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Chapter 8 by Papas_Liebling Papas_Liebling

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Zweiter Einsatz

Samira spähte nur kurz durch den Türspion, dann riss sie erleichtert die Tür auf. Es war David, wie sie gehofft hatte.

"Guten Tag, Frau Rahman. Sie hatten angerufen." Er zwinkerte ihr zu, um die formelle Begrüßung abzumildern. Offenbar wollte er jeden Anschein von Vertraulichkeit vermeiden, falls ein Nachbar in Hörweite wäre.

Sie bat ihn rasch herein und sagte: "Samira."

Er zog fragend eine Augenbraue hoch.

"Nennen Sie mich einfach Samira."

"Ah. Freut mich sehr. Ich bin David."

Ich weiß, dachte sie. Und ich brauche deine Hilfe.

Sie ging voraus ins Wohnzimmer. Unterwegs rieb sie sich die müden Augen. Sie hatte die vergangene Nacht vor Sorgen kaum geschlafen. Die Situation, in der sie sich wiederfand, war zu ungewohnt und grenzte zu sehr an Ungehorsam, als dass sie Ruhe gefunden hätte. Aber nachdem sie einmal diese Freiheit, sich ungehindert und ihren eigenen Interessen folgend informieren zu können, kennengelernt hatte, wollte sie nicht mehr darauf verzichten müssen.

"Wie kann ich dir helfen?", fragte David. Er hatte sich schon an den kleinen Schreibtisch gesetzt und den Rechner eingeschaltet.

Das leise Brummen beim Hochfahren klang bedrohlich in Samiras Ohren und gleichzeitig verheißungsvoll, weil sich damit das Tor in diese fantastische Welt des Internets wieder öffnete. Sie faltete ihre Hände vor dem Körper, um das Zittern zu unterdrücken. Sie schluckte den Kloß in ihrem Hals herunter.

"Kannst du bitte die Historie prüfen, ob wirklich alles weg ist, was ich gestern angeschaut und gelesen habe?"

"Ja, klar. Kein Problem. Schau her, ich zeige dir, wie du das zukünftig selbst machen kannst."

Sie beugte sich nach vorne und schaute konzentriert auf den Monitor. Dabei kam sie ihm so nahe, dass er ihr Parfum riechen konnte. Ein süßer, schwerer Duft, den er unwillkürlich mit dem Orient gleichsetzte.

"Hier, siehst du? Da sind noch Einträge von gestern. Die solltest du alle löschen. Mal schauen, wie weit das zurückgeht." Er deutete mit dem Finger auf den Bildschirm und scrollte durch eine Liste nach unten. "Ach. hier. Das ist die erste Seite, die du besucht hast. Und darunter, die älteren Einträge, die sind von deinem Mann. Oh..." Er verstummte und versuchte, so schnell wie möglich wieder nach oben zu scrollen.

"Was ist?" Samiras Misstrauen war erwacht.

"Öh. Nichts. Unwichtig."

Warum lief er dann rot an?

"Darf ich mal sehen?"

"Ich denke, besser nicht. Vielleicht sollte ich das gleich mit löschen, wenn ich schon dabei bin?"

"Würde mein Mann das bemerken, wenn da etwas fehlt?"

"Weiß nicht. Vermutlich nicht. Vielleicht aber schon."

Sie wedelte abwehrend mit den Armen. "Dann auf keinen Fall löschen! Es muss alles so bleiben, dass er keinen Verdacht schöpft."

"In Ordnung. Aber versprich mir, dass du nicht nachschaust, was für Seiten das sind."

Nun war ihre Neugier geweckt.

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