Aber was will Connor jetzt eigentlich hier?

Er braucht Hilfe

Chapter 96 by Hentaitales Hentaitales

"Jedenfalls", fuhr Steffen eilig fort, um das unangenehme Thema vom Tisch zu bekommen, "haben wir wahrscheinlich eine Aufgabe vor uns, die mit ihm zu tun hat. Es geht darum, seine zivile Identität zu schützen, und damit auch uns selbst. BM, vielleicht möchtest du das selbst erläutern?"

"Gerne doch", nickte Connor. "Also, nur ein paar von euch hier wissen das, aber das Haus, in dem ihr hier wohnt, läuft auf meinen Namen. Ich hab's Mama geschenkt, aber sie ist natürlich nicht als Eigentümerin registriert. Wenn ich auffliege, dann glaube ich nicht, dass ihr noch lange hier sicher sein werdet. Und genau das steht uns jetzt möglicherweise bevor: In ein paar Tagen wird das Gesundheitsministerium alle bei ihnen liegenden Genproben darauf durchchecken, ob sie irgendwelche offensichtlichen Zarathustras übersehen haben. Meine ist unter denen, die bisher noch nicht überprüft wurden. Aber wenn sie das wird, werden sie es rauskriegen. Das heißt, wir müssen sie vorher durch eine ersetzen, die nicht auffällig ist."

Jessie hob die Hand. "Verständnisfrage", sagte sie. "Wenn die schon mal ne Genprobe von dir genommen haben, werden sie sie doch bestimmt auch analysiert haben. Warum ist es da nicht aufgefallen?"

Zur allseitigen Überraschung antwortete Lorena. "Da hat man nach etwas anderem geschaut und nicht nach diesem Genabschnitt gesucht. Zwar hat man seine gesamte Gensequenz entschlüsselt, aber diese entschlüsselte Sequenz wurde hinterher gelöscht. Das heißt, von Connor liegt noch Genmaterial vor, aber keine Analysen für das Genmaterial."

"Und an das Genmaterial selbst kommen wir nicht heran", fuhr Connor fort. "Wir wissen nämlich nicht, wo genau es lagert. Eidolon hat in den letzten Tagen versucht, an die Info ranzukommen, aber erfolglos. Dementsprechend gibt es nur noch einen Weg, die Analyse zu verhindern: Wir müssen es so aussehen lassen, als wäre sie bereits passiert und hätte keine Ergebnisse gebracht."

"Ich hätte mich natürlich schon um das Problem gekümmert", mischte sich nun Pandora ein, "und einfach eine gefälschte Analysedatei auf den passenden Server gespielt. Wenn die Dinger noch auf einem zugänglichen Server lägen. Leider sind sie bereits in ein Backup überspielt worden, und der Backuprechner hängt nicht am Netz. Geschlossenes System. Ich brauch einen eigenen Zugang direkt im Intranet dort, um draufzukommen. Und genau da kommt ihr ins Spiel."

Steffen nickte. "Der Plan ist folgender: Wir brechen in dem Rechenzentrum ein, in dem das Gesundheitsministerium sein Datenbackup lagert. Ein Team schlägt sich zum Server durch und installiert einen Funkzugang. Über den geht Pandora rein und spielt eine gefälschte Gensequenz drauf. Wenn das Gesundheitsministerium die vorhandenen Genproben durchgeht, finden sie für BMs Eintrag bereits eine vorhandene Analyse und testen sein Material nicht noch mal. Damit sind wir sicher. Wichtig ist, dass wir keine Spuren von dem hinterlassen, was wir tun. Das heißt, es muss so aussehen, als wären wir nie da gewesen."

Mit dieser Beschreibung schien Pandora nicht einverstanden zu sein. "Ey, worüber haben wir denn gerade zwei Stunden lang geredet?" beschwerte sie sich. "Das, was du vorhast, ist vollkommen unmöglich, das hab ich dir doch schon gesagt! Atlas hatte die richtige Idee!"

"Die aber so drecksgefährlich ist, dass ich sie höchstens als Plan B einbringen wollte", gab Steffen zurück. "Aber bitte, stell sie gerne vor, wenn du sie für so gut hältst!"

"Es ist meine Idee, also mache ich das", ergriff Tom das Wort. "Im Prinzip ist es die gleiche wie die erste, aber sie hängt nicht davon ab, dass wir absolut unbemerkt bleiben. Im Gegenteil, wir legen es sogar darauf an, bemerkt zu werden. Wir platzieren Pandora und eine Person als Rückendeckung so nahe wie möglich am Zielpunkt. Und dann simulieren wir einen Angriff auf das Rechenzentrum. Einen massiven. Wir tun so, als wollten wir richtig Ramba-Zamba machen. Lenken alle Aufmerksamkeit auf uns, damit wirklich jeder im Gebäude alles tut, uns abzuwehren. Und in der Zwischenzeit begeben sich Pandora und ihr Partner zum Zielpunkt, manipulieren das Datenbackup und gehen wieder raus. Der Angriff endet, wenn sie raus sind."

Steffen nickte sarkastisch. "Da seht ihr es. Wir riskieren das Leben von ein paar von uns im direkten Kampf gegen Gegner, die uns nicht nur waffentechnisch überlegen sind, sondern auch die volle Motivation haben, uns tot zu sehen. Und spätestens, wenn sie Verstärkung bekommen, sind die Leute auch tot, die die Ablenkung machen."

Pandora zuckte mit den Schultern. "Und wenn bei deinem Plan mit der perfekten Heimlichkeit auch nur der winzigste Hauch schiefgeht, sind diejenigen verratzt, die drinnen sind. Ohne, dass sie eine Chance haben, ihre Mission zu erfüllen."

"Wenn ich mal fragen darf", meldete sich Malia zu Wort, "wen hattet ihr denn im Sinn für dieses Ablenkungsteam?"

"Alle, die gut ablenken können", erklärte Tom. "Titania, Roadie, Syren und ich. Eidolon unterstützt Pandora drinnen."

Steffen nickte. "Und bei meinem Plan gehen Syren, Atlas und ich rein. Titania und Roadie observieren von außen und geben Rückendeckung, wenn irgendwo bei der Flucht was schiefgeht."

Lorena schüttelte den Kopf. "Eidolon, ich mache das nicht oft, aber hier muss ich dich überstimmen. Der Plan von Atlas ist der bessere. Ihr werdet den umsetzen."

"Hathor, überleg doch mal!" Steffen sah sie eindringlich an. "Bei dem Plan von Atlas ist die Wahrscheinlichkeit riesengroß, dass das Team draußen verletzt wird oder vielleicht sogar stirbt!"

"Und bei deinem Plan ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Team drinnen nicht mehr rauskommt", gab Lorena zurück. "Und dann wird es nicht verletzt oder getötet. Es wird gefangengenommen. Und gefangen genommen werden, von denen, das ist schlimmer als der Tod. Ich weiß, wovon ich rede!"

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Setzt sich Lorena damit durch?

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