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Chapter 24 by daimon daimon

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Lauras Schuld: Konsequenzen

Der nächste Schultag wurde zum Spießrutenlauf für Lara. Anzügliche Bemerkungen, Gefeixe, sogar die ein oder andere Handgreiflichkeit vom männlichen Lager, abschätzige Blicke, Geflüster, Gekicher und ostentatives Wegschauen von ihren geschätzten KollegInnen.

War das ihr großer Auftritt?

Lara hatte sich den triumphalen Morgen danach anders vorgestellt. Sie fühlte sich einsam, verraten und hasste sich außerdem für das, was sie Klara angetan hatte.

Dazu kam, dass ihre Mutter am Vorabend Mädelsabend hatte und Max bei der Party eines seiner Freunde war. Walter hatte die Tür aufgerissen, noch bevor sie die Klinke berührt hatte. Er war wohl am Fenster gestanden und hatte sie sehnsüchtig erwartet. Sein schmutziges Grinsen hatte einen äußerst anstrengenden Abend für Lara eingeläutet.

Ihr Stiefvater musste seiner Potenz auf medikamentösem Wege nachgeholfen haben. Er war unersättlich und vertrieb den wohligen Nachklang ihres lustvollen Nachmittags.

‚Ich kann mir immer besser vorstellen, weshalb manche Frauen ganz auf Frauen umsteigen‘, dachte sie, während seine haarige Wampe immer wieder gegen ihren Hintern klatschte.

‚Wenigstens muss ich so seine ekelhafte Visage nicht sehen‘, ging ihr durch den Kopf, während sein Schwanz zum dritten Mal an diesem Abend tief in ihr abzuckte.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ihr Bruder nach Hause und Walter scheuchte sie eilig aus dem Ehebett.

„Verdammt! Kannst du nicht aufpassen? Sieh dir diese Sauerei an!“

Lara reagierte längst nicht mehr empört auf solche Gemeinheiten. Wortlos zog sie das mit seinem Samen besudelte Leintuch ab.

Ihr Bruder nahm sie zum Glück kaum zur Kenntnis, als sie ihm im Flur mit dem Leintuch unter dem Arm begegnete.

Als sie endlich nach ausgiebiger Dusche in ihrem Bett lag, war sie froh, dass er sie heute ausnahmsweise nicht dort, sondern im elterlichen Bett genommen hatte. Ansonsten hing sein Geruch noch in der Luft, selbst wenn sie das Bett frisch überzogen hatte.

Vor dem Einschlafen verschickte sie noch schnell die Tonaufnahme. Klara hatte sie bereits vergessen.

Ein heftiger Rempler holte sie zurück in die Realität dieses grauenvollen Schultages.

„Kannst du nicht aufpassen, du Schlampe!“

Lara wäre am liebsten im Boden versunken. Überall um sie Gezischel, Gekichere, Schimpfwörter.

In der großen Pause blieb Lara im Klassenzimmer, während ihre Kollegen nach draußen stürmten.

„Darf ich bei deinem nächsten Filmchen mitmachen? Oder lässt du jetzt nur noch Weiber an dich ran?“

Ihre Hoffnung, hier ungestört zu sein, hatte sich also nicht erfüllt.

Peter, den sie bei irgendeiner Schulfeier mal rangelassen hatte, nachdem **** nicht ausgereicht hatte, um ihren Schwiegervater zu vergessen, stand mit schmutzigem Grinsen vor ihr.

„Frau Schmidt, wenn sie mich bitte begleiten würden? Nehmen sie ihre Sachen besser mit, die werden sie heute nicht mehr brauchen.“

Peter trollte sich, aber Lara wusste nicht so recht, ob sie sich über diesen Retter freuen sollte. Ihr Klassenlehrer stand mit ernster Miene in der Tür.

Das Tribunal saß im Lehrerzimmer.

Die Direktorin begann zu sprechen, sobald der Klassenlehrer seine Schülerin durch die Tür geschoben hatte.

„Frau Schmidt, haben sie heute schon in den Schulchat geschaut?“

Lara schwieg. Schüttelte den Kopf.

„Schade, denn nun können sie das nicht mehr. Wir mussten ihn vom Netz nehmen, nach den Schweinereien, die sie und ihre … ihre Komplizen gestern Nacht gepostet haben.“

Die sonst so gefasste Frau rang sichtlich nach Worten. Ein Kollege, von dem die gesamte Schule wusste, dass er was mit seiner Chefin hatte, räusperte sich, aber sie brachte ihn mit einer Handbewegung zum Schweigen.

„Frau Schmidt, wenn sie uns sagen, wer außer ihnen noch an dieser … was auch immer es war … an dieser Aktion beteiligt war, dann werden wir Milde walten lassen. Schließlich sind auch sie ein Opfer, auch wenn ihnen das offenbar noch nicht bewusst ist.“

Lara schwieg.

„Sie weigern sich also, zur Aufklärung dieses unglaublichen Vorfalls beizutragen. Nun gut. Klara mussten wir heute entlassen. Das hätte ihr nicht passieren dürfen. Schließlich war sie die Lehrerin, und sie ihr anvertraut. Ihre Volljährigkeit ändert daran nichts. Dennoch reiht sich dieser Vorfall in eine Reihe ähnlicher Situationen ein, an denen sie beteiligt waren. Also: eine letzte Chance. Sagen sie uns, wer …“

„Ich werde nichts sagen!“

„Also gut, dann bleibt mir ****. Frau Lara Schmidt, das Lehrerkollegium hat einstimmig beschlossen, dass wir sie nicht mehr an unserer Schule haben wollen. Als letztes Entgegenkommen erhalten sie Gelegenheit, sich bis morgen früh freiwillig von unserer Schule abzumelden. Auf diesem Wege ersparen wir uns und ihnen viel Ärger. Sie tun sich dann wesentlich leichter, wenn sie sich an einer anderen Schule oder sonstwo bewerben wollen.

Lara hatte ****. Sie tat, wie ihr geheißen, und war keine Schülerin mehr.

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