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Maximilian

Chapter 181 by Jan1974 Jan1974

Tina hörte das Klingeln ihres Handys und stand auf. „Ich bin gleich wieder da“, sagte sie zu Mia und verschwand nackt zurück ins Haus. Nach einigen Minuten kam sie mit einem etwas unsicheren Gesichtsausdruck wieder auf die sonnige Dachterrasse zurück. Die warme Brise spielte mit ihren Haaren, während sie sich wieder neben Mia auf die breite Lounge setzte.
Mia musterte sie sofort aufmerksam und fragte mit sanfter Stimme: „Alles okay? Du siehst ein bisschen nachdenklich aus.“
Tina nickte und lächelte leicht. „Ja, alles gut. Das war mein Bruder. Er ist mal wieder in der Stadt und da wir uns schon lange nicht mehr gesehen haben, habe ich ihm gesagt, dass er vorbeikommen kann.“
Mia zog die Augenbrauen hoch und grinste entspannt. „Das ist doch kein Problem. Soll ich mir schnell was anziehen?“
„Nein, brauchst du nicht“, antwortete Tina sofort und schüttelte den Kopf. Ihre nackten Brüste wippten leicht bei der Bewegung. „Mein Bruder war da immer schon offener als ich – nahezu hemmungslos. Ich denke schon, dass ihr euch verstehen würdet. Er weiß auch, dass ich offener geworden bin. Ich habe ihm schon von einigen Abenteuern erzählt, die ich hatte, und er freut sich riesig, dass ich das endlich auslebe. Auch wenn er von gestern noch nichts weiß.“
Mia hörte interessiert zu, nippte an ihrem Kaffee und nickte verständnisvoll. „Das klingt doch gut. Dann ist es auch kein Problem für mich.“
Tina zögerte kurz, bevor sie fortfuhr. „Es ist auch nicht wirklich ein Problem… aber du solltest wissen, dass er speziell ist.“
Mia hatte einen fragenden, neugierigen Gesichtsausdruck. „Das soll heißen?“
Tina atmete einmal tief durch und erklärte es offen: „Nun, er ist schwul. Ich weiß, dass das kein Problem ist. Aber er sagt immer, dass er zum Teil eine Frau ist oder sich zumindest so fühlt. Also nur damit du gleich nicht überrascht bist – er hat sich üppige Titten machen lassen und wirkt auch mit Make-up sehr weiblich. Nur dass er halt noch einen Schwanz hat, den er auch behalten will.“
Mia hörte aufmerksam zu, ohne eine Spur von Verwunderung oder Ablehnung im Gesicht. Stattdessen breitete sich ein interessiertes, fast erregtes Lächeln auf ihren Lippen aus. „Das klingt doch nach einem richtig spannenden Typen. Ich freue mich, ihn kennenzulernen. Wie heißt er eigentlich?“
„Er heißt eigentlich Maximilian, aber er mag es, wenn man ihn eher mit Maxi anspricht“, antwortete Tina und lächelte erleichtert. „Ich liebe ihn sehr. Und es ist schön, dass er mich so versteht wie du. Wie schon gesagt – er ist in allem, was Sex und Ausleben angeht, ziemlich hemmungslos. Nur halt ein ungewohnter Anblick für Leute, die ihn nicht kennen.“
Mia lachte leise und warm. „Ich stehe auf ungewohnte Anblicke. Das macht das Leben doch erst interessant. Und wenn er so offen ist wie du sagst, dann passen wir bestimmt super zusammen.“
Tina nickte und griff nach ihrem Handy. „Warte, ich habe noch ein Foto von ihm, als wir vor ein paar Monaten zusammen an der Mosel spazieren waren.“ Sie wischte über das Display, suchte kurz und hielt Mia dann das Handy hin.
Auf dem Foto war ein schlanker, femininer Mann zu sehen.

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Mia betrachtete das Bild eine Weile aufmerksam und pfiff leise anerkennend. „Wow. Und so läuft er in der Öffentlichkeit rum?“
„Ja“, antwortete Tina stolz. „Er hat keine Angst davor, so gesehen zu werden. Er fühlt sich einfach am wohlsten damit.“
Mia gab ihr das Handy zurück und grinste breit. „Also ich finde ihn jetzt schon sympathisch. Der sieht nicht nur heiß aus, der strahlt auch richtig Selbstbewusstsein aus. Ich bin echt gespannt, wie er so ist.“
Tina lächelte erleichtert und sichtlich glücklich über Mias positive Reaktion. Die beiden Frauen saßen noch einen Moment entspannt nebeneinander, genossen die Sonne auf ihrer nackten Haut und unterhielten sich leise weiter, bis plötzlich ein energisches Schellen an der Haustür ertönte.

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