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Chapter 6 by ThormGravis
Sind die drei Kerle wirklich weg? Wie geht es weiter?
Lara wird überrascht
Lara zog - immer noch mit den beiden Pistolen im Anschlag im Türrahmen stehend -eine Augenbraue hoch. Ruhig und besonnen, aber auch ein wenig zweifelnd drehte sie sich um die eigene Achse, um sowohl der Salon als auch die große Halle im Auge zu behalten, aber nirgends war auch nur kleinste Anzeichen auf den Verbleib der drei Männer zu entdecken. Ohne den gefesselten Winston und die Scherben am Boden, hätte sich Lara gefragt, ob sie vielleicht geschlafwandelt war oder halluzinierte. Aber angesichts dieser offensichtlichen Beweise konnte es keinen Zweifel daran geben, dass tatsächlich ein Einbruch stattgefunden hatte.
Langsam näherte sich die Archäologin ihrem gefesselten Butler, der mit dem Rücken zu ihr auf dem Boden lag. Offenbar war er ohnmächtig, denn er rührte sich nicht und reagierte auch nicht, als Lara ihn leicht anstupste und ihn leise mit seinem Namen ansprach. "Hey, Winston, alles in Ordnung?" Schließlich kniete sie sich neben ihn, versicherte sich nochmals mit einem schnellen Blick durch den Raum, dass sich weder der Dicke noch der Lange noch der Zwerg zu sehen waren. Dann legte sie eine Pistole neben sich ab und rüttelte an der Schulter ihres Butlers.
Wieder zeigte Winston keine Reaktion. Hatten die drei Kerle ihn irgendwie betäubt? "Hey, Winston, aufwachen", hauchte sie leise und rüttelte den Butler an der Schulter. Dabei drehte sie ihn herum, um in sein Gesicht zu sehen... und schrak zurück.
"Hey, Schätzchen." Es war nicht Winstons Stimme die Antwortete, sondern die des Kleinwüchsigen, der eben so getobt hatte. Und es war auch das Gesicht des Zwergen, das sie nun ansah. Winstons gefesselter Körper hatte noch vor einem Augenblick vor ihr gelegen, doch nun ruhte ihre Hand auf der Schulter des kleinen Mannes, der sie mit einer Mischung aus amüsierter Bosheit und gierigem Verlangen angrinste.
Lara fuhr hoch und machte instinktiv einen Schritt zurück, doch noch bevor sie etwas tun oder sagen konnte, prallte sie mit dem Rücken gegen ein massives Hindernis. Sofort war ihr klar, dass einer der beiden Handlanger des Kleinwüchsigen hinter ihr stand - woher er auch immer so schnell und so leise gekommen war, dass Lara ihn nicht bemerkt hatte. Sofort schlangen sich zwei kräftige Arme um ihren schlanken Körper und pressten Laras eigene Arme wie mit einem Schraubstock seitlich gegen ihren zierlichen Leib. "Hab dich", grunzte eine tiefe Stimme.
Die Archäologin zweifelte nicht daran, dass es der Dicke war, denn eine unfassbare Masse presste sich von hinten gegen sie und die Arme, die sie hielten, waren fett und aufgedunsen. Noch bevor sie etwas erwidern konnte, verstärkte sich der Griff des Fleischklops um ihre Rippen und drückte ihr die Luft aus den Lungen. Keuchend wand sich Lara in dem eisernen Griff und spürte wie ihre Finger durch den massiven Druck die Pistole losließen. Lara bemühte sich nachzugreifen, keuchte aber nur laut und schmerzhaft, als der Dicke noch fester zudrückte und dabei grunzend lachte.
Der Kleinwüchsige sprang mit zufriedenem Lächeln vor Lara auf und grinste höhnisch. "Da haben wir wohl die berühmte Lara Croft hereingeleckt und überrumpelt", stellte er selbstzufrieden das Offensichtliche fest.
"Ich hab sie", kommentierte der Dicke und drückte nochmals fester zu, um seine Worte zu untermauern. Lara keuchte auf und wand sich in seinem Griff, konnte sich aber nicht einmal einen Zentimeter Luft verschaffen.
"Ja, du hast sie. Ganz prima", nickte der Zwerg und war sichtlich unzufrieden angesichts der Unterbrechung. "Aber wo war ich. Oh ja: Da habe ich sie wohl ziemlich übertölpelt", stellte er fest und betonte das ICH deutlich, um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, wer sie getäuscht und hier das Sagen hatte. "Eine kleine Illusion und schon ist die berühmte Lara Croft in meine Falle gegangen." Dabei wedelte er mit dem erhobenen Zeigefinger herum und schritt ein paar Meter weit auf und ab, als doziere er vor einer Gruppe Rekruten. "Ich hätte gedacht, dass es schwerer wäre, die legendäre Grabräuberin zu täuschen. Aber wahrscheinlich ist die große Lara Croft doch nur eine Möchtegernabenteurerin mit zwei gewaltigen Gazongas." Um zu untermalen, dass er mit dem letzten Wort ihre Brüste meinte, hielt er sich die Hände in beachtlichem Abstand vor den Brustkorb.
"Ja, genau, ich trage nur meine Titten spazieren, wenn ich mal wieder die Welt rettete", pflichtete Lara ironisch bei. "Aber für jemand mit deiner Größe muss alles gewaltig wirken."
"Oh ja. Witze über die Größe von Kleinwüchsigen. Wie lustig und kreativ." Der Zwerg verdrehte die Augen, aber ein kaum hörbares Zittern in seiner Stimme verriet Lara, dass er verärgert war.
"Nicht jeder von uns kann so großartige, qualitativ hochwertige Witze über Gazongas machen", stimmte Lara höhnisch zu. Der Dicke hinter ihr gab ein Grunzen von sich, dass nach unterdrücktem Lachen klang und ihm einen bösen Blick des Kleinen einbrachte. Aber Lara bemerkte auch, dass sich der eiserne Griff des Fettwanstes ein wenig lockerte.
"Spotte nur, Grabräuberin, aber letztlich habe ich dich getäuscht und geschnappt und du bist mir in die Falle gegangen." Er grinste und deutete auf sich selbst: "Gewinner." Dann deutete er auf Lara und ahmte mit Handbewegungen in der Luft Laras gewaltige Oberweite nach: "Verlierer."
"Du glaubst, ich habe verloren?" forschte Lara nach und lächelte.
"Oh, lass mich nachdenken." Der Kleinwüchsige legte eine Hand ans Kinn, um eine Denkerpose nachzuahmen. "Warte... also, ich habe dich mit einer Illusion getäuscht. Du hast deine Pistolen verloren. Und Mr. Speck hat dich fest im Griff. Wenn ich das zusammenfasse: Ich bin der Gewinner, du hast verloren." Bei seinen letzten Worten hüpfte er auf einen Stuhl, um an Reichweite zu gewinnen, und tippte mit seinem Zeigefinger gegen Laras Brüste, die sich deutlich unter dem Seidenstoff des Morgenmantels abzeichneten.
"Mr. Speck?" wollte Lara ungläubig wissen und drehte den Kopf fragend zu dem Dickwanst. "Ich hoffe, dass das ein treffender Künstlername ist, mein Großer." Der Dicke nickte behäbig.
"Schluss damit", unterbrach der Zwerg scharf. Offenbar verärgerte es ihn, dass Lara so wenig eingeschüchtert war und sich mit dem Dicken statt mit ihm unterhielt. "Du wirst dich aus dieser Angelegenheit nicht rausreden können."
"Gut, dann lassen wir das mit dem reden", kommentierte Lara. Sie riss die Beine hoch und verpasste dem Kleinwüchsigen einen harten Tritt. Der Zwerg konnte gerade noch die Augen aufreißen, dann flog er nach hinten und krachte in eine Vitrine. Mr. Speck grunzte erst vor Überraschung, dann vor ****, als Lara ihren Hinterkopf gegen sein Kinn rammte. Der Griff des Fleischbergs lockerte sich merklich und Lara schlüpfte mit einer geschmeidigen Bewegung aus der Umklammerung.
Als Mr.Speck abermals zugreifen wollte, duckte und drehte sie sich und schlug zu. Ihre Faust sauste vorwärts und traf den Schritt des dicken Kerls. Sein Gesicht nahm einen schmerzhaften Ausdruck an und er taumelte rückwärts. Er griff nach Lara, bekam aber nur ihren Morgenmantel zu fassen und zog an dem Stoff, als er weiter nach hinten wankte. Der dünne Seidenmantel riss ein und Laras pralle Brüste kamen zum Vorschein.
Die Archäologin streifte die Reste des zerfetzten Kleidungstück ab, so dass sie nur noch den dünnen String trug. Die Augen von Mr.Speck weiteten sich voller Gier, als er Laras fast vollständig entblößten Körper erblickte. Er grunzte vor Erregung. Lara kümmerte sich nicht um seine offensichtlichen Absichten. Sie war es gewohnt, dass Männer sie so ansahen und es war nicht das erste Mal, dass sie diesen Umstand auszunutzen gedachte. Sie ließ ihn den Anblick kurz genießen, dann rollte sie sich nach hinten, griff in der Bewegung nach einer Pistole und kam mit der Waffe im Anschlag wieder auf die Beine. "Okay, Mr. Speck. Jetzt heben wir brav die Hände und kooperieren ganz friedlich."
"Genau das wollte ich dir auch gerade vorschlagen", hörte Lara eine Stimme hinter sich. Ein Blick aus den Augenwinkeln verriet ihr, dass ihre zweite Desert Eagle auf ihren Hinterkopf gerichtet war.
Wie reagiert Lara? Was geschieht als nächstes?
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Lara Croft
Die nicht jugendfreien Abenteuer einer Grabräuberin
Wer hat nicht von ihr gehört? Lara Croft, die Actionlegende, die Grabräuberin. Doch aus Gründen der Altersfreigabe und somit der Umsätze verschweigen uns die Computer-Spiele, Comics und Filme uns seit jeher jene Abenteuer der Actionheldin, die keine Jugendfreigabe erhalten würden. Hier können wir hingegen Zeugen ihrer mehr oder weniger freiwilligen und heldenhaften Abenteuer für die erwachsene Leserschaft werden.
Updated on Apr 4, 2024
by ThormGravis
Created on Apr 9, 2016
by ThormGravis
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