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Chapter 2 by Callisto

Wie geht es mit Michaela weiter ?

Michaela läuft in das Amüsierviertel der Stadt

Michaela überlegt, was sie nun weiter tun soll. Es wird langsam Nacht und sie braucht etwas zum Essen und einen Platz zum Schlafen. Verstohlen zählt sie das Geld in ihrem Geldbeutel und stellt fest, dass ihr nach dem Kauf der Bahnfahrkarte nicht mehr viel übriggeblieben ist. Mit einem Seufzer verstaut sie ihren Geldbeutel wieder in ihrem Rucksack und verlässt die Eingangshalle des Bahnhofes durch den Haupteingang. In einem kleinen Dorf auf dem Land aufgewachsen muss sie sich erst mal an die für sie fremde Großstadt gewöhnen.

Michaela schaut sich um. Vom Bahnhof aus gelangt man direkt in das Amüsierviertel der Stadt. Michaela schüttelt es bei dem sich ihr bietenden Anblick. Die ganze Straße entlang sieht man nur Bars, Sexshops, Stripclubs und Pornokinos mit blinkenden Leuchtreklamen. Aber vielleicht kann man hier wenigstens etwas Günstiges zum Essen bekommen, denkt sich Michaela und macht sich langsam auf den Weg. Unglücklicherweise verraten die Art, wie sie geht und ihren Kopf hält nur zu sehr ihre Unsicherheit, ihre Jugend und Verletzbarkeit.

Plötzlich bemerkt Michaela hinter sich einen Schatten und spürt einen Ruck an ihrem Rucksack. Sie dreht sich um und sieht gerade noch, wie ein junger Schwarzer in einer Jogginghose hinter einer Hausecke verschwindet. Einen Moment lang begreift sie nicht, was das zu bedeuten hat. Dann, auf einmal, fällt es ihr wie Schuppen von den Augen: Ihr Geldbeutet ist weg! Er hat ihr den Geldbeutel geklaut! Anscheinend hat sie in der Aufregung vergessen, vorhin in der Bahnhofshalle ihren Rucksack ordentlich zuzumachen.

Michaela ist hundeelend zumute. Sie steht leicht gekrümmt da und hält sich ihren Magen. Ihr Geldbeutel ist weg – und damit auch letztes Geld und ihre Ausweispapiere. Heiße Tränen, zuerst zornig, dann enttäuscht und ****, rinnen ihr über die Wangen, als sie ihren ganzen Rucksack durchwühlt - vergeblich. Sie hat jetzt überhaupt kein Geld mehr. Was soll sie jetzt nur tun? Unschlüssig steht Michaela etwa drei, vier Minuten lang mit ihrem offenen Rucksack in der Hand auf dem Gehsteig und starrt nur vor sich hin ...

Wie geht es weiter ?

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