, nickt Karl und lächelt zufrieden. Michaela bedankt sich zum Abschied noch einmal höflich für seine Hilfe, und Domenica begleitet sie zu Fuß zu ihrer neuen Arbeitsstelle. Das Wohnheim liegt tatsächlich nur wenige Gehminuten entfernt in einem Hinterhof. Vor dem Eingang des unscheinbaren, vierstöckigen Gebäudes stehen mehrere Gruppen meist dunkelhäutiger Männer herum.
Michaela fühlt sich sehr unwohl, als sie sieht, wie ungeniert die Männer sie mustern. Darauf angesprochen lacht Domenica nur: „Mach dir nichts draus, Schätzchen. Die schauen dich nur an, weil viele von denen seit Wochen keine Frau mehr gesehen haben.“ Michaela weiß nicht, inwiefern sie das beruhigen soll, aber Domenica geht einfach voran, die Treppe hoch bis in den vierten Stock. Auch auf dem Flur begegnen ihnen mehrere dunkelhäutige Männer. „Gibt es denn hier gar keine Frauen in dem Wohnheim?“ fragt Michaela verwundet.
Domenica gibt ihr keine Antwort und zeigt ihr stattdessen ihr Zimmer. Es ist ziemlich klein, und die Einrichtung besteht nur aus einem einfachen Bett und einem Kleiderschrank. „Die Gemeinschaftsduschen sind den Flur entlang, und in dem Schrank müssten auch noch ein paar hübsche Sachen zum Anziehen von deiner Vorgängerin sein“, erklärt Domenica. „Du darfst dir gerne davon nehmen, was dir passt“, fügt sie hinzu. Michaela sieht sich schweigend um. Auf jeden Fall besser, als irgendwo auf der Straße zu übernachten, denkt sie.
„Du wirst dich schon hier einleben“, versichert ihr Domenica. „Es ist ja auch nur für den Anfang. Wenn du erstmal bei der Foto-Agentur richtig Geld verdienst, kannst du dir ja was Besseres leisten.“ Michaela nickt. Sie fühlt sich auf einmal sehr müde von nach der Reise und den Strapazen des Tages. „Ich komme morgen wieder, um nach dir zu sehen“, verabschiedet sich Domenica mit einem aufmunternden Lächeln. Michaela bedankt sich nochmals, winkt ihr zum Abschied zu und setzt sich dann ziemlich erschöpft aufs Bett nieder.
Sie holt die übrigen Reste ihres Reiseproviants aus ihrem Rucksack und überlegt beim Essen, ob sie heute Abend noch etwas unternehmen soll. Vielleicht das Wohnheim näher erkunden oder sich vor dem Schlafengehen noch schnell duschen? Michaela fragt sich, was wohl mit ihrer Vorgängerin geschehen sein mag, dass sie einen Teil ihrer Kleider zurückgelassen hat. Ihr Blick gleitet suchend in dem Zimmer umher, und plötzlich fällt ihr auf, dass ihre Zimmertüre ja überhaupt kein richtiges Schloss zum Abschließen hat …
Wie geht es weiter?
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Ausreisserin in Not
Michaela reißt nach einem Streit mit ihren Eltern von zu Hause aus.
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