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Chapter 19
by
Papas_Liebling
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Murphys Gesetz
Ich höre Stimmen, die sich draußen auf dem Flur unterhalten. Thomas und...
Oh, Gott! Sina ist hier.
Neuer Schweiß bricht mir aus. Als ob ich nicht schon verschwitzt genug wäre. Ich stoße Dirk von mir weg. Er lacht dunkel und kehlig.
"Still", zische ich, "meine Tochter ist draußen. Sie darf nichts hiervon mitkriegen."
In seinen Augen blitzt das Vergnügen. Er zeigt seine Zähne – ich bin nicht sicher, ob es ein Lächeln sein soll oder er sie wie ein Raubtier fletscht. Zumindest ist er ruhig.
Ich brauche dringend etwas zum Überziehen. Den ganzen Tag lief ich oben ohne herum. Die Shorts zeigen im Schritt einen riesigen dunklen Fleck. Das könnte ich meiner Tochter nie erklären.
In Sinas Schrank hängt ein Kimono, den sie vor Jahren unbedingt haben wollte. Dann trug sie ihn noch ein, zwei Mal zum Fasching, seither fängt er Staub. Ich husche hin, werfe ihn um, verknote den Gürtel vor dem Bauch. Verflixt, die Größe ist für einen Teenager passend, nicht für eine erwachsene Frau mit durchschnittlicher Oberweite. So sehr ich auch daran herumzupfe, ich kann ihn vorne nicht richtig schließen. Ich zeige Ausschnitt bis hinab zum Bauchnabel. Der Saum endet oberhalb meiner Knie.
Dirk hat seine Boxershorts hochgezogen. Will er so hinausgehen? Ich fauche ihn an.
"Zieh dir was Anständiges an! Was soll sie von dir denken?"
Den Zusatz "Was wird sie bloß von mir denken?" behalte ich für mich. Sie darf keinesfalls sehen, dass wir beide aus ihrem Zimmer kommen. Schon gar nicht gleichzeitig. Schon gar nicht, so wie ich angezogen – oder besser: nicht angezogen – bin.
Mit angehaltenem Atem schleiche ich zur Tür, spähe hinaus. Die Luft ist rein. Thomas und Sina reden hinter der Ecke. Das Blut rauscht laut in meinen Ohren, sodass ich nicht verstehe, was sie sagen. Das ist auch nicht notwendig, mir genügt, dass sie zu beschäftigt sind, um mich zu bemerken. Ich brauche nur ein paar Sekunden, es sind höchstens fünf Schritte bis zum Elternschlafzimmer. Ich kann mir frische Kleider holen und im Bad verschwinden. Irgendeine Ausrede, warum ich dringend duschen muss, wird mir schon einfallen. Ich spurte los.
"Mama?"
Scheiße.
Das Wort trifft mich mit solcher Wucht in den Rücken, dass ich stolpere.
Ich setze ein falsches Lächeln auf und drehe mich um.
Sina zwinkert schnell hintereinander, als traue sie ihren Augen nicht.
**** raffe ich den Seidenstoff über meinem Busen, was die Situation nicht wesentlich verbessert.
"Oh. Hallo, Sina. Du bist schon da?" Was rede ich da für einen Stuss? Ich muss hier weg. "Ich... ähm... ich habe... äh... muss dringend duschen. Wir können nachher reden."
Sie schüttelt kaum merklich den Kopf, ungläubig. Fast kann ich sehen, wie die Gedanken hinter ihrer Stirn rasen.
Es ist ausgerechnet Dirk, der mich rettet. Er tritt aus dem Zimmer. Rotes Poloshirt, weiße Jeans, Sneakers. Strahlend. Eine Hand in der Hosentasche. Die Lässigkeit in Person.
"Hi! Du musst Sina sein. Deine Eltern haben mir schon viel von dir erzählt. Freut mich, dich endlich kennenzulernen."
Sie starrt ihn an wie einen Dschinn, der plötzlich aus dem Nichts erschienen ist. Entsetzt sehe ich, dass es nicht nur Überraschung ist, die sich in ihrer Miene spiegelt. Auch Neugier und Bewunderung machen sich breit.
Mist, sie hätten nie aufeinander treffen sollen. Das alles ist meine Schuld. Warum habe ich mich nur auf den Dreckskerl eingelassen? Spätestens heute früh hätte ich ihn aus der Wohnung werfen müssen. Ich muss das beenden. Ein für alle Mal. Egal wie peinlich es für mich wird und wie viele Erklärungen und Entschuldigungen ich Sina geben muss, als Mutter muss ich mich zwischen sie werfen, um meine Tochter zu retten.
Thomas kommt mir zuvor. Er fasst beide am Arm und zieht sie in Richtung Wohnzimmer.
"Kommt, wir setzen uns gemütlich hin und **** was. Dann hat Jessica Zeit, sich frisch zu machen."
Ich bleibe sprachlos zurück. Murphys Gesetz hat wieder einmal zugeschlagen. Ich sitze so tief in der Patsche.
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Sein bester Freund
Es ist ja nur für ein paar Nächte
Mein Mann bringt seinen besten Freund zu uns nach Hause. Natürlich soll er bei uns übernachten, obwohl ich das nicht möchte.
Updated on Jan 20, 2026
by Papas_Liebling
Created on Nov 9, 2025
by Papas_Liebling
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