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Chapter 83 by Mudley

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Kapitel 83: Der nächste Schultag – Der Vortrag

Montagmorgen, erste Stunde: Gesellschaftskunde bei Dr. Ludwig Fischer. Der Raum war hell erleuchtet, die Mädchen saßen in ihren Uniformen an den Tischen, die Blicke gesenkt oder wachsam. Fischer stand vor der Tafel, seine Tweedjacke perfekt sitzend, die silbergrauen Haare ordentlich, die schmale Brille auf der Nase. Er hielt einen Vortrag – ruhig, hypnotisch, mit historischen Zitaten gespickt.

„Die Stellung der Frau in der Gesellschaft“, begann er, „ist seit jeher von der Natur und der Geschichte vorgegeben. In antiken Kulturen – denken Sie an Sparta oder Rom – war die Frau Hüterin des Hauses, Dienerin des Mannes, Trägerin von Nachkommen. Ihre Aufgabe: Gehorsam, Fruchtbarkeit, Unterstützung. Im Mittelalter verstärkte die Kirche dies – die Frau als Helferin, als Eva, die der Führung bedarf.“

Er schritt langsam durch die Reihen, seine langen Finger strichen über die Tafel.

„Die Aufklärung brachte scheinbare Freiheit, doch biologisch bleibt die Frau das empfängliche Geschlecht – physisch schwächer, emotional empfänglicher. Ihre Aufgabe in der modernen Gesellschaft: Ergänzung des Mannes, Erziehung der ****, Hingabe. Widerstand gegen diese natürliche Ordnung führt zu Chaos – wie die Geschichte zeigt.“

Die Mädchen hörten schweigend zu. Nina ballte unter dem Tisch die Fäuste, die Zwillinge Annika und Svenja wechselten Blicke.

Fischer schloss: „In unserer Institution lernen Sie genau das: Ihre Rolle annehmen. Gehorsam als Stärke.“

Die Glocke läutete.

„Die anderen dürfen gehen. Nina Fischer, Annika und Svenja Larsen – ihr bleibt.“

Die Klasse leerte sich rasch. Die drei blieben stehen, Nina vorne, die Zwillinge nebeneinander.

Fischer schloss die Tür ab.

„Eine praktische Ergänzung zum Vortrag“, sagte er ruhig.

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