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Chapter 18 by Frizza Frizza

What's next?

Duzen sie mich!

Erst nach einer ganzen Weile wurde ihr wieder bewusst, wo sie grade war.

Auf der Arbeit! Alle, die noch Achtung vor ihr hatten, so dachte sie, könnten sie hier so am Boden sehen. Sie versuchte es so gut es ging abzuschütteln, stand auf und öffnete vorsichtig die Tür. Keiner sollte sie so verheult sehen!

Als Allison der Meinung war, der Gang wäre frei, verließ sie die Abstellkammer Richtung Toiletten. Das Bild, welches sich dort im Spiegel bot, war eine verheulte, zerzauste Frau, die nichts mehr mit der edlen Abteilungsleiterin gemeinsam hatte.

Sie mache sich so gut es ging zu Recht und als sie sich selbst wieder im Spiegel erkennen konnte, war sie halbwegs zufrieden mit dem Ergebnis. Zwar waren ihre Haare ohne eine Bürste noch immer etwas zerzaust, aber schon besser als vorher.

Das Programm an Schminke, welches Eva ihr ab und an vorschreibt, hatte sie heute zum Glück nicht drauf und so war auch von ihren Tränen nun nichts mehr zu sehen.

Gefasst und mit eiserner Miene machte sie sich wieder an die Arbeit.

Ihr Handy klingelte.... Sie war froh um jede Sekunde, in der sich Eva nicht meldete und jetzt rief sie an.

"Komm sofort hoch zu mir!" Sagte diese wütend durch den Hörer und legte gleich wieder auf. Allison stellte das Schild für

[VORSICHT RUTSCHGEFAHR]

an die Stelle, an die sie bis grade gearbeitet hatte, und ging auf den Fahrstuhl zu. Im Fahrstuhl drückte sie den Knopf für ihr ehemaliges Stockwerk.

Sie schloss die Augen und dachte daran, wie es noch vor einigen Wochen war.

Sie fuhr in genau diesem Fahrstuhl hoch, um den Leuten zu sagen, was sie zu tun haben. Dabei trug sie die teuersten und schönsten Designer Outfits und niemand stellte ihre Autorität infrage. Beim Ping des Fahrstuhls öffnete sie die Augen.

Im Spiegel des Fahrstuhls sah sie sich an. Mit ihrem Kittel, der dreckigen Hose, den Crocs und den Gummihandschuhen an den Händen, sah sie aus wie eine gewöhnliche Reinigungskraft. Auch ihre mittlerweile nicht nur zerzausten, sondern auch leicht fettigen Haare ließen sie nicht mehr daran zweifeln, dass ihre Zeiten, in der sie für jeden als Chefin wahrgenommen wurde, vorbei waren.

Grade als sich die Fahrstuhltür wieder schließen wollte, verließ die diesen und ging schnellen Schrittes an ihren ehemals untergebenen Richtung ihres ehemaligen Büros vorbei.

Sie merkte, dass jeder einzelne sie anstarrte, doch es war totenstill. Keiner traute es, sich ein Wort zu sagen.

Scheinbar hatte sie hier in ihrer eigenen Abteilung noch einen Ruf. Außerdem gingen die Angestellten davon aus, dass sie bald als ihre Chefin zurückkommen würde. Sie berat ihr ehemaliges Vorzimmer, in dem nun nicht mehr Eva, sondern eine Allison fremde rothaarige, schlanke junge Frau saß, die Allison durch dicke Brillengläser ansah.

"Guten Tag, Frau Jennings ist grade nicht zu sprechen. Sie ist in einem Termin." Bereits jetzt merkte Allison, dass diese ca. 1,60 m kleine Frauen nicht die hellste war.

"Sie hat mir aber gesagt, ich soll sofort zu ihr hochkommen." Erklärte Allison.

"Nein, ich kann sie nicht reinlassen! Frau Jennings hat gesagt, sie möchte bei ihrem Termin mit Frau Elvers auf keinen Fall gestört werden" sagte die Rothaarige jetzt stolz auf, sich alle Namen behalten zu haben.

"Aber ich bin Frau Elvers!" Erklärte Allison jetzt wieder und wurde fast wütend.

Der kleine Rotschopf überlegte. Dann fiel ihr ein, dass besagte Frau Elvers ja noch nicht eingetroffen war.

"Oh achso... dann können sie rein", sagte sie und sprach in die Gegensprechanlage.

"Frau Jennings, Frau Elvers ist jetzt da" Scheinbar hatte Eva die Gegensprechanlage wieder richtig eingestellt, denn sie antwortete knapp.

"Reinschicken und ab jetzt keine Störungen mehr!"

Zu Allisons Unbehagen klang sie sehr wütend.

Allison ging auf die Tür zum Büro zu und öffnete diese. Als sie durch war, schloss sie die Tür hinter sich und blieb stehen.

"Rate mal wer grade hier war und mir von gestern erzählt hat?!" Fragte Eva, aber sprach es eher aus wie eine Drohung. Allison dachte darüber nach, wieso es ihm nicht schon genug Strafe für sie gewesen war, sie hier einfach in dem Abstellraum fast zu ersticken, wieso musste er sie jetzt auch noch an Eva verraten...

"Ich weiß, er war auch bei mir", sagte Allison.

"Ja, das sagte er bereits. Ich bin so enttäuscht von dir!" Sagte Eva wütend.

"Ja, aber ich habe ihn ja nicht wirklich belogen! Ich bin ja eigentlich Chefin hier und dass mich das mit Maria fertig gemacht hat, stimmt auch." Stellte Allison fest.

"Was du ihn erzählst, ist mir doch komplett egal! Von mir aus hättest du ihm auch die Wahrheit erzählen können, geglaubt hätte er dir das wahrscheinlich eh nicht!" Machte Eva klar.

Allison war verwirrt. Was war es dann, was Eva so aufregte? Ihr scheinbar fragenden Blick offenbarte dieses vor Eva.

"PIZZA!" Schrie Eva. "Du hast Pizza gegessen! Du hast ganz klare Regeln und Befehle, an die du dich zu halten hast! Und wenn ich dir sage, dass du ausschließlich Dosenhundefutter ist, dann isst du nichts anderes!"

Allison bekam einen Schreck. An die Pizza hatte sie nicht mehr gedacht, auch wenn sie der Höhepunkt ihrer gesamten Woche war.

"Dafür bekommst du natürlich eine Strafe!" Allison nickte traurig und blickte zu Boden.

"Genau genommen mehrere! Du bekommst noch eine dafür, dass ich mich bei dem Piercer entschuldigen musste, aber ich habe ihn erklärt, dass es dir so unendlich peinlich ist, was du arbeitest, dass wir uns diese Geschichte, die du ihm erzählt hast, ausgedacht haben. Und dann bekommst du noch eine von ihm dafür, dass du gelogen hast.

Er sagte zwar ihr hättet das schon geklärt, aber ich bestand darauf, dass er dich als kleine Wiedergutmachung bestrafen soll. Und zwar egal wie."

Allison sah wieder hoch und konnte nicht glauben, was sie da hörte.

Nicht nur, dass er sie grade fast mit seinem Schwanz erstickt hätte, und eh durch den Vertrag relativ frei über sie verfügen darf. Jetzt hat er auch noch die Erlaubnis, sie zu bestrafen?

Evas Wut schien plötzlich wie weggeblasen.

"Jetzt komm erstmal näher und lass dich betrachten." Allison ging zu Eva, die an Allisons Schreibtisch saß. Als sie um den Tisch herum getretenen war, sah sie, dass auf dem Bildschirm nicht die normale Seite der Arbeit, sondern irgendein Spiel geöffnet war. Eva machte sich wirklich keine Mühen....

"Du siehst ja noch lächerlicher aus, als ich es mir vorgestellt habe" lachte Eva los.

"In diesem Outfit hast du sicher bald den Respekt der Belegschaft verloren"

Allison guckte traurig.

"Aber um auf Nummer sicher zu gehen, wirst du ab jetzt JEDER Person anbieten dich zu duzen! Aber im Gegensatz dazu, wirst du, meine kleine ungehorsame Sklavin darauf, bestehen jeden zu siezen. Auch wenn du vorher mit dieser Person per du warst." Führte Eva den ersten Teil ihrer Strafe aus. Allison konnte es nicht fassen. Das würde ihre Autorität komplett zerstören.

"Und du fängst gleich damit an, während du hier auf der Etage sauber machst. Du gehst zu jeder einzelnen Person und bestehst auf ein du und hörst nicht mehr darauf, wenn du Frau Elvers oder gesiezt wirst."

Allison gucke wieder **** und sagte dann.

"Die putzende Sklavin dachte dies" und sie zupfte an ihrem Kittel.

"Wäre schon die Strafe, die ich auf der Arbeit bekomme, Herrin. Wenn mich die Leute jetzt duzen und ich sie siezen soll, dann verlieren sie ja jeden Respekt vor mir."

Da schaute Eva ihr kalt in die Augen uns sagte.

"Vor dir brauch auch absolut niemand Respekt zu haben! Du bist mein Eigentum, mehr nicht! Und wenn du gewollt hättest, dass alles so bleibt wie es war, dann hässtest du dich an die Regeln halten sollen. Und jetzt raus hier, der Rest deiner Strafe kommt später."

Betroffen nickte Allison und verließ wieder das Büro.

Sie ging, ohne die Rothaarige anzusehen, durch das Vorzimmer zu den anderen Büros. Diese bestanden aus einer Art Großraumbüro, die aber trotzdem in kleinere Büros unterteilt waren. Sie schaute sich um. Es sah sehr sauber aus.... Offensichtlich wurde auf dieser Etage bereits geputzt.

Doch Allison sollte hier nun sauber machen. Wieder wurde sie angestarrt und keiner sagte einen Ton. Bis Allison zum ersten Schreibtisch ging.

"Hallo", sagte sie freundlich zu der an diesem Tisch sitzenden Frau.

"Guten Tag, Frau Elvers" erweiterte diese höflich und man spürte den Respekt und eine gewisse Anspannung in ihrer Stimme. Allison dachte nicht groß nach, lächelte und sagte.

"Ach, nennen sie mich Allison!" Die Frau sagte fröhlich.

"Oh, das ist aber nett." Und man merkte wie die Anspannung mit ihrer eigentlichen vorgesetzt, die bisher nie ein Wort mit ihr gesprochen hatte, von ihr viel.

"Ich bin Stefanie, schön, dass wir uns jetzt duzen"

"Könnte ich wohl ihren Papiermülleimer leeren?" Fragte Allison als ihr nichts Dreckiges im Büro aufgefallen ist und sie jetzt dringen einen Grund sichte hier von Tisch zu Tisch zu gehen.

"Klar kannst du das" Stefanie, bückte sich unter den Tisch, holte die Tonne hervor und sagte dann.

"Nein doch nicht, sie ist schon leer" Lächelnd ging sie zum nächsten Tisch und wiederholte das ganze Spiel. Doch nach der bitte sie Allison zu nennen sagte der Herr an diesem Tisch.

"Ich kann sie doch nicht duzen, Frau Elvers! Das ist eine Frage des Respekts!"

"Ich bestehe darauf, dass sie mich Allison nennen!" Sagte sie gespielt nett und zwinkerte ihm zu.

"Gut, wenn sie, äh du darauf bestehst, dann werde ich es tun. Ich bin übrigens Mirko" und er reichte ihr die Hand.

Allison verwies dabei auf ihre dreckigen Gummihandschuhe und nickte zustimmend.

"Kann ich dann bitte auch ihren Papiermüll haben?" Fragte sie schließlich.

Als auch bei ihm kein Müll in der Tonne lag, mache die sich auf zum nächsten Tisch.

Dies wiederholte sie oft und es sprach sich scheinbar schnell herum, dass Frau Allison jetzt scheinbar auf der Suche nach Freunden ist und allen das du anbietet.

Davon dass Allison weiterhin alle mit sie ansprach, bemerkte erstmal scheinbar keiner.

Irgendwann, Allison hatte bereits allen das du angeboten bzw. es von ihren verlangt, sie beim Vornamen zu nennen, wollte sie grade die paar Papierkügelchen, die sie auf ihrer Tour einsammeln konnte, entsorgen, da kam die Rothaarige aus Evas Vorzimmer.

Sie redete mit einer Person an einem Schreibtisch und rief dann durch den Raum.

"Hey Putze, komm mal her! Hier vorne ist Dreck auf dem Boden." Alle Augen waren auf Allison gerichtet. Aus einer Ecke hörte Allison leise.

"Wie kann sie es wagen, so mit ihr zu reden?"

Allison wäre am liebsten im Boden versunken, bei dem, was sie jetzt als Reaktion zeigen musste.

Mit einem freundlichen.

"Ja ich bin unterwegs" machte sie sich mit Wut im Bauch auf den Weg.

Natürlich wusste Allison, dass dies wieder von Eva geplant war, doch es verfehlte seine Wirkung nicht. Nett fragte sie

"wo denn genau?" Als sie angekommen war.

"Da!" Und sie zeigte auf einen vermutlich eben dort platzierten Kugelschreiber.

Allison bückte sich und hob ihn auf. Da riss ihr die Rothaarige den Stift aus der Hand und sagte knapp.

"Ey! Das ist meiner!" Und sie ging wieder zurück in ihr Vorzimmer.

"Was war das denn?" Fragte jemand. Wildes Getuschel ging los und plötzlich wurde Allison von jemanden gerufen.

"Allison, kommst du mal bitte her?" Es war eine der Frauen, die dermaßen enttäuscht darüber war, dass sie nicht Allisons Vertretung geworden ist, sondern Eva, dass sie recht wütend auf Allison war.

"Ja? Was ist? Fragte Allison als sie vor dem Tisch stand. Sie wollte es nun testen, sie rechnete zwar mit einem Donnerwetter oder zumindest einem dummen Spruch, aber sie sprach einfach drauflos.

"Ach wissen sie, äh weißt du. Ich habe jetzt doch etwas Papier für den Müll."

Allisons Reaktion darauf sollte alles ändern.

Sie griff nach dem Papiermüll und bedankte sich auch noch dafür. Von diesem Moment an hatte keiner ihrer Angestellten mehr Respekt von Allison.

Sie wurde mehr aus **** als aus anderen Gründen von Tisch zu Tisch gerufen, um Papier einzusammeln. Irgendwann klingelte Allison Handy.

"Wo sind sie?" Fragte Atalan ernst durch den Hörer.

"Ich äh bin äh oben in meiner alten Abteilung." Erklärte sie ihm.

"Aber sofort wieder runter in die Empfangshalle! Ich warte hier auf sie!"

Allison konnte nicht einfach gehen, wenn Eva ihr etwas anderes aufgetragen hatte, aber sie konnte auch nicht riskieren, dass Atalan gleich das

"Projekt" beendet. Der Ärger wäre noch viel größer. Also machte sich Allison auf den Weg zu Evas Büro. Die Rothaarige im Vorzimmer hatte scheinbar wieder vergessen, dass sie grade draußen war und grüßte Allison nett, bevor sie wieder ihre Fingernägel lackierte. Allison ging einfach an ihr vorbei.

"Atalan sucht mich! Ich muss sofort zu ihm!" Sagte Allison hastig als sie im Büro war.

"Ja dann geh! Oder willst du etwas, dass ich den Job hier wieder verliere, weil du deinen verlierst?" Allison drehte sich um, da rief Eva ihr hinterher.

"Vergiss nicht das mit dem duzen!" Auf dem Weg zum Fahrstuhl wurde sie noch einige Male gerufen und erklärte ihren Angestellten, dass sie jetzt leider wegmuss.

Mit gespielter Trauer fragte eine.

"Oh nein, musst du wirklich schon gehen?"

"Ja, bedauerlicherweise", sagte Allison und betrat den Fahrstuhl.

Im Fahrstuhl und überlegte, dass sie diesen widerlichen Grabscher jetzt auch noch das du anbieten müsse.

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