Chapter 9
by
RicVanDann
Hat er etwas dagegen?
Nein!
„Oh Gott, nein. Im Gegenteil! Meine beste Freundin im Heim war lesbisch. Ich finde es schön, wenn man jemanden liebt – das Geschlecht spielt dabei doch keine Rolle,“ sagte Leon ehrlich.
„Schöne Worte. Und du bist?“ fragte Vanessa neugierig.
„Ähm… ich stehe auf Frauen,“ antwortete Leon schüchtern. Tatsächlich hatte er damit bisher nur wenig Glück.
„Interessant. Naja, wir werden sehen,“ meinte sie mit einem vielsagenden Grinsen, das Leon verwirrte.
Keine zehn Minuten später hielt das Auto vor einem riesigen Gebäude. Leon war von der Erscheinung überwältigt – das Internat wirkte wie ein englisches Schloss in der Abendsonne. Über dem Dach standen grimmige Figuren, die herabblickten, und ihm fiel jetzt auch auf, dass die Fenster vergittert waren. Der Bereich vor dem Gebäude bis zum Zaun war recht schlicht – eine Wiese ohne Bäume oder Blumen.
Vanessa öffnete die Tür, stieg aus, und Leon folgte ihr die große Treppe hinauf. Sie tippte einen Code in das Türschloss.
„Nach dir,“ sagte sie.
Leon nickte dankend und trat in das Gebäude. Der Eingangsbereich war beeindruckend und erstreckte sich über zwei Stockwerke. Über ihnen befand sich eine Galerie, von der man den Eingang überblicken konnte. Ein großer Kronleuchter, der früher wohl echte Kerzen trug, war jetzt mit warmen LEDs ausgestattet. Eine Treppe gegenüber führte in einem T zur zweiten Etage, darunter befanden sich zwei Türen. Links vom Eingang lag eine große Doppeltür, rechts zwei kleinere Türen mit Wappen, die er nicht kannte.
„Du musst Leon sein?“ erklang plötzlich eine Stimme. Er bemerkte eine Frau, die am Fuß der Treppe stand. Vermutlich war das Barbara – ihre Erscheinung wirkte beeindruckend und dominant. Sie hatte einen trainierten Körper und trug ein bauchfreies Tanktop, das ihre Oberweite betonte, sowie körperbetonte Sportleggings. Obwohl er wusste, dass es die Frau seiner Mutter war, spürte Leon eine seltsame Anziehung.
„Ja, es freut mich sehr, dich kennenzulernen,“ sagte er und streckte ihr die Hand entgegen. Sie sah ihn jedoch nur verwundert an.
„Ich weiß nicht, wann ich dir das Du angeboten habe. Ich bin Miss Barbara, die Leiterin dieses Internats. Zusammen mit meiner Frau, deiner Mutter.“
„Oh, Entschuldigung, ich wollte nicht unhöflich sein. Ich dachte nur…“
„Das Denken überlässt du ab sofort uns. Hast du das verstanden?“ Ihre Stimme klang streng. „Vanessa, bring ihn in sein Zimmer, er wird bestimmt müde sein. Falls du noch Fragen hast, stell sie jetzt.“
Barbara strahlte eine Dominanz aus, die Leon einerseits Angst machte, ihn andererseits aber auch seltsam faszinierte.
Hat Leon Fragen?
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Die Mädchenschule für Jungen
In dieser Schule werden Jungen zu Mädchen ausgebildet.
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