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Chapter 35 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Die richtige Antwort

Wie viel?

Die Frage hallte in Carolines Ohren nach. Das war die Grenze, vor deren Überschreiten sie sich gefürchtet hatte. Wenn sie eine Zahl nannte, gab sie damit zu, dass sie einen Preis hatte. Ihr Körper würde käuflich. Und nicht nur er – ihre Würde, ihre Freiheit. All das stand auf dem Spiel. War eine Story diesen Einsatz wert?

Ja.

Ihre Entscheidung war gefallen. Was für eine investigative Journalistin wäre sie, wenn sie das Risiko scheute?

Nun musste sie schnell denken. Was wäre die richtige Antwort? Nicht zu niedrig, um nicht den Eindruck zu erwecken, sie sei eine billige Straßenhure, mit der die Kerle machen konnten, was sie wollten. Aber auch nicht zu viel, um die Jungs nicht zu verschrecken.

Natürlich hatte sie im Vorfeld recherchiert (*). Fünf bis zehn Euro für einen einfachen, schnellen Fick. Das war unmenschlich. Andererseits hatte sie auch über Summen bis zweihundertfünfzig gelesen, dafür müsste sie aber mehr anbieten.

Sie kniff die Augen zusammen und sah sich die beiden jungen Männer genauer an. Sie wirkten, als hätten sie sich extra zurechtgemacht. Nicht teuer, aber gepflegt. Anscheinend hatten sie vor, einen schönen Abend zu verbringen und nicht nur eine billige Nummer zu schieben.

In ihrem Kopf wirbelten Zahlen durcheinander wie die Räder eines Geldspielautomaten. Allmählich kamen sie zum Stehen.

„Zweihundert für euch beide zusammen.“

Die zwei zuckten zusammen. Dem Fahrer blieb der Mund offen stehen. Caroline fürchtete, sie hätte übertrieben, und schob schnell nach: "Dafür dürft ihr so oft, wie ihr könnt. Die ganze Nacht."

Der Beifahrer fing sich zuerst. „Hundert flat“, machte er ein Gegenangebot.

„Hundertfünfzig.“

„Hundertzwanzig.“

„Hundertvierzig, oder lasst es.“

Er überlegte kurz. „So oft wir wollen?“

„So oft ihr könnt. Das ist ein Unterschied“, schmunzelte sie. Gleichzeitig merkte sie, wie schnell ihr Herz klopfte. Eine seltsame Aufregung hatte sie beim Feilschen erfasst.

Für einen kurzen Moment stand sie einfach nur da. Der kalte Wind frischte auf und spielte mit dem Saum ihres Rockes. Das fahle Laternenlicht warf ihren Schatten gegen den Wagen.

Die Männer sahen sich an. Der Fahrer nickte.

„Na gut. Steig ein.“

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