Klappt wenigstens jetzt alles?

Sagen wir mal: fast alles

Chapter 164 by Hentaitales Hentaitales

Alex sah seinen Mitstreiterinnen zu, wie sie das Gebäude betraten und sich unmittelbar trennten. Der Wachraum war gleich rechts - dorthin begab sich Jessie, während Malia geradeaus lief und beiläufig ihre Gesichtsmaske abzog und fallen ließ. Sie waren sich zwar bei der Besprechung ziemlich sicher gewesen, dass man sie auch mit verdeckter Mundpartie hätte identifizieren können, aber so war es klar, dass es ihnen hier erneut darum ging, ein Zeichen zu setzen und sich quasi zur Befreiung Daos zu bekennen.

"Nicht gleich platzen, nichts verpatzen - bleib einfach cool, Boy..." Jessies Stimme verklang, als sich die Türen wieder schlossen. Auch das war nur Scharade - sie setzte aktuell gar nicht wirklich ihre Kräfte ein, aber für die Aufzeichnung musste es so wirken, als hätte sie die Kontrolle über den Wachhabenden am Eingang, der ja in Wirklichkeit ihr Verbündeter war. Eigentlich konnte nur etwas schief gehen, wenn jemand Unerwartetes sie singen hörte und nach dem Rechten sehen wollte, und von seiner Position im Auto aus konnte Alex ja gut beobachten, wer sich dem Wachraum näherte. Der einzige, der ganz ohne Rückendeckung unterwegs war, war im Moment Steffen, und der hatte ja Erfahrung mit solchen "Soloeinsätzen". Alex war zwar nicht ganz wohl in seiner Haut, aber er wusste, er konnte den anderen vertrauen. Außerdem waren es ja nur drei Minuten, die die Mission dauern würde.

Eine Minute lang geschah auch tatsächlich gar nichts. Alles blieb ruhig, niemand kam in Alex' Blickfeld, und wenn irgendjemand Jessies Gesang hörte, machte er auf jeden Fall nicht auf sich aufmerksam. Alex atmete einmal tief durch. Das hier konnte klappen, alles war gut durchgeplant, und der einzige heikle Moment würde die eigentliche Flucht sein, wenn-

In diesem Moment knackte es vernehmlich in seinem Headset. "Shorty hier", ertönte Malias leise Stimme. "Roadie, ich brauch dich. Ich hab ein Transportproblem."

"Transportproblem?" Alex sah auf. "Was für ein-"

"Unsere Zielperson kann nicht laufen", sagte Malia. "Und ich kann sie nicht einfach so rausschleifen."

Alex stieß einen unterdrückten Fluch aus und öffnete die Autotür. "Bin unterwegs", sprach er leise ins Mikro und machte sich auf den Weg zum Eingang des Gebäudes. Er war noch nicht einmal angekommen, als sich die Türen vor ihm auch schon öffneten - Jessie hatte das Problem offenbar mitbekommen, und er konnte ungehindert eintreten. Mit schnellem Schritt lief er den Gang herunter und war noch einmal heilfroh, sich die genaue Position der Zelle auch gut eingeprägt zu haben, denn so dauerte es keine Minute, bis er dort ankam. Die Tür war zwar geschlossen, aber eine grüne LED oberhalb der Klinke zeigte an, dass der Raum aktuell nicht verriegelt war, und so trat er ein.

Und sah das Problem auf den ersten Blick.

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Eine junge Asiatin - bestimmt Dao - saß nackt und in halbwachem Zustand in einer Ecke des Raumes und wirkte fibrig und verschwitzt. Sie bewegte sich unruhig hin und her und gab leise Stöhnlaute von sich. Vielleicht einssechzig groß war sie und sicherlich nicht besonders schwer, aber trotzdem ein Problem für ein zierliches Persönchen wie Malia.

"Sorry", sagte diese, als Alex sich die Lage ansah. "Ich hab sie wachbekommen, aber sie scheint nicht ganz da zu sein."

"Passt schon", gab Alex zurück, griff nach der Asiatin und zog sie zu sich. Die junge Frau gab ein undefinierbares Murmeln zurück und versuchte, sich unkoordiniert gegen den Griff zu wehren, aber es war für ihn ein Leichtes, sie hochzuheben und sich auf die Schultern zu legen. "Okay, gehen wir", sagte er noch zu Malia, dann machten sich die beiden auf den Rückweg.

Hätte sie in diesem Moment jemand gesehen - zwei Leute, die nicht hierher gehörten, davon einer mit einer nackten Frau auf dem Rücken - hätte es mit Sicherheit Ärger gegeben. Glücklicherweise kamen sie problemlos am Ausgang an, und Malia öffnete die Tür, so dass Alex mit Dao hindurch und zurück zum Auto laufen konnte. Auch hier machte ihm Malia die hintere Tür auf, stieg selbst hinein und half ihm dann, die junge Asiatin in den Wagen zu verfrachten. Es war nicht ganz einfach, da sie sich immer noch nicht wirklich bei Sinnen befand und schwach gegen die beiden zur Wehr setzte, aber nach ein paar Sekunden saß sie dann doch im Auto, und Alex stieg schnell vorne auf dem Fahrersitz ein. Jetzt fehlte nur noch Jessie-

-die in diesem Moment aus dem Gebäude kam. Zu Alex' Überraschung hatte sie es aber offenbar nicht besonders eilig, und zu seiner noch größeren Überraschung war sie nicht alleine: Direkt hinter ihr lief ein Mann in einer ähnlichen Uniform wie die Frau vorne am Tor, offenbar jemand von der Wachmannschaft. Das konnte doch nur ihre Kontaktperson sein, der Sympathisant, der ihnen hier geholfen hatte! Wieso nahm Jessie-

Alex ließ kurzentschlossen die Seitenscheibe des Wagens herunter. "Ey" rief er Jessie zu, "was soll das? Lass den Mann gehen und steig ins Auto! Wir müssen weg, ehe der Alarm losgeht!"

"Erst mal anseh'n und dann rangeh'n - Fang langsam an, Boy!" sang Jessie, wobei sie Alex zuzwinkerte.

"Mensch, Syren - jetzt-" Alex wollte noch mehr sagen, aber in diesem Moment spürte er plötzlich, wie seine Stimme versagte. Er fühlte sehr intensiv, wie Blut in seinen Schwanz strömte, wie er hart wurde, und seine ganze Aufmerksamkeit wurde von dieser aufsteigenden Erregung erfasst - und zugleich entglitt ihm die Kontrolle über seinen Körper! Als wäre in ihm noch ein zweites Bewusstsein, das ihn steuerte, drehte sich sein Kopf nach vorne, seine linke Hand umfasste das Lenkrad und seine rechte drückte den "ON"-Schalter des Autos, dessen Motor ansprang.

"Komm, schlag zu, sonst haut's dich im Nu vom Stuhl, Boy..."

Er konnte hören, wie Jessie die Hintertür des Wagens öffnete, einstieg und sie schloss, und der Wachmann, der mit ihr aus dem Gebäude gekommen war, setzte sich in Trab und begann, die Straße in Richtung Tor entlangzujoggen. Im nächsten Moment spürte Alex, wie sich sein Fuß bewegte, und er gab leicht Gas und fuhr dem Mann hinterher, ganz langsam, quasi in Schrittgeschwindigkeit. Jessie hatte ihn unter ihrer Kontrolle, genau wie den Mann draußen, ihren Kollaborateur.

"Doch erstmal cool, Boy", sang sie. "Echt cool!"

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Was zum Teufel hat sie vor?

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