What's next?
Smalltalk
Ana führte mich mit einem eleganten Schwung zum Kamin, wo eine Gruppe von Damen in prächtigen barocken Kleidern stand, die sich angeregt unterhielten. Als wir uns näherten, drehten sie sich zu uns um, und ihre Blicke musterten mich neugierig, fast spielerisch. Jede von ihnen war eine Erscheinung für sich: Die eine trug ein tiefviolettes Kleid, das mit silbernen Stickereien verziert war, eine andere schimmerte in blassgoldener Seide, und eine dritte hatte sich in ein feuerrotes Gewand gehüllt, das ihre Porzellanhaut noch strahlender wirken ließ.
„Meine Damen“, begann Ana mit einem charmanten Lächeln, „darf ich euch Alex vorstellen, einen unserer neuen Gäste heute Abend?“ Die Damen nickten mir höflich zu, doch eine von ihnen, die in einem Kleid aus smaragdgrünem Brokat steckte, trat einen Schritt näher. Ihr Dekolleté wurde durch das Korsett kunstvoll betont, und ihr Blick, umrahmt von einer filigranen schwarzen Maske, war unverkennbar kokett.
Als sich Ana verabschiedete und zu einer anderen Runde eilte, stellte sich die smaragdgrüne Damen näher zu mir. „Alex“, sagte sie mit einer samtigen Stimme, „es ist eine Freude, dich kennenzulernen. Ich bin Isabella.“ Ihre Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, das mehr versprach, als Worte je ausdrücken konnten.
Während das Gespräch weiterging, schien Isabella immer wieder Gelegenheiten zu finden, mich direkt anzusprechen. Ihre Fingerspitzen streiften gelegentlich wie zufällig meinen Arm, und sie lachte ein wenig zu laut über meine Antworten, ihre Augen dabei stets fest auf mich gerichtet. Mein Blick hingegen fiel das eine oder andere mal in ihr Dekolleté, das nun direkt vor mir lag. Diese Blicke schienen Isabella nicht zu entgehen, sie kommentierte sie mit einem weiteren tiefen Blick in meine Augen. Das erste mal lief ich dabei rot an, dann konnte ich mich jedoch gut auf das Spiel einlassen, das sie offenbar mit mir spielte. Die anderen Damen beobachteten die Szene mit einem leichten Schmunzeln, als hätten sie Isabellas Spiel längst durchschaut.
„Sag, Alex“, fragte sie schließlich und lehnte sich leicht zu mir, „hast du schon den Ballsaal gesehen? Es wäre eine Schande, ihn zu verpassen – vor allem in so guter Gesellschaft.“ Ihre Stimme war ein Hauch von Verführung, und ich spürte, wie die Luft zwischen uns plötzlich dichter wurde.
0 comments
No comments yet
The story has no discussion yet. Leave a note here when a branch gives you something to say.
No chapter comments yet
No one has commented on this branch yet. Add the first note above.