Was geht denn bei ihrer Geburt schief?
Es wird eine etwas längere Sache
Jessie lag bei ihrer Niederkunft volle acht Stunden in den Wehen, von nachts um zwei bis morgens um zehn, und von den Geräuschen aus ihrem nach zu urteilen, war es auch nicht die leichteste Geburt aller Zeiten. Sie stöhnte, schrie und wimmerte, und es waren keine Laute der Lust, sondern wirklich das, was man von einer Frau in den Wehen erwartet hätte. Mit ihr im Zimmer waren Tom, der Expertise wegen, und Lorena, die am meisten Erfahrung mit dem Thema "Entbindung" mitbrachte, und beide wirkten hinterher genauso kaputt wie Jessie selbst. Aber es hatte sich gelohnt: Als am Nachmittag die anderen zu ihr durften, lagen vier Babys in ihren Armen!
"Zwei Zwillingspärchen, Jungs und Mädchen", seufzte sie glücklich-erschöpft. "Hätte ich gewusst, dass Connor so was mit mir vorhat, hätte ich mir's vielleicht noch mal überlegt."
"Na ja", meinte Alex, "da wird Connor ja nicht alleine schuld dran sein."
Jessie lachte leise. "Hast du eine Ahnung! Jedes Mal, wenn er mit mir alleine war, hat er mir zugeflüstert, ich soll ihm ganz viele Kinder schenken. Und jedes Mal hab ich gespürt, wie meine Möse dabei gezittert hat. Ich bin mir sicher, das waren seine Kräfte, die er da bei mir eingesetzt hat."
Alex' Gesichtsausdruck wurde ernst. "Echt? Du meinst, er hat dich beeinflusst?"
"Na ja, das hab ich ja bei ihm auch gemacht." Sie musste schmunzeln. "Und nicht alles davon hat ihm gefallen. Aber er hat es mitgemacht. Also muss ich da jetzt wohl auch durch. Schade, dass ich keine vier Brüste für alle gleichzeitig hab."
"Diana und ich helfen gerne aus", strahlte Tamara, "ich weiß eh nicht, wo ich mit meinem ganzen Überschuss hin soll. Alex trinkt jeden Abend einen halben Liter weg, und es ist immer noch zu viel für meine beiden Racker."
Da musste Lorena lachen. "Du lässt Alex bei dir mittrinken, und dann wunderst du dich, dass du zu viel Milch hast? Wenn du dich täglich komplett leer machen lässt, versucht dein Körper dagegenzuhalten und mehr zur Verfügung zu stellen! Wenn du so weitermachst, kannst du demnächst eine Molkerei aufmachen!"
Alex erblasste. "Echt? Das wusste ich nicht! Ich dachte, ich tu ihr einen Gefallen, wenn ich-"
"Tust du auch", zwinkerte ihm Tamara zu, "und mach ruhig weiter. Mir gefällt der Gedanke, dir etwas zurückgeben zu können, nachdem du mir täglich literweise was von dir gegeben hast."
"Übrigens, Alex", ließ sich Diana vernehmen, "ich wollte da noch was mit dir besprechen. Vielleicht kannst du nachher mal bei mir vorbeikommen?"
Alex sah zu ihr. "Können wir gerne jetzt gleich machen, ich war grade mit meiner ersten Runde bei den anderen durch." Er blickte sich kurz zu Tamara um. "Oder hattest du-"
Aber die lächelte nur. "Geh ruhig. Meine Zwillinge schlafen. Und so schnell braucht mein Bauch keinen Nachschub."
"Ich weiß nicht, wie du darüber denkst", begann Diana, als sie alleine waren, "aber ich bin noch nicht mit dir fertig. Ich will dich weiter als meinen Mann."
"Oh." Alex sah überrascht zu ihr. "Okay. Ich wusste nicht, dass das für dich ein wichtiges Thema ist."
Diana sah ihn fest an. "Es ist mir wichtig. Wir haben bisher nie weiter als bis zur Geburt von Alister gedacht, aber jetzt will ich schon wissen, was in Zukunft aus uns beiden wird."
Alex lächelte. "Ich will auch dich immer noch als meine Frau. Wir haben das hier zusammen angefangen, und ich will, dass es weitergeht."
"Was ist mit Tamara?" wollte Diana wissen. "Du verbringst immer noch die meiste Zeit mit ihr und deiner kleinen Fickrunde."
"Na ja, sie ist halt auf mein Sperma scharf", meinte Alex, "darum kriegt sie es auch weiterhin. Aber wenn du mehr Zeit von mir willst-"
Zu seiner Überraschung trat Diana ganz nahe an ihn heran und sah zu ihm auf. "Ich will überhaupt mehr von dir", sagte sie bestimmt, "ich will zu dir gehören. Tamara und du, das ist schiere sexuelle Anziehung, das verstehe ich. Eure Körper wollen möglichst viele Kinder miteinander machen. Und da werd ich nicht dazwischen stehen. Aber ich-" Sie legte ihm sanft die Hände um den Nacken. "Ich brauche dich wirklich. Nicht nur dein Sperma. Ich brauche den ganzen Alex. Den Mann, der mir mein wahres Ich zurückgegeben hat. Und ich will wissen, ob der für mich zu haben ist, oder ob er andere Frauen als mich mehr will."
Alex sah etwas betroffen zu ihr herab. "Du willst also eine Entscheidung von mir."
"Ich weiß, es ist nicht ganz fair", sagte sie. "Du bist wegen mir, was du bist. Aber ich glaube, selbst wenn wir uns anders kennengelernt hätten, wäre ich heute da, wo ich bin. Hätte dein Kind zur Welt gebracht. Würde genauso für dich fühlen, wie ich jetzt fühle. Und ich muss wissen, ob ich mit den Gefühlen richtig liege, oder ob der Alex, den ich mir wünsche, nicht existiert." Sie atmete einmal tief durch. "Dass ich jetzt überhaupt das alles aussprechen kann, ist ein wahres Wunder, und das habe ich nur dir zu verdanken. Darum bitte ich dich um eine Entscheidung. Egal, wie sie ausfällt, ich werde dir nicht böse sein. Aber ich muss wissen, woran ich bin. Sonst-"
"Sscht", unterbrach Alex ihren Redeschwall und nahm ihr Gesicht sanft in die Hände. "Es ist okay. Ich habe mich schon entschieden. Schon länger. Auch wenn's mir eben erst klar geworden ist, als du mich direkt gefragt hast."
Diana sah ihn weiterhin unverwandt an. "Und?"
Alex lächelte. "Ja. Ja, ich will", sagte er.
"Und Tamara? Und die an-"
"Sage ich das nachher", flüsterte Alex, und dann beugte er sich zu ihr hinab und küsste sie sehr, sehr intensiv.
Fünf Minuten später lagen beide ineinander verschlungen auf dem Boden und waren am Wachsen.
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