Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 29 by Reyhani Reyhani

What's next?

Noch ’ne Wette

„Also wegen diesen alten Fotos bist du mein Fan geworden?“, fragte Bärbel etwas ungläubig.

„So fing es ganz langsam an, bis es mich nicht mehr losgelassen hat“, antwortete Anna fast entschuldigend.

Sie erklärte, dass nach dem Fest erst einmal Sommerferien waren, dann das neue Ausbildungsjahr anfing und überhaupt immer viel zu tun war. Aber einmal, als sie Bärbel zufällig auf der Straße gesehen hatte, holte sie wieder die Fotos hervor und die Faszination war zurück.

„Ich habe mir vorgestellt, an deiner Stelle zu sein und habe mich bei dem Gedanken selbst befriedigt ... es wurde immer heftiger! Schlimm?“, fragte Anna unschuldig. Aber Bärbel schüttelte nur kommentarlos den Kopf.

Anna erzählte, dass sie Hans erst Anfang Oktober wiedertraf, als es noch einmal sehr warm gewordene war. Es war der pure Zufall. Sie kam vom Sport, der Rentner werkelte in seinem Vorgarten. Ein Gespräch am Gartenzaun entspann sich und sie verstanden sich gleich wieder prächtig. Er lud sie für eine Pause zu einem Radler auf seine Terrasse ein.

„Wir saßen total relaxt in der Sonne, redeten über dies und das – genau wie wir jetzt. Da hab ich mich getraut, nach dir zu fragen. Hans hat gelacht und mich lauernd angeguckt. Dann hat er gesagt, dass du – entschuldige bitte den Ausdruck aber das bist du ja bestimmt genauso gewohnt wie ich – seine Fickpuppe bist. Dass ihr da so ein Arrangement habt, dass er dich jederzeit anrufen kann, wenn er es mal braucht. Jederzeit.

Natürlich bin ich überzeugt gewesen, dass er mich nur provozieren wollte. Ich habe ihm kein Wort geglaubt und habe das auch deutlich gezeigt. Da hat er eine neue Wette vorgeschlagen, selber Einsatz wie beim Sommerfest. Wenn er mir innerhalb der nächsten Stunde beweisen kann, dass er Recht hat, wollte er noch so ein sexy Selfie von mir. Wenn nicht, gäbe es den obligatorischen Schein.“

„Du bist doch nicht drauf eingegangen?!“, fragte Bärbel. Es hörte sich für mich nicht nach einer echten Frage an. Eher nach einer, auf die sie die Antwort schon kannte ... auf die wir die Antwort schon kannten. Denn ich fieberte natürlich die ganze Zeit mit.

Einen Beweis, dass es da wirklich ein Arrangement zwischen Bärbel und Hans gab, brauchte ich eigentlich nicht mehr. Ich hatte es ja bereits miterlebt. Und zu sehen gab es auf meinem Bildschirm auch nichts weiter als zwei Frauen, die auf einer Terrasse saßen und sich unterhielten. Trotzdem war mein Schwanz noch einmal härter geworden und ich wichste mich bis kurz vor den Punkt, an dem ich abspritzen musste. Der Gedanken, dass Bärbel sich von meinem Nachbarn nach Lust und Laune benutzen ließ und Anna sie auch noch dafür bewunderte, machte mich so geil.

Aber zurück zur Aufnahme. Anna bestätigte, dass Bärbel sie richtig eingeschätzt hatte. „Klar hab ich mitgemacht. Ich hatte ja noch so gute Erinnerungen an die Wette beim Sommerfest. Endlich mal wieder was los. Hans hat gelacht, nur kurz was in sein Handy getippt und dann haben wir unser Gespräch fortgesetzt. Ganz normal, so als sei nichts gewesen. Innerlich habe ich natürlich auf heißen Kohlen gesessen aber ich habe cool gespielt und so getan, als ob mich das alles nur am Rande interessiert.“

Bärbel nickte nur und beugte sich auf Gartenbank vor, um Annas Geschichte weiter zu verfolgen.

„Irgendwann hat es geklingelt. Die schrille Haustürklingel war durch das Wohnzimmer bis auf die Terrasse zu hören. Hans’ Grinsen war wirklich unverschämt. Es steht mir bis heute ganz deutlich vor Augen. Er verabschiedete sich knapp und sagte noch, er erwarte seinen Gewinn sobald wie möglich. Dann ließ er mich einfach sitzen und verschwand im Haus. Ich war überrumpelt. Was sollte ich denn jetzt machen?“

Bärbel seufzte und lehnte sich auf der Bank im zurück. „Du brauchst eigentlich gar nicht weitererzählen. Ich kann mir vorstellen, was passiert ist. Ich war ja selbst eine der Beteiligten, auch wenn ich mich natürlich nicht so genau an die spezielle Situation erinnere.

Ich nehme an, du hast alles gehört, denn natürlich hat Hans die Terrassentür offen gelassen. Und dann konntest du nicht anders, als kurz durch die Tür zu spähen. Natürlich nur, um zu überprüfen, ob Hans wirklich die Wahrheit gesagt hat. Aber ich denke, ich muss mich für nichts entschuldigen. Du bist ja alt genug und hättest auch einfach aufstehen und gehen können.“

„Natürlich, du hast absolut Recht. Du brauchst dich für nichts zu rechtfertigen“, beteuerte Anna. „Es geht mich ja eigentlich nichts an, was zwischen dir und Hans ist. Ich hätte die Sache gar nicht ansprechen sollen oder noch besser, ich hätte nicht so blauäugig in die Falle stolpern sollen, die Hans mir da gestellt hat. Das war total blöd und naiv von mir.“

„Ach, Anna, lass mal.“

Bärbel hatte einen Arm ausgestreckt und ihre Hand auf Annas Knie gelegt, um es sanft zu tätscheln. Ich war regelrecht gerührt mitanzusehen, wie die beiden Schlampen sich gegenseitig versicherten, dass sie sich nichts vorzuwerfen hatten. Diese Großzügigkeit und die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, hatte ich immer schon an Bärbel bewundert. In solchen Momenten wurde mir mal wieder bewusst, was für eine tolle Frau ich geheiratet hatte.

Auch Anna musste Schniefen, tat dabei aber so, als ob sie eine unsichtbare Polle verscheuchte, die vor ihrer Nase schwebte. Dann setzte sie leise aber bestimmt zu ihrer Beichte an.

What's next?

Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)