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Chapter 12 by Levantin Levantin

What's next?

Loona

Ich grinste über mein ganzes Gesicht, als ich John's Zimmer verschwand. Mein kurzer Rock flog mir dabei um die Beine, ich ging nicht nur aus seim Zimmer, nein, ich flüchtete. Ich ließ die Tür hinter mir zufallen, schlüpfte in meine Sneaker, schnappte mir meine Handtasche und verließ die Wohnung.

Mein Herz pochte, und ich stürmte die vier Stockwerke hinunter. Unten angekommen atmete ich die spätsommerliche Nachmittagsluft tief ein. Ich schaute auf meine Smartwatch. 17:20, noch gute zwei Stunden, bevor ich zum Yoga musste. Genug Zeit für einen Spaziergang, um meine Gedanken zu ordnen.

Seitdem ich John vor 5 Tagen gefunden hatte, konnte ich an fast nichts anderes mehr denken, als an den Gesichtsausdruck von ihm, als ich sein Zimmer betreten hatte. Diese Mischung aus Schock, Verleugnung, Geilheit und unglaublicher Erniedrigung machte mich. Ich grinste schon wieder. Ich hatte schon früh herausgefunden, dass ich, genauso wie mein Vater, sadistisch veranlagt bin. Allerdings hoffentlich auf einem anderen Level als er. Patrik (mein Vater) hatte es meiner Mutter nie leicht gemacht; er hatte sie 10 Jahre lang gequält und fast zugrunde gerichtet, bevor sie den Mut gefasst hatte, ihn zu verlassen. Seitdem war unser Leben deutlich besser. Mir glitt mein Grinsen wieder aus dem Gesicht, als ich an diese Zeit dachte. Ich versuchte mich wieder auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. John, ach John.

Meine Füße trugen mich Richtung Park, meine übliche Joggingroute. Ich ließ sie gewähren und holte mein Smartphone aus der Hosentasche, setzte meine Kopfhörer auf und sah mir noch einmal das Video von John an. Er war so niedlich, wenn er so **** aussah. Jeglicher Kontrolle beraubt. Ich merkte, wie ich schon wieder feucht zwischen den Beinen wurde. Meine Nippel zeichneten sich nun deutlich durch meinen dünnen BH und das weiße Hemd ab. Ich verfluchte die Wahl meines Oberteils und setzte mich in den Schatten eines Baumes auf eine Parkbank. Die Sonne stand noch hoch am Himmel, und es war viel los im Park für einen Montagnachmittag. Vermutlich war das gute Wetter schuld. Ich ließ meinen Blick umherschweifen und blieb bei einem jungen Pärchen hängen, das nur wenige Meter von mir entfernt auf einer Decke im Gras lag und mit einem süßen Dackel spielte.

Ich musste mich zusammenreißen, wenn ich das mit John richtig anstellen wollte. Ich hatte in meinen 21 Lebensjahren schon viele Beziehungen und noch deutlich mehr Sexpartner gehabt. Jedoch konnte ich bei so gut wie keinem meine dominante Ader und bei niemandem meinen Sadismus auch nur annähernd ausleben. Dass ausgerechnet mein neuer „kleiner“ Bruder mit BDSM experimentierte und eine devote Ader hatte, konnte ich nach wie vor kaum glauben. Dass ich ihn erwischt hatte, war ein Geschenk des Himmels gewesen. Ich grinste erneut bei dem Gedanken an John und seinen panischen Gesichtsausdruck, als er gemerkt hatte, dass ich Fotos von ihm machte.

Die junge Frau auf der Decke runzelte die Stirn und warf mir einen bösen Blick zu. Oh, wie es aussah, hatte sie mein Grinsen missverstanden und dachte nun, ich würde etwas von ihrem Freund wollen. Ja, er schaute nun auch zu mir rüber. Entnervt stand ich auf und ging weiter durch den Park Richtung See.

Das Problem, das ich hatte, war eindeutig, dass ich zu schnell zu viel wollte. Ich durfte die Sache nicht überstürzen, und wenn es mit mir durchging, konnte ich mir nicht immer vertrauen. Einmal hatte ich meinem ersten Freund eine Narbe auf dem Hintern verpasst, weil ich dort eine meiner Zigaretten ausgedrückt hatte. Ich grinste erneut bei dem Gedanken, griff in meine Handtasche und holte meine Kippen heraus. Also langsam angehen lassen, Loona, und es nicht übertreiben. Auch wenn John damit gedroht hatte, meiner Mutter und seinem Vater (unsere Eltern fühlte sich einfach nach wie vor falsch an zu sagen) die Fotos zu zeigen, hatte ich das nie vorgehabt. Erst recht jetzt nicht, da ich ihn erpresst hatte. Ich biss mir auf die Unterlippe, steckte mir meine Kippe in den Mund, zündete sie an und inhalierte den Rauch. Meine Mutter würde sicher ausrasten, wenn sie davon erfahren würde. Das würde sie alles zu sehr an meinen Vater erinnern, und das wollte ich ihr auf keinen Fall antun. Schon bei dem Gedanken daran wurde mir flau im Magen. Wie John's Vater reagieren würde, konnte ich nicht abschätzen. Er schien ein Alpha-Tier zu sein, allerdings nett und sehr auf den Schutz derer bedacht, die er zu seinem Rudel zählte, anders als mein Miststück von einem Vater. Ich wollte, dass John sich wohl fühlt und mir vertraut. Ich mochte, dass ich zum Mittelpunkt seines Lebens werde, dass jeder Gedanke an Sex an mich gekoppelt ist und dass er lernt, für mich zu leiden und es zu genießen. Meine Nippel stachen mittlerweile förmlich durch mein Hemd. Wie es aussieht, brauchst du eine andere Form von Yoga heute, sagte ich mir. Ich holte erneut mein Handy aus der Tasche und schrieb Alex eine kurze Nachricht.

Hast du jetzt Zeit und Lust auf eine Runde?

Ich musste nicht lange auf eine Antwort warten.

Auf dich Lust habe ich immer. Soll ich vorbeikommen?

Seiner Nachricht folgte ein Bild von seinem großen schwarzen Schwanz. Ich schüttelte den Kopf. Männer waren manchmal unbelehrbar, egal wie oft ich ihm sagte, dass mich Bilder von seinem Schwanz nicht sonderlich antörnen, er versuchte es weiterhin. Zugegeben, er hatte ein enormes Teil in der Hose, mit dem er auch umzugehen wusste, was im Grunde alles zusammengefasst, weswegen ich überhaupt mit ihm Kontakt hatte. Naja, was soll's.

Nein, ich komme zu dir. Bin in ca. 20 Minuten da.

Schrieb ich zurück und passte meine Laufrichtung entsprechend an.

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