What's next?
Langsam richtete sie sich auf
Ihre Arme zitterten, als sie sich vom Tisch abstützte. Sie drehte sich um. Frederick stand hinter ihr, sein Gesicht rot, seine Augen groß, seine Brust hob und senkte sich, als hätte er selbst gerade einen Marathon absolviert.
"Das war...", begann er. Seine Stimme versagte.
"Schon gut", flüsterte sie. "Es war gut. Es war richtig."
Sie stand auf, wankte kurz, dann fand sie ihr Gleichgewicht. Sie ging zu ihrem Bett, griff nach der Decke und wickelte sich hinein. Sie spürte immer noch die Blicke der anderen auf sich, aber sie waren nicht mehr dieselben wie vorher. Es war ein stilles Einverständnis entstanden, eine unausgesprochene Akzeptanz.
"Na dann", sagte Leonie und brach die Stille. "Wer ist als nächstes dran?"
Die Gruppe kehrte zurück zum Spiel. Die Grappaflasche wanderte.
"Frederick", rief Leonie. "Du hast ja noch nicht alle Fragen beantwortet."
Frederick schluckte. Er saß auf seinem Bett, seine Hände zwischen den Knien, noch immer sichtlich aufgewühlt.
"Also", sagte Leonie und lehnte sich vor. "Wie war es? Dein erstes Mal. Eben gerade. Vor uns allen."
Franziska spürte, wie ihre Wangen heiß wurden. Aber sie sah nicht weg. Sie wollte seine Antwort hören.
Frederick räusperte sich. Seine Stimme war leise, aber sie zitterte nicht mehr. "Es war... es war unglaublich. Ich hab mir das so oft vorgestellt, aber es war ganz anders. Besser. Weil sie... weil sie so viel Vertrauen in mich hatte. Weil sie mich so angesehen hat."
"Und wie hat es sich angefühlt?", fragte Max.
Frederick senkte den Blick. "Wie als würde ich nach Hause kommen", flüsterte er. "Obwohl ich noch nie dort war."
Die Gruppe schwieg. Franziska spürte, wie die Tränen in ihre Augen stiegen. Sie kämpfte dagegen an.
"Wie oft hast du sie schon in Gedanken berührt?", fragte Laura.
Frederick wurde rot. "Jede Nacht", gestand er. "Seit dem ersten Mal, als sie sich vor mir ausgezogen hat. Ich liege wach und stell mir vor, wie ich sie anfasse. Wie ich sie küsse. Wie ich..."
"Was?", fragte Leonie. "Wie du sie was?"
Frederick schaute Franziska an. Seine Augen waren voller Verlangen. "Wie ich sie auf meinem Bett habe", sagte er leise. "Und sie ganz für mich allein."
"Und wirst du das tun?", fragte Julia.
Frederick nickte langsam. "Ja. Wenn sie es will."
Die Blicke wanderten zu Franziska. Sie spürte, wie jedes Auge auf ihr lastete. Aber dieses Mal spürte sie keine Angst. Nur dieses Kribbeln. Dieses wundervolle, alles durchflutende Kribbeln.
"Ja", sagte sie. "Ich will."
Leonie lächelte. "Dann haben wir ja noch was zu fragen, Frederick." Sie beugte sich vor. "Eine letzte Frage für heute."
Frederick wartete.
"Wenn du sie jetzt auf deinem Bett hättest", sagte Leonie. "Was würdest du als erstes tun?"
Frederick hielt Franziskas Blick. Seine Augen waren dunkel und voller Sehnsucht.
"Ich würde sie küssen", sagte er. "Endlich. Endlich küssen."
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