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Chapter 4 by ann03 ann03

Wie verläuft das erste Treffen?

Nettes Blinddate

Am Freitagabend bin ich wie geplant um Halb neun im abgemachten Café und ergattere auch einen Platz an einem Zweiertisch nahe des Eingangs.
Gespannt schaue zum Eingang wer hereinkommt, und Puls geht jeweils höher wenn mich ein Mann fragend anschaut. Ja das ist richtiges Blinddate.

Inzwischen ist es Viertel vor Neun und Luc sollte schon hier sein, mit jeder Warteminute steigt Unbehagen mehr an. Als auch um 21 Uhr immer noch nichts von ihm spüre, beginne ich echt Sorgen zu machen ob er überhaupt kommt.

Dann spüre ich kräftigen Handdruck auf meiner Schulter und kehre mich um, 'Oh ein Neger' sagt ganz überrascht meine innere Stimme, mit einem schwarzen Mann habe ich bei diesem Namen nicht gerechnet. "Sie sind Moni?" sagt eine Stimme in gebrochenen Deutsch fragend. "Ja das bin ich, so muss Du Luc sein" sage ich freundlich. "Ja Madame" ist seine bescheidene Antwort. Ich bitte ihn Platz zunehmen und freue mich dass es doch noch geklappt hat und denke 'Das wird sicher ein interessanter Abend, ich liebe fremde Kulturen".

Er entschuldigt sich, dass er so verspätet komme, sein Bus sei wieder mal im Stau stecken geblieben. Er sagt, dass wegen Arbeit nicht früher kommen konnte.
Ich erfahre von ihm, dass er erst seit einem halben Jahr für ein einjähriges Praktikum als Teil seiner medizinischen Ausbildung in Europa sei.
Im Spital habe er von der Auktion gehört. Per Zufall habe er auch eine Liste der Angebote gesehen. Bei meinem sei er hängen geblieben und hätte eine Kollegin gefragt was das genau sei. Sie hätte gemeint, das wäre etwas für mich, um die Stadt am Abend mit Orten wo sich Junge treffen kennen zu lernen"

Es ist ein sehr nettes erstes Gespräche, trotz gewissen Sprachbarrieren können wir uns sehr gut austauschen. Sein Sie und Madam finde ich lustigerweise reizvoll, normalerweise gibt es in meiner Freizeit nur ein Du. In der Zwischenzeit sind wir beim Thema Ausgang angekommen, versuche auszuloten was er kennt und auch interessiert. Ich merke bald dass er kaum etwas kennt und so auch keine Ausgangsideen nennen kann. Meine Begleitung habe er genau deswegen gewählt um einiges kennenzulernen.

Vorerst beschliessen wir in dem Café zu bleiben um zuzuschauen wie sich hier bekannte und unbekannte Leute treffen. Es ist ein beliebter Platz wo sich Leute verabreden, wie ja auch wir. So bewusst mit einem Ausgangspartner einfach nur zuzuschauen was die Leute so machen, habe ich noch nie so intensiv gemacht, und ist überraschend gar äussert spannend. Wir tauschen uns gar aus was wir sehen und dabei denken, führen so ein ganz unterhaltsames Gespräch.
Es fallen Bemerkungen wie "Oh dieser junge Mann macht einen schüchtern Eindruck", "diese Frau ist schlampig gekleidet", "was für geile Frisur", "So ein sexy Körper", "machen einen sehr verliebten Eindruck", "dieses Paar macht nicht gerade verliebten Eindruck", "oh dieser alte Sack macht gerade jene junge Frau an", ...

In bereits einer Stunde fährt mein letzter Bus, mit dem ich unbedingt nach Hause will, da ich am Samstag arbeiten muss. Da auch Luc bald nach Hause gehen möchte, bleibt uns nicht mehr viel Zeit. Nach dem langen Aufenthalt in unserem Trefflokal besuche ich mit ihm wenigstens noch ganz kurz eine nahe Bar, ist er doch interessiert ein paar Orte in Stadt kennenzulernen.
Bevor wir uns trennen und herzlich verabschieden, vereinbaren wir uns am Samstag in einer Woche wieder zu treffen, ich werde noch Vorschlag für Treffpunkt machen.

Was machen wir am nächsten Wochenende?

Comments

      More fun
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