What's next?
Ein Scherbenhaufen
Am nächsten Tag saß ich mit meinen Eltern und denen meiner Freundinnen an einem großen Tisch in einem Business Hotel. Schnell war uns klar, dass die Behörden uns hier nicht weiterhelfen konnten.
Die Wüste ist groß und die Beduinen bilden eine eigene Kultur.
Die leben nach einem ganz einfachen Grundsatz: Gott ist groß, der Kalif ist mächtig, Mekka ist weit und Bagdad noch weiter.
Die Botschaften in Tunesien und Algerien wurden eingeschaltet.
Die Worte der Botschafter waren gut und tröstlich. Aber wir sollten uns keine zu großen Hoffnungen machen. Die Wüste ist kein schöner Ort zum Leben.
Die Beduinen werden nicht alt. Nicht alle.
Die Männer sterben, weil nur der Stärkere die besten Weidegebiete beanspruchen kann. Wer der Stärkere ist, entscheiden immer noch Waffen.
Die Frauen sterben im Kindbett. Eine Geburt in der Wüste endet so tödlich wie bei uns im Mittelalter.
Frauen werden gehandelt, weil Inzucht verboten ist und Kinder notwendig sind um mehr Krieger zu haben. Mehr Krieger heißt mehr Stärke und damit bessere Weideplätze. Meine Freundinnen sind also erstklassiges Zuchtmaterial, dass man nicht wieder abgibt. Dafür haben die Beduinen eigene Zelte. Getrennt von den Ehrenwerten Ehefrauen werden meine Freundinnen allen Männern des Clans dienen und deren Kinder gebären. Solange, bis sie bei einer Geburt sterben werden. Scheidung ist dort undenkbar.
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