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Chapter 49 by Mudley

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Kapitel 49: Die Ankunft von Melanie

Das St. Elisabeth Mädcheninternat erstrahlte in der Herbstsonne, die goldenen Blätter der alten Eichen raschelten leise im Wind. Melanie Berger, gerade erst 18 Jahre alt geworden, stieg aus dem schwarzen Wagen, der sie von ihrem Zuhause hergefahren hatte. Sie war eine sportliche junge Frau, mit einem schlanken, durch Joggen und Schwimmen trainierten Körper – kleine, feste Brüste, eine schmale Taille und lange, muskulöse Beine. Ihre Haut war hell und makellos, ihre kastanienbraunen Locken fielen wild um ihr herzförmiges Gesicht, in dem ihre großen, haselnussbraunen Augen neugierig, aber auch ein wenig unsicher blickten. Bislang hatte sie nur Privatunterricht von einer strengen Lehrerin erhalten, die sie in allen Fächern unterrichtet hatte, ohne dass Melanie je mit anderen Schülerinnen in Kontakt gekommen war. Sexuell war sie komplett unerfahren – sie wusste nur aus vagen Biologiebüchern, was der Körper einer Frau vermochte, hatte aber nie einen Mann berührt oder gar geküsst.

Direktor Dr. Heinrich von Bergen erwartete sie persönlich am Eingang des Hauptgebäudes. Er war, wie immer, makellos gekleidet in einem dunklen Anzug, seine grauen Haare ordentlich gekämmt, die blaugrauen Augen hinter der goldgerahmten Brille musterten sie eingehend.

„Willkommen, Fräulein Berger“, sagte er mit seiner tiefen, resonanten Stimme, die beruhigend und autoritär zugleich klang. „Ich bin Direktor von Bergen. Lassen Sie mich Ihnen das Internat zeigen.“

Er nahm ihren Koffer und führte sie hinein. Das Hauptgebäude war ein prächtiges, altes Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, mit hohen Decken, marmornen Böden und Wandgemälden, die Szenen aus der Geschichte zeigten. „Dieses Anwesen hat eine reiche Vergangenheit“, begann von Bergen, während sie durch die Eingangshalle schritten. „Ursprünglich war es der Sitz der **** von St. Elisabeth, einer adligen Linie, die im 17. Jahrhundert hier ansässig war. Der Gründer, Baron Friedrich von St. Elisabeth, ließ es 1723 erbauen, als Symbol für den Wohlstand aus dem Handel mit Gewürzen und Seide aus den Kolonien. Die Architektur ist barock inspiriert, mit Elementen des Rokoko in den Salons – sehen Sie die Stuckverzierungen an der Decke? Sie stellen die vier Jahreszeiten dar, ein Symbol für den Kreislauf des Lebens.“

Melanie nickte fasziniert, ihre Locken wippten bei jeder Bewegung. Sie folgte ihm durch die Klassenzimmer, wo helle Tische und moderne Whiteboards auf die historischen Holzpaneele trafen. „Im 19. Jahrhundert wurde das Anwesen von der **** an den Staat verkauft und diente als Sommerresidenz für adlige Gäste. Während der Industrialisierung um 1850 wurde es erweitert – der Ostflügel mit den Schlafsälen stammt aus dieser Zeit. Damals beherbergte es auch eine kleine Bibliothek, die wir heute noch nutzen.“

Sie gingen weiter in die Aula, einen großen Saal mit Bühne und Bänken. „Hier finden unsere Versammlungen statt. Die Geschichte des Hauses ist geprägt von Veränderungen: Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es zu einem Sanatorium für verwundete Soldaten, wo die Heilung der Seele und des Körpers im Vordergrund stand. In den 1930er Jahren kaufte es ein Philanthrop, der es zu einem Mädcheninternat umwandelte – St. Elisabeth, benannt nach der Heiligen, die für Barmherzigkeit und Bildung stand. Seitdem dient es der Erziehung junger Frauen zu disziplinierten, gebildeten Persönlichkeiten. Wir betonen hier Disziplin, Wissen und... persönliche Entwicklung.“

Melanie lächelte schüchtern. „Es klingt wundervoll. Meine Lehrerin sagte, es sei der beste Ort für mich.“

Von Bergen nickte. „Das ist es. Kommen Sie, ich zeige Ihnen das Gelände.“

Sie traten hinaus in den Park. Der gepflegte Rasen erstreckte sich bis zu den Wäldern, alte Statuen säumten die Wege. „Der Park wurde im englischen Stil angelegt, mit dem kleinen See dort drüben, der im Sommer zum Schwimmen einlädt. Im 18. Jahrhundert fanden hier Feste statt, mit Musik und Tanz. Baron Friedrich liebte es, Gäste zu bewirten – Legenden erzählen von geheimen Treffen adliger Liebhaber unter den Eichen. Nach dem Krieg wurde der Park zu einem Ort der Erholung, und als Internat dient er nun der körperlichen Ertüchtigung unserer Schülerinnen.“

Sie spazierten am Sportplatz vorbei, wo ein paar Mädchen trainierten. „Hier finden unsere Sportstunden statt. Das Anwesen wurde 1945 nach dem Krieg wieder aufgebaut, und in den 1950er Jahren endgültig zum Internat umgewandelt. Der Philanthrop, Herr von der Linden, glaubte an die Kraft der Bildung für Frauen – in einer Zeit, da das noch ungewöhnlich war. Seither haben Tausende Mädchen hier gelernt, Disziplin und... Gehorsam.“

Melanie spürte einen leichten Schauer bei dem Wort „Gehorsam“, aber sie nickte. „Es fühlt sich wie ein Märchenschloss an.“

Von Bergen lächelte. „Das ist es auch. Und Sie werden hier viel lernen. Kommen Sie, ich zeige Ihnen Ihr Zimmer.“

Sie gingen zurück ins Haus, durch die Schlafsäle. Melanie bekam ein Einzelzimmer im zweiten Stock, mit Bett, Schreibtisch und Fenster zum Park. „Hier können Sie sich einrichten. Morgen beginnen die Stunden. Aber zuerst kommen Sie mit in mein Büro – wir besprechen die Regeln.“

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