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Chapter 24
Wird mir der neue Look gefallen?
New Look, new me?
Es ist mittlerweile draußen am dämmern, als Noe in Richtung des großen Spiegels geht. Das kann ich mit meinen verbundenen Augen jedoch nicht sehen. Ich spüre nur eine große, kräftige Hand zunächst an meiner Schulter und anschließend nach meiner zierlichen, zarten Hand greifen. Er deutet mir aufzustehen und geleitet mich dann durch den großen Raum. Oder ist es doch eher ein schieben? In mir regt sich Widerstand. Widerstand gegen das was hier mit mir passiert, was aber nun unausweichlich ist: „Will ich das wirklich? Will ich eine Maniküre? Will ich, dass keine Haare mehr an meinem Körper wachsen? Will ich, dass ich die Kontrolle über mich und mein Leben verliere? Will ich, dass mir meine Entscheidung über mein Aussehen abgenommen werden?“. Fragen über Fragen schießen mir durch den Kopf und bleiben unbeantwortet. Ich kann nichtmal mehr dieses leichte, fast schon unangenehme Kribbeln der Erregung in meinem Bauch und zwischen meinen Beinen spüren, den plötzlich wird mir die Augenbinde abgenommen und ich stehe vor einem großen Spiegel, der durch ein weinrotes Tuch, das Noe festhält, verdeckt. Das Licht der Sonne und der Beleuchtung im Raum ist grell und blendend.
Dann kann ich Noelia mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht sehen, während ich noch kräftig blinzele. Sie schaut mir tief in die Augen und ich kann ihr Selbstbewusstsein in ihrem Blick spüren. „Ok, ich glaube du bist so weit.“, sagt sie als ich aufhöre wie wild zu blinzeln. „Cinco, cuatro, tres, dos, uno.“. Und damit fällt der Vorhang. Nun stehe ich in meinem Bikini vor diesem großen Spiegel und sehe zum ersten Mal Noe‘s Werk. Meine Haut glänzt noch etwas von der Creme und die Laserbehandlung hat sie leicht rötlich hinterlassen. Ich würde sie gerne direkt anfassen und spüren, wie sich meine Haut nun anfühlt, doch etwas anderes erhält vorher meine Aufmerksamkeit. Meine Haare. Während sie vorher dunkelblond und schon leicht aschblond waren, trage ich nun fast schon wasserstoffblondes Haar.


Der Anblick ist sehr ungewohnt und ich erkenne mich fast selbst nicht wieder. Ich weiß auch gar nicht wirklich ob es mir gefällt oder nicht. Bislang habe ich immer gedacht, dass die Farbe meist ziemlich billig aussieht. Jetzt trage ich sie. Ich meine, es sieht nicht schlecht aus, aber irgendwie weiß ich nicht. Der Schock ist mir auf jeden Fall ins Gesicht geschrieben. Noe, Bakari, Andrés und seine Kollegen scheint dies jedoch nicht zu überraschen. Sie grinsen nur breit. „Perfecto.“, entgegnet Bakari noch. Alle sprechen Sie auf mich ein. Ich versuche Bakari‘s Stimme aus dem Wirrwarr aus Stimmen hinauszufiltern: „Ich dachte nicht, dass du noch schöner und besser aussehen kannst, aber wow! Genau das was wir brauchen!“. Ich spüre die Wärme in meiner Brust und meinem Kopf, der sich langsam rosig färbt. Irgendwie machen mich die Worte Bakari‘s glücklich und gleichzeitig etwas stolz. Trotzdem fehlen mir die Worte um etwas zu sagen. Ich schaue nun meine Arme hinunter auf meine Finger. Dort sehe ich meine neuen Gelnägel.


Die Gelnägel mit Tip sind im Ombre-Style mit Nude- und Weißtönen lackiert. Ich bin tatsächlich -im Gegensatz zu meinen Haaren- begeistert.
Ich bedanke mich bei Noelia, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob das überhaupt angebracht ist. Irgendwie wurde ich ja nicht darüber informiert was hier geschieht. So wirklich unglücklich bin ich mit dem Ergebnis aber auch nicht. So richtig beurteilen kann ich meinen neuen Style noch nicht. Handwerklich ist es jedoch sicherlich klasse Arbeit und viele junge Frauen würden sich über so ein Make Over freuen.
Während ich mich weiter im Spiegel betrachte, kommt Bakari auf mich zu und reicht mir einen Beutel mit meiner Kleidung, in der ich heute zum Strand gekommen bin. „Du siehst umwerfend aus. Ich habe dir doch gesagt, wie gut Noe ist. Sie hat sich mal wieder selbst übertroffen. Einfach wow!“, schwärmt er von meinem neuen Style. Ich nicke zögerlich. „Du, wir haben alle noch Anschlusstermine. Kommst du nach Hause oder ist es ein Problem für dich, wenn wir uns auf den Weg machen? Ich könnte notfalls meinen Termin verschieben und dich wieder zum Strand bringen, aber du bist ja heute Morgen mit dem Taxi gekommen und vielleicht kannst du ja von hier aus nach Hause fahren. Das wäre wirklich super.“ Ich denke kurz darüber nach: „Eigentlich wurde ich ja auch gestern hier von Javi abgeholt. Die Frage ist nur was er von mir denkt, wenn ich wieder bei einem Sexshop abgeholt werden will. In dem Bikini will ich hier aber auch nicht durch das Viertel laufen.“, denke ich mit einem weiteren Blick in den Spiegel, bei dem ich mein knappes Outfit mustere. Ich blicke auf die Stofftasche und seufze leicht: „Ich komme schon nach Hause.“. Die Männer im Raum verabschieden sich mit einer Umarmung und einem Lächeln und ich frage Noelia, ob ich mich irgendwo umziehen kann.
Sie zeigt mir eine kleinen Raum und dort ziehe ich mich rasch um. Nun trage ich wieder meine Nike Spandex Shorts und den passenden schwarzen Sport-BH mit meiner Kreuzkette und der runden Kette, die ich von meiner Oma geschenkt bekommen habe. Ich verabschiede mich schnell und mit einem Lächeln im Gesicht von Noelia und verlasse den Salon. Nun stehe ich mit meinem knappen Bikini in der Stofftasche in dem mir bekannten Hinterhof.
Direkt nach Hause oder ein kurzer Abstecher?
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Jana‘s Mallorca-Urlaub voller Überraschungen
Eine Musterschülerin verändert sich
Die 18jährige Jana hat erst vor kurzem ihr Abitur mit hervorragenden Noten bestanden. Als Belohnung darf sie nun ganz alleine Urlaub in der Finca ihrer Eltern auf Mallorca machen. Natürlich gehört auch ein Besuch des Megaparks zu den Vergnügungen der Insel und genau dieser Besuch wird Jana‘s Leben verändern.
Updated on Dec 19, 2025
Created on Sep 18, 2023
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