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Chapter 10 by Papas_Liebling Papas_Liebling

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Wahnsinn

Dirk schlendert in die Damentoilette, als sei es das Normalste auf der Welt.

Hastig schaue ich mich um, ob uns jemand beobachten könnte. Natürlich ist die Situation mir peinlich, nicht ihm.

Er stellt sich hinter mich, schaut mir über die Schulter.

„Könnte es sein, dass du mir aus dem Weg gehen willst?“

Ich reiße die Augen auf. Fassungslos glotze ich sein Spiegelbild an. Bin ich jetzt plötzlich verantwortlich dafür, dass wir ein Problem miteinander haben?

Bevor ich mit wieder so weit gefasst habe, dass ich etwas antworten könnte, packt er mich am Arm und zerrt mich in eine Kabine. Die Tür fällt ins Schloss.

Sein Körper steht direkt vor meinem. Kein Platz mehr. Ich spüre seine Hitze, seinen Blick. Jäger – Beute.

„Du weißt, was ich will“, sagt er leise.

Sein Mund presst sich auf meinen. Der Kuss ist ungestüm und will nicht enden. Seine Hände schieben sich unter mein Sweatshirt, streicheln über bloße Haut.

„Arschloch, was erlaubst du dir?“, denke ich. Und gleichzeitig weiß ich, dass ich es bin, die es ihm erlaubt.

Meine Gedanken überschlagen sich. Wut, Angst, dieses verdammte Ziehen tief in meinem Bauch. Was stimmt nicht mit mir? Warum reagiert mein Körper so?

Er öffnet meine Jeans, schiebt sie runter. Finger berühren meine Möse, suchend, fordernd. Dringen in mich ein.

Ich kann nichts dagegen tun, nehme es einfach hin. Mehr noch: Ich spüre, wie feucht und rutschig ich schon bin. Es wird passieren. Unweigerlich. Ich stöhne in seinen Mund.

Dirk dreht mich einfach um. Er weiß, dass ich bereit bin.

Ich stütze mich an der Wand ab. Die Graffiti verschwimmen vor meinen Augen.

Diesmal ist es nicht sein Finger, der mich penetriert. Schnell, geradlinig.

Tief.

Ich keuche, dränge mich ihm entgegen. Sein Becken klatscht gegen meinen Arsch. Nichts denken, nur fühlen. So gut. So voll!

Lange, kräftige Stöße. Ich beiße mir auf die Lippen, um nicht laut zu schreien. Ich will nicht, dass uns jemand entdeckt. Ein Rest von Anstand ist mir noch geblieben, auch wenn ich mich gerade auf einer Supermarkttoilette vom besten Freund meines Ehemanns ficken lasse – und es genieße.

Meine Knie werden weich und ich bin froh, dass Dirk mich festhält. Woher nimmt er die Ausdauer, die Kraft, die Standfestigkeit?

Zeit? Was ist Zeit? Hitze, Verlangen, Lust, das ist alles, was zählt.

Er kommt. In mir.

Ich schließe die Augen. Erleichtert. Gleichzeitig enttäuscht. Warum ich nicht?

„Wahnsinn“, flüstere ich. Das Wort ist nicht an ihn gerichtet.


Ich sitze auf dem Rand der Schüssel, den Kopf in die Hände gestützt. Allein. Meine Möse brennt noch immer. Nicht vom **** – von ihm. Von seiner Nähe. Von dem, was er mit mir macht.

„Was mache ich hier?“, frage ich in den leeren Raum. Ich weiß genau, dass es falsch ist. Dass kein Mensch das Recht hat, mich so zu bedrängen. Mein Kopf zählt mir nüchtern alle Gründe auf: Dirk überschreitet Grenzen. Er manipuliert mich. Er ist gefährlich für mich, für Thomas, für unsere Ehe.

Und trotzdem zieht sich etwas in meiner Brust zusammen, wenn ich an ihn denke. Mein Körper ist ein Verräter – reagiert auf ihn, gegen jede Vernunft, gegen jedes Nein, das ich zu spät gedacht und nie ausgesprochen habe. Ich hasse ihn. Ich sehne mich nach ihm. Beides gleichzeitig. Es zerreißt mich.

Ich stehe auf.

Es muss ein Ende haben. Ich werde mit Thomas reden.

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