Chapter 25
by
ann03
Werde ich bald befreit
Mein grosses Leiden hat ein Ende
Nach einiger Zeit nähert sich Schwester Maya und inspiziert mich mit ihren Augen. Was hat sie wohl als Nächstes vor? Oh, ich will nur möglichst schnell frei kommen, sonst drehe ich durch. Mein Vertrauen in Maya und Peter ist völlig weg. Ich sehe in beiden nur noch Tyrannen.
Dann passiert etwas Unerwartetes: Maya flüstert mir ins Ohr: „Du wirst jetzt sofort freikommen.“ Erst jetzt realisiere ich, dass meine äußerste Grenze erreicht wurde, ich im Moment aber nicht in der Lage war, alles selbst mit dem Safe-Wort zu stoppen. Mit der Erkenntnis, dass Maya mein Leiden erkannt hat, beginne ich, ihr wieder zu vertrauen.
Peter und Maya befreien mich schnell von den Fesselungen. Es gibt viel zu lösen und es dauert über fünf Minuten, bis ich heruntersteigen kann.
Ich setze mich auf einen Stuhl und suche Tobi unter den vielen Zuschauern, kann ihn aber nicht sehen.
Peter verschließt den Raum, sodass er von außen nicht mehr einsehbar ist. Währenddessen bringt mir Maya meine Wäsche und Kleider zum Anziehen. Die sexy Wäsche macht mir gar keine Freude, aber ich habe nichts anderes. Ich staune, dass ich mit solcher überhaupt aus dem Haus ging.
Anschließend führen wir ein längeres Nachgespräch. Ja, ich habe sehr gelitten und manche bisherige Grenze wurde überschritten. Aber ich muss zugeben, dass ich es auch reizvoll fand, völlig neue Dinge auszuprobieren. Maya und Peter sagen nur wenig, aber es tut mir gut, dass sie mir wohlwollend zuhören und ich meine Gefühle äußern kann.
„Nun, wenn ich gewusst hätte, was auf mich zukommt, hätte ich Nein gesagt“, sage ich zum Schluss.
Maya fragt: „Wenn dich in Zukunft jemand bittet, Patientin zu sein, was würdest du sagen?“ „Sicher nein.“
„Und wenn Tobi dich bittet?“ Ich zögere, spüre, dass mein „Nein” auf wackligen Beinen steht, und sage nur: „Vielleicht.”
Nun stößt Tobi, wieder normal gekleidet, zu uns. Mit ihm kann ich nicht so frei sprechen. Ich weiß gar nicht, was er jetzt über mich denkt, auch wenn er sagt, dass er nicht enttäuscht war, mich in diesem Club zu treffen. Ich werfe ihm vor, mich zu dieser Rolle genötigt zu haben. Er schweigt. Maya meint, Tobi hätte das nur gemacht, weil er gesehen habe, dass ich gar nicht so abgeneigt war, wie ich nach außen tat. Auf die Frage, ob er sich freiwillig zur Latexschwester machen ließ, sagt er: „Nein, ich wurde von Peter dazu genötigt, aber wie bei dir gab es einen Reiz, in diese Rolle zu schlüpfen.“
Später nehmen wir noch gemeinsam einen Drink in der Bar und verabschieden uns voneinander. Ein Taxi bringt Tobi und mich spät am Morgen nach Hause. Ich vereinbare mit Maya, dass ich am nächsten Abend all meine Sachen abhole und die ausgeliehenen Kleider zurückbringe. „Die Kleider schenke ich dir“, sagt Maya. Ich denke, zu diesem sexy Outfit nein zu sagen, aber Tobi kommt mir zuvor: „Danke, Maya. Dieses reizvolle Geschenk macht auch mir Freude.“ Ich freue mich, wie Tobi mir zulächelt, und spüre, dass er mich weiterhin schätzt.
Ja, das ist sie, die kleine Geschichte meines kleinen Einsatzes zugunsten von Sues Hilfswerk mit einem für mich bisher völlig unvorstellbaren Ende.
Ich denke noch einige Tage über das Erlebte nach. Ich frage mich sogar, ob es ein unerlaubter Übergriff war und ob ich Sue informieren soll. Nein, ich bin freiwillig mitgegangen. Ich wusste, dass es ein spezieller Club ist. Ich hätte alles stoppen können. Ich denke, ich habe ziemlich naiv und dumm gehandelt.
Aber ich bereue es nicht, denn nur so konnte ich eine so extreme Gefühlswelt erfahren wie nie zuvor in meinem Leben. Meine Leiden haben sich auch für das Hilfswerk gelohnt: Maya und Peter spenden zu meiner Freude zusätzlich 2.000 Euro. Auf Sues Frage, was ich extra gemacht habe, sage ich nur die halbe Wahrheit. Ich hätte einfach bis in die Nacht gearbeitet.
Ändert das Abenteuer Petra's Leben?
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Charity Auktion
Einsatz für Notleidende
Meine Freundin Sue sammelt Geld für Kinder in Not und organisiert zu diesem Zweck eine grosse Versteigerung im grossen Stadtsaal. In den Medien ruft sie die Bevölkerung für diesen Anlass Gegenstände, Gutscheine für Aktivitäten als auch persönliche Arbeitsleistungen und Dienste zu schenken, die dann an Versteigerung an den meistbieten gehen. Natürlich bettelt Sue auch bei all ihren Freunden, dass sie etwas für die Aktion geben. Sie betont dass es muss nichts materielles sein, etwas Zeit für ein Dienstleistungsangebot zur Verfügung stellen reiche auch. Dass es bei Arbeit für Fremde auch Übergriffe geben könnte sagt Sue aber nicht...
Updated on Jun 21, 2026
by ann03
Created on Apr 21, 2024
by ann03
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