Chapter 18
by
Rotstiftakrobat
What's next?
Ein Nachmittag am Meer
Der Wind am Meer ist anders als der Wind in Deutschland. Er ist salzig, warm und trägt das Lachen von Fremden mit sich. Ich breite meine große dünne Stranddecke auf dem Sand aus und lege mich auf den Bauch, das Gesicht zur Seite gedreht, die Augen geschlossen. Die Sonne brennt auf meinen Rücken und wärmt meine Haut. Der türkisfarbene String-Bikini fühlt sich fast nach nichts an, nur die dünnen Schnüre auf meiner Hüfte und dem Rücken. Es ist ungewohnt, sich so freizügig zu zeigen, aber als ich mich unschaue, sehe ich, dass ich hier nicht allein bin. Überall liegen Frauen in recht knappen und gewagten Bikinis. Es scheint normal zu sein. Trotzdem fühle ich mich beobachtet. Blicke gleiten über mich, bleiben an meinen Beinen, an meinem Po hängen. Einige Männer schauen unverhohlen, andere wenden schnell den Blick ab, wenn ich sie erwische. Ein paar Frauen, die vorbeigehen, lächeln mich an. „Wow, toller Körper“, sagt eine und zwinkert mir zu. „Danke“, murmele ich und werde rot.
Die Menschen hier sind anders. Sie lächeln viel. Sie sprechen Fremde an, als würden sie sich schon ewig kennen. Es ist eine offene, fast schon zudringliche Herzlichkeit, die ich aus dem kühlen Norddeutschland nicht kenne. Ich schließe die Augen und versuche, die Sonne zu genießen, an mein Van-Projekt zu denken, an die Kabel, die ich morgen verlegen will. Aber die Gedanken schweifen immer wieder ab. Zu Jack in seiner Werkstatt. Zu Brad im Laden. Und zum Keller. Ich drehe mich auf den Rücken, schließe die Augen und arbeite an meiner Bräune. Die kleinen, festen Brüste sind von dem knappen Bikini-Oberteil bedeckt, und ich spüre, wie die Sonne meine Haut bräunen lässt. Schnell creme ich mich ein. Ich versuche hastig meinen Körper mit Sonnencreme zu bedecken, um einen Sonnenbrand zu vermeiden und hoffe gleichzeitig, dass niemand mich sieht und auf die Idee kommt mir Hilfe anzubieten. Als ich fertig bin, schaue ich auf das Meer. Das Rauschen der Wellen ist wie ein Wiegenlied, und langsam, ganz langsam, drifte ich in einen leichten Schlaf. Die letzten Tage zollen ihren Tribut.
Plötzlich reißt mich eine Stimme aus dem Dämmerzustand. Eine tiefe, ruhige Stimme. Moment mal. Die kenne ich. Mein Herz rutscht mir in die Hose. Ich drehe mich jäh auf die Seite. Er sitzt neben mir auf meiner Stranddecke, ohne gefragt zu haben. Der dunkelhäutige Mann von gestern. Er trägt nur weite, dunkle Badeshorts, und Wasser perlt von seinem breiten, muskulösen Oberkörper. Sein Blick ist ruhig, aber intensiv. Er lächelt nicht, aber in seinen Augen liegt etwas, das mich gefangen nimmt.
„Der türkise Bikini steht dir wirklich ausgezeichnet!“, sagt er. Seine Stimme ist ein tiefes Grollen, das ich bis in den Bauch spüre. „Du siehst ganz anders aus und wirkst ganz als gestern Abend und da warst du.… beeindruckend.“
Ich starrre ihn an, unfähig, ein Wort herauszubringen. Mein Mund ist trocken.
„Ich weiß, dass ich dich überrasche und ein wenig überfalle. Ich habe auch wirklich nicht damit gerechnet dich so schnell wiederzusehen.“, fährt er fort und seine Stimme wird noch leiser, intimer. „Aber ich weiß auch, dass dir gestern gefallen hat.“
Ich schüttele den Kopf, will protestieren, aber die Worte bleiben mir im Hals stecken. Er hat Recht. Ein Teil von mir hat es genossen. Die Demütigung. Die Kontrolle. Seine gierigen Blicke. Es ist eine schreckliche, aufregende Wahrheit, aber ich bin nicht bereit mir dies einzugestehen.
„Siehst du?“, sagt er und nun zeigt sich ein kleines, triumphierendes Lächeln auf seinen Lippen. „Du musst es nicht zugeben. Ich sehe es in deinen Augen.“ Er beugt sich ein wenig vor, sein Gesicht kommt näher. „Du spielst gerne die Unschuldige, nicht wahr? Aber da drin“, er tippt mir mit einem Finger sanft auf die Brust, direkt über mein Herz, „steckt etwas anderes. Etwas Stärkeres. Etwas, das danach schreit, befreit zu werden.“
Seine Berührung ist wie ein Stromschlag. Ich zucke zusammen, aber ich weiche nicht zurück. Sein Blick hält mich gefangen oder versuche ich doch einfach nur ihm standzuhalten? Den Eindruck von Stärke zu erwecken?
„Das gestern Abend war ein Spiel aus Macht und Hingebung.“, flüstert er. „Jeder einzelne Mann im Raum hat dich begehrt. Du hast sie mit deinen Blicken, deinem Aussehen und deinem Charme gefesselt. Mit einem Lächeln. Hast du sie gefühlt? Diese Energie? Du warst zeitgleich die Schwächste und die Stärkste Person im Raum. Du hat Fantasien beflügelt, die du nicht beflügeln wolltest, aber konntest sie zeitgleich lenken. Das war sicher beängstigend für dich, aber du wirst lernen genau das zu mögen.“
Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Mein Verstand schreit, dass ich weglaufen soll, dass ich ihn anschreien soll, dass er mich belästigt. Aber mein Körper… mein Körper reagiert anders. Ein Kribbeln breitet sich in meinem Bauch aus, heiß und intensiv. Die Erinnerung an den Keller, an die Spielzeuge, an die gierigen Blicke wird plötzlich wieder lebendig.
Ich starrte ihn an, unfähig, ein Wort herauszubringen. Mein Mund bleibt trocken, und das Rauschen der Wellen scheint plötzlich unendlich weit entfernt. Er geht nicht. Er bleibt sitzen, seine Anwesenheit hat eine körperliche Kraft, die den Sand um uns herum zu verdichten scheint. Sein Blick wandert langsam über meinen Körper, nicht gierig wie gestern, sondern… abschätzend. Als wäre ich ein Rohdiamant, den er bewertet.
Geht er?
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Jette‘s Abenteuer Down Under!
Ein verrücktes Lebensveränderndes Jahr in Australien
Jette ist 18 Jahre und kommt aus einer recht wohlhabenden im Nord-Westen Deutschlands. Sie hat gerade ihr Abi mit hervorragenden Noten abgeschlossen, aber weiß noch nicht so richtig, was sie machen soll, also los: Ab ins Abenteuer. Ein Jahr Work and Travel in Australien. Weit entfernt von ihrer , ihren Freunden und ein echter Neustart in ein selbstbestimmtes Leben und das Ganze in einem Van. Vanlife: Here she cums!
Updated on Mar 14, 2026
by Rotstiftakrobat
Created on Jan 9, 2026
by Rotstiftakrobat
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