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Chapter 99
by
Uwe37073
Wie beginnt der Urlaub?
Die Abreise
POV John
Verdammt ich kann es nicht fassen. Endlich ist es soweit, endlich fahre ich in den Urlaub mit Sabrina. Nach drei endlos langen Wochen in denen wir nur schreiben konnten oder hier und da mal schnell einen Kuss oder eine innige Umarmung austauschen konnten, ist es nun endlich soweit. Sabrina und ich sind in wenigen Stunden für die nächsten drei Tage alleine. Das bedeutet niemand der unsere Zweisamkeit stören oder unterbrechen könnte. Allein bei diesem Gedanken fährt mein Herz Achterbahn, während sich mein Magen vor Vorfreude umdreht.
Geschwind packe ich die letzten Klamotten, die ich für diesen dreitägigen Trip an die Ostseeküste benötige. Kurze Klamotten, lange Klamotten und ganz wichtig Schwimmutensilien füllen in Windeseile meine großräumige Sporttasche. Mit einem prüfenden Blick schaue ich nochmal in meine Tasche, bevor ich diese schließe. Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen verlasse ich mein Zimmer. Ein Blick auf meine Uhr verrät mir, dass ich ein wenig zu früh dran bin, weswegen ich mir noch ein kurzes Frühstück gönnen möchte. Als ich jedoch in die Küche einkehre sehe ich zu meiner Verwunderung meine Mutter dort stehen, die mich mit in die Hüften gestemmten Armen mustert.
„Guten Morgen Mum, wusste nicht, dass du noch im Haus bist“ grüße ich sie mit leichter Verwunderung in der Stimme und versuche möglichst entspannt zu bleiben, während ihr bohrender Blick mich scannt.
„Guten Morgen John…mich wundert es, dass du noch da bist. Wolltest du nicht schon längst mit den Jungs weg sein?“ fragt sie bohrend ohne dabei den Blick von mir abzuwenden. Dabei muss erwähnt werden, dass ich meinen Eltern als Ausrede für den kurzen Urlaubstrip eine Reise mit einigen Sportfreunden vom Fußball nach Bayern verkauft habe. Auf Grund ihrer Frage macht sich in mir direkt ein ungutes Gefühl breit, welches ich nicht richtig deuten kann. Mir ist bewusst, dass sie nicht mehr wissen kann als sie ohnehin schon weiß, dennoch scheint sie eine Art sechsten mütterlichen Sinn zu haben, der mein Lügenkonstrukt zu durchschauen scheint.
„Ach ich war etwas früh dran und dachte daher, dass ich mir nochmal eine Stärkung gönne bevor wir uns auf den Weg in Richtung Süden machen“ erwidere ich, wobei ich ihren Blick breche und möglichst entspannt wirkend in die Küche trete. Nervös durch das Auftreten meiner Mutter, vergesse ich für einen kurzen Moment was ich essen wollte, weswegen ich etwas planlos durch den Raum irre. Mich selbst ermahnend schnappe ich mir das erstbeste Müsli, eine Schale, einen Löffel und einen Katon Milch aus dem Kühlschrank. Mit klopfenden Herz setze ich mich und versuche mich auf das Müsli vor mir zu konzentrieren, während ich noch immer den prüfenden Blick meiner Mutter auf mir spüre. Für einen unfassbar langen Moment herrscht absolute Stille in dem Raum, wobei ich nur auf den nächsten Satz von ihr warte, der aber zu meinem vorläufigen Glück nicht kommt.
So verputze ich das Müsli schneller als mir wirklich lieb ist. In Windeseile ist die Schale geleert, die ich nun geschwind in den Geschirrspüler stelle. Als ich mich zum Verlassen des Raumes abwende, steht dort noch immer meine Mutter, die mich schweigend noch immer genau anschaut. Gerade als ich an ihr vorbei gehen will, spüre ich ihre Hand an meinem Oberarm, die mich zurückhält. Verwundert und mit nervös klopfenden Herzen blicke ich zu ihr auf.
„Irgendwas stimmt mit dir nicht in letzter Zeit…“ beginnt sie leise ohne den Blick dabei von mir abzuwenden oder mich loszulassen, um dann fortzuführen.
„…ich glaube hier ist eine Frau im Spiel“ sagt sie nach einer kurzen Gedankenpause, wobei sie das Wort Frau ganz besonders betont. In Sekundenbruchteilen verkrampft sich mein Magen und ich kann nicht anders als sie fast schon panisch anzugucken.
„Wie…wie…wie kommst du denn darauf?“ frage ich sie nun mit bebender Stimme und versuche ihren eisernen mütterlichen Blick zu halten.
„Hmm…nenn es mütterliches Gespür aber ich weiß, dass da irgendwas ist. Naja und da du es nicht verneinst hast, scheint hier auch was dran zu sein. Auf der anderen Seite machst du ein großes Geheimnis darum, weswegen es garantiert keine deiner Mitschülerinnen ist…vielleicht ist es eine ältere Fra….“ will sie gerade ihren hergeleiteten Verdacht aussprechen, als ich mich von ihr losreiße und die Flucht in der Gegenwehr suche.
„Verdammt Mum, was willst du mir hier unterstellen? Ich habe nichts zu verheimlichen und ich glaube ich würde jedem anderen eher sagen, wenn ich eine Freundin habe als dir…ich bin doch kein Gefangener im Verhör…ich muss jetzt los, die Jungs warten!“ fauche ich sie an und hoffe, dass diese Nummer zieht. Und tatsächlich blickt mich meine Mutter, ob meiner Reaktion überrascht an und scheint kurz ihre Sprache verloren zu haben.
„John…“ beginnt sie nun mit brüchiger Stimme, doch unterbricht sich sofort. Sie wirkt tatsächlich massiv verwundert, ob meiner ungewohnten Reaktion. So nutze ich diese kurze Phase der Planungslosigkeit meiner Mutter, um dann die Flucht nach draußen zu ergreifen.
„Tschüss Mum…bis in drei Tagen“ sage ich unterkühlt und mit einem letzten Blick in ihr irritiertes Gesicht, eile ich aus dem Haus in die Freiheit der warmen Sommerluft entgegen
Ich eile einige Meter die Straße hinab, bevor ich inne halte und mich nochmal kurz paranoid umschaue. Zu meinem inneren Frieden sehe ich nur die fast ausgestorbene Straße auf der keine Menschenseele unterwegs ist. Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass meine Mutter mich tatsächlich einfach ziehen gelassen hat. Mit einer Sorge weniger auf meinen Schultern, lassen sich die nächsten Meter deutlich einfacher gehen und so beruhigt sich auch meine Gemütslage sekündlich. Als ich etwa 300 Meter von meinem Elternhaus entfernt bin, erreiche ich unseren gemeinsamen Treffpunkt. Zu meiner Verwunderung steht dort sogar schon ein silbernes Auto. Automatisch formt sich sofort ein breites Lächeln auf meinen Lippen, als ich die restlichen Meter zu meinem Ziel bewältige. Mit leicht zittriger Hand öffne ich nun die Beifahrertür und steige mit klopfendem Herzen und mit meiner Sporttasche auf dem Schoß zu Sabrina ins Auto, bereit für unser gemeinsames Abenteuer.
Wie geht es weiter ?
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Verführungsgeschichten
Eine Kollektion von verschiedenen Kurzgeschichten
Eine Sammlung mehrer Kurzgeschichten aus den Bereichen , Cheating Wives, Teens und Romance.
Updated on Apr 2, 2026
by Uwe37073
Created on Jul 16, 2020
by Uwe37073
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