Chapter 10
by
RicVanDann
Hat Leon Fragen?
Ja die hatte er
Leon hatte viele Fragen, doch eine brannte ihm besonders auf der Zunge: „Und was genau ist das für ein Internat? Es sieht sehr alt aus.“ Während er sprach, schaute er sich weiterhin fasziniert um.
„Das ist es auch. Seit vielen Jahren ist es im Besitz meiner ****,“ antwortete Barbara und deutete auf ein Wappen, das über der Tür hinter Leon hing. Er drehte sich um, konnte aber im schummrigen Licht die Details nicht genau erkennen.
„Es ist ein privates Internat – für Frauen und Mädchen.“
„Ein Mädcheninternat?“ fragte Leon mit einem kurzen Aufblitzen von Begeisterung, das weder Vanessa noch Barbara entging. Ein breites Grinsen schlich sich auf sein Gesicht, als er sich vorstellte, wie er als einziger Junge hier eine besondere Stellung einnehmen würde. Er malte sich bereits aus, wie ihn alle anhimmelten und jede versuchen würde, ihm näherzukommen.
Doch Barbara holte ihn schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. „Egal, was du dir gerade vorstellst – vergiss es. Die Mädchen sind tabu für dich,“ sagte sie mit scharfer Stimme.
Leon schreckte aus seinen Gedanken hoch und nickte hastig. Ihre strenge Haltung ließ keinen Raum für Diskussionen, und er wollte sich lieber nicht mit ihr anlegen. Dennoch dachte er sich insgeheim, dass er jede sich bietende Gelegenheit nutzen würde.
„So, Liebling. Es wird Zeit fürs Bett,“ sagte Barbara plötzlich.
„Ins Bett? Es ist doch noch nicht einmal 21 Uhr!“ protestierte Leon verwundert.
„Ab 20 Uhr ist Zimmerzeit,“ entgegnete Barbara mit Nachdruck.
Leon zuckte zusammen und nickte erneut. Ohne ein weiteres Wort drehte Barbara sich um und ging davon, sodass er allein mit Vanessa in der großen Eingangshalle stand.
„Sie ist streng, das stimmt. Aber auch sehr liebevoll, wenn man sie besser kennt,“ meinte Vanessa mit einem sanften Lächeln. „Komm, ich zeige dir dein Zimmer.“
Leon folgte ihr die Treppe hinauf, die in einen langen, stillen Gang führte. Die Atmosphäre war düster und beeindruckend – alles wirkte alt und vornehm. An beiden Seiten des Flurs reihten sich Türen, die alle geschlossen waren. Es war unheimlich still, und Leon spürte, wie sich ein leises Unbehagen in ihm ausbreitete.
Neben den Türen entdeckte er Namensschilder, doch es war zu dunkel, um sie lesen zu können. Schließlich blieb Vanessa an der dritten Tür auf der linken Seite stehen. Sie warf Leon einen kurzen Blick zu.
„Hier ist dein Zimmer,“ sagte sie und schloss die Tür auf. Dann betätigte sie den Lichtschalter.
Leon trat ein und blieb wie angewurzelt stehen. Was er sah, war…
Was war sein Zimmer?
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Die Mädchenschule für Jungen
In dieser Schule werden Jungen zu Mädchen ausgebildet.
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