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Chapter 7
by
Meister U
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Nachwehen
Die Glut im Kamin war zu einem tiefroten Pulsieren zusammengesunken, das die Schatten ihrer Körper auf dem Teppich in einem langsamen, atmenden Rhythmus tanzen ließ. Lena fühlte sich nicht mehr wie ein Mensch, sondern wie eine offene Wunde, die nicht schmerzte, sondern pulsierte. Ein vibrierender süßer Resonanzkörper der Lust. Ein fremder, berauschender Saft schien ihre Adern zu füllen, ließ ihre Nervenenden wie blank liegende Kabel unter der Haut zucken.
Sie lag auf dem Perserteppich, der jetzt feucht und kühl unter ihrem schweißnassen Rücken war. An Toms Brust gelehnt, spürte sie den gleichmäßigen Schlag seines Herzens gegen ihre Wirbelsäule. Eingehüllt in eine Decke, eingehüllt in die trügerische Wärme seiner Arme, war ihr Körper damit beschäftigt, die Spuren seiner Invasion zu verarbeiten. Eine tiefe, wunde Empfindlichkeit zwischen ihren Beinen erinnerte sie mit jedem kleinen Zucken an die Intensität, mit der er sie ausgefüllt hatte. Sie spürte noch den Geisterabdruck seiner Hände auf ihren Brüsten, das leise, anhaltende Pochen an den Stellen, wo er sie am festesten gehalten, wo er sich am tiefsten in sie hineingepresst hatte.
Seine Finger glitten langsam, fast gedankenverloren, über ihre Schulter und fanden zu ihrem Nacken, wo ihr Puls unter seiner Berührung immer noch unruhig und schnell flatterte wie der eines gefangenen Vogels.
„Es ist alles genau so passiert, wie du es geschrieben hast“, flüsterte sie. „Jede Einzelheit.“ Sie drehte den Kopf, suchte im Dämmerlicht sein Profil. „Wie ist das möglich?“
Er schob ihr eine Haarsträhne zurück. Die Geste wirkte zärtlich, doch irgendwie kalkuliert – fast wie eine Wiederholung. „Weil ich die Wahrheit schreibe. Ich kenne die Geschichte, bevor sie geschieht.“
Ein Schauer kroch ihr über den Rücken. „Unsinn“, murmelte sie, doch der Protest war schwach, ausgehöhlt von Erschöpfung. Und dennoch… Sie wollte glauben. Wollte, dass es wahr war. „Du kannst die Zukunft nicht vorhersagen.“
„Ist es das? Oder schreibe ich nur die einzige Geschichte, die geschehen kann?“ Seine Hand glitt tiefer, über ihrem Bauch, zwischen ihre Schenkel, prüfend, als wolle er die Nachbeben in ihr fühlen. „Deine Lust. Sie war schon immer da. Ich habe sie nur ausgegraben.“
„Du hast mich befreit“, hauchte sie, halb im Schlaf, halb im Rausch.
Seine Hand wanderte wieder nach oben und blieb auf ihrer Brust liegen – schwer, unnachgiebig. In diesem Moment wollte Lena nur noch ihm gehören.
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Updated on Dec 2, 2025
by Papas_Liebling
Created on Aug 30, 2025
by Papas_Liebling
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