Wird das hier eine Anklage für Elyxir?
Nur eine kleine Warnung
"Ach, so hat sie das dargestellt?" Elyxirs Gesicht wurde eisig. "Woher will sie das überhaupt wissen?"
"Pandora kann Computer", gab Steffen kurz angebunden zurück. "Und über dein Handy war's nicht schwer, das rauszukriegen."
Sandy sah entschuldigend zu ihr. "Du hättest ihr keinen Zugang geben müssen. Ich hab drauf bestanden, dass sie dir eine Wahl lässt, ob-"
Aber Elyxir winkte ab. "Ist schon okay. Ich hab damit gerechnet, dass sie mir hinterherschnüffeln würde. Nur nicht damit, dass sie die Sache mit Teaser so einseitig darstellen würde."
"Du weißt also, worum es geht", sagte Steffen. "Gut. Das macht es einfacher. Du wirst bei niemandem von uns irgendwas versuchen, was der- oder diejenige nicht ausdrücklich will."
"Aha?" Elyxir sah ihn abschätzig an. "Und ihr versprecht mir das gleiche?"
Steffen blinzelte. "Du meinst-"
Mit einem entschlossenen Schritt trat Elyxir auf ihn zu, so nahe, dass Steffen reflexartig etwas zurückwich. "Ich meine, ich habe Teaser genau das gegeben, was er verdient hat. Er hat behauptet, bei so schönen üppigen Formen wie meinen könnte er gar nicht anders, als mich ranzunehmen. Jetzt hat er selbst die schönen, üppigen Formen, die er so gerne hat."
"Okay, das wusste ich tatsächlich nicht", sagte Steffen. "Wenn er dich gezwungen hat-"
"Gezwungen zwar nicht", meinte Elyxir, "aber er war so-was-von-ner-vig! Hat mir täglich in den Ohren gelegen, wie gerne er mich mal richtig rannehmen würde - irgendwann konnte ich es einfach nicht mehr hören, und ich hab ihn reingelassen. War leider gar nichts besonderes. Und als er dann am nächsten Tag gleich wieder angefangen hat, obwohl er wusste, dass es mir mit ihm keinen Spaß macht, da hat er halt eine kleine Lektion von mir bekommen."
Sie erzählte das alles mit einer großen Selbstverständlichkeit und offensichtlich völlig ohne jedes Schuldbewusstsein, und als sie fertig war, lag ein betretenes Schweigen im Raum. Erst nach ein paar Sekunden meldete sich Sandy zu Wort: "Aber du hast schon verstanden, dass du das bei uns nicht machen sollst, oder?"
Elyxir sah sie mit einem mitleidigen Lächeln an. "Ich bin nicht doof, Sandy. Ich bin bloß ein bisschen angefressen, dass ich zum Ficken extra hierher komme, und dann wirft man mir irgendwelche Sachen an den Kopf."
"Wenn ich mal dazu was sagen darf", meldete sich Tom zu Wort, "ich bin derjenige, wegen dem du heute vor allem hier bist. Der, den Ishtar ausgesaugt hat. Du sagst, du kannst mich wieder hinkriegen?"
"Natürlich", nickte Elyxir. "Wenn Ishtar was macht, kann ich es rückgängig machen. Und so schlimm hat sie dich gar nicht rangenommen, wenn du noch alleine stehen kannst. Da hab ich schon ganz andere Dinge gesehen."
Tom nickte. "Dann möchte ich, dass du es versuchst. Einfach nur meinen alten Körper wieder herstellen. Keine anderen Veränderungen. Geht das?"
Elyxir blickte zu ihm. "Wenn deine Freunde nichts dagegen haben?"
"Du hast sie gehört, Atlas", sagte Steffen. "Ich bin mir nicht sicher, ob das-"
"Ich riskiere es", gab Tom zurück. "So wie jetzt bin ich keine große Hilfe für uns. Wenn sie mich heilen kann, soll sie es machen."
Auf Elyxirs Gesicht zeichnete sich ein Lächeln ab. "Wie gesagt, das kann ich. Ist nicht sonderlich schwer. Ich brauch dafür nur eins."
Tom hob eine Augenbraue. "Und das wäre?"
"Eine wirklich große Ladung Sperma in der Möse", antwortete Elyxir, und ihr Lächeln wurde sehr, sehr breit.
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