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Chapter 31 by Mercadus Mercadus

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Kabinen

Später, neugierig, schoben sie sich durch den Gang mit den Kabinen. Tür an Tür, links rechts, alles in rot, Geldwechsler, KondomAutomat, dämmriches Licht, grauer Betonboden, Spuren von hastiger Reinigung, Flecken Fußabdrücke, schmutzig.

Geräusche in einer Kabine, bleiben stehen, lauschen kurz. oooohh jaaaaa machsmirduSau Eine Tür steht offen, Bildschirm schräg, flackert Endlosschleife FICKEN BLASEN, darunter Sitzbrett und in der Ecke ein Eimer, vollgestopft mit Papierhandtüchern. Eine große feuchte Lache am Boden, mehr davon offensichtlich mit Schuhen verteilt. Dieser Geruch nach Schweiß, billigem Aftershave und feuchtem Papier und mehr.

Thomas geht weiter, öffnete eine Tür. Sie quietscht. Innen ein flackernder Bildschirm, Holzbank mit Polster. In der Wand ein Loch wie ein großes Auge. Er bleibt vor der Tür stehen. Michelle geht hinein, Tür der Kabine fällt hinter ihr ins Schloss, schwer wie ein Vorhang zwischen Realität und allem, was jetzt passieren darf..

Es riecht nach Gummi und altem Sperma. Nicht frisch, ranzig. Der Boden klebt leicht, sie versucht nicht hinzusehen. Ist besser so. Licht flackert wie ein schlechter Drogentrip.

Das Flimmern des Videos, reflektiert in einen Spiegel. Der Bildschirm zeigt nichts als eine endlose Wiederholung: Körper, die sich suchen, finden, verlieren.

Sie weiß, dass Thomas in der Kabine nebenan ist. Weiß es, weil es ein Spiel ist. Seine Idee. Ein Gedanke, der sich wie eine Zunge zwischen ihre Beine schleicht. Michelle streicht sich die Haare aus dem Gesicht.

Sie schließt die Augen, lehnt sich vor, bringt ihre Lippen ganz nah an die Öffnung, flüstert kaum hörbar:

„Bin hier.“

Dann berührt sie die Wand mit der Stirn neben ihr der Bildschirm, sie blickt auf die geschlossene Tür mit dem Spiegel. Sie starrt auf die andere Wand - sieht auch dort ein Gloryhole, aber größer. So ein Ding, das in Männerphantasien mehr ist als es je sein kann. Ein schwarzes Nichts mit Möglichkeit. Zu viel Vorstellungskraft, was wenn sich hier eine Hand, ein was immer, ein Schwanz durchschiebt, für wen, was, wer, wie.

Und dann... eine Bewegung da in der anderen Kabine nebenan. Stoff reibt an Stoff, ein Knie stößt gegen die Wand. Irgendwer, nichts deutlich. Ein Gefühl, als würde er sie ansehen durch die Wand. Als könnte der Blick des Fremden durch das Loch greifen, ihre Schenkel betasten und mehr.

Michelle, mit halb geschlossenen Lidern, stellt sich vor was er dort macht, was er mit ihr machen wird.

Ein Blick hinüber – schnell, zu kurz, zu verschwommen, doch da war Bewegung.

Sie streckt einen Finger aus – berührt vorsichtig den Rand der Öffnung, zieht ihn schnell zurück als würde sie sich daran verbrennen. Steht in der Mitte der Kabine, Stockstarre.

Thomas sieht es. Sein Gesicht an die Wand gepresst, absurde Haltung. Sieht, wie Michelle nicht wegschaut. Wie sie kurz die Lippen aufeinanderpresst, wie sie es immer tut, wenn sie aufgeregt ist. Sieht wie sie kurz den Finger an den Rand legt.

Er legt die Stirn gegen das kalte Holz vibrierend unter seiner Haut. Die Distanz elektrisiert ihn. Die Tatsache, dass sie direkt da ist – aber außerhalb seiner Reichweite – lässt ihn fast durchdrehen. Er sieht ihre nackten Beine, den kurzen Rock, die hohen Schuhe.

Sieht direkt gegenüber das Auge eines Fremden, wie es Michelle taxiert, ein Periskop das jede Bewegung verfolgt. Sieht die fremde Hand die sich vorsichtig an die Öffnung legt. Abwartet, prüft wie weit sie gehen kann.

In seinem Kopf: Bilder. Nicht von dem, was geschieht, sondern was geschehen könnte. Was sie vielleicht gerade denkt, was sie tut, wie sie sich fühlt. Dieses Gedankenfieber ist wie ein Rausch.

Das Loch groß genug für die dicken Finger, kurzgeschnittene Nägel, haarige Knöchel, Ehering.

Weiter hinten läuft in einer der Kabinen ein Video, irgendein amateurhafter Mist – kaum Handlung, nur Stöhnen auf Repeat.

Michelle dreht sich langsam, weicht nicht zurück. Genug Signal für ihren Beobachter. Luft knistern Gänsehaut alles elektrisch aufgeladen. Spannung

Thomas bleibt still. Nur sein Herz hämmert gegen die Rippen wie ein Punkkonzert im Keller.

Die Hand berührt ihr Bein, ohne Hast, einfach so. Michelle im Schaufenster, das Kleid an der Puppe oder die Auslage eines Juweliers. Das Objekt der Begierde. Sie tritt näher an die Wand, dreht sich, wird mutig, fühlt den fremden Griff. Fordernd nun, bestimmter, ohne Rücksicht greift er ab, schiebt sich zwischen die Schenkel, unter den Rock. Junge zarte Haut, blasser Flaum. Dreht sich seiner Hand entgegen, steht dicht mit dem Rücken zur Wand, Beine gespreizt, gibt dem Fremden Raum.

Zwei Körper getrennt durch eine Wand, verbunden durch alles, was dazwischen lebt: Hitze, Geräusch, Phantasie. Michelle sieht Thomas, sieht in dem kreisrunden Ausschnitt sein Auge, blau erkennt sein Verlangen. Öffnet ihre Beine nur für ihn, schiebt den Rock hoch zu den Hüften, darunter nichts, nackt klar, eine heilige versaute Jungfrau, alles gehört ihm. Er sieht die Hand, die sich umständlich herüber zwängt, den Finger der unbeholfen seinen Weg sucht in die Enge, von unten drückt, die kleinen Lippen trennt, ohne zu sehen tut er es durch die Wand, tausendmal geträumt und heute erfüllt. Fremd unbekannt unerkannt. Stopft das enge Organ, tastet hinein, erkundet die Nässe. Wie sie sich auf seine Hand drückt, reibt auf der großen Handfläche wie auf einem Sattel. Tiefes Stöhnen, Mund halboffen, wegeträumt von Lust und dem Nervenkitzel. Ausfluss, weiß und cremig läuft über die fremden Finger, tropft in kleinen Fäden nach unten. Absolute Erregung, nicht auszuhalten Streckt sich, Beine beben, dreht sich um, zeigt Thomas den jungen geilen herrlichen Arsch. Achtet nicht mehr auf ihn, presst ihre Scham gegen das große Loch, die Beine idiotisch abgeknickt damit sie ganz nah sein kann. Nimmt er den Finger? nimmt er die Hand? die Zunge? der schöne Po schiebt sich rhythmisch nach vorne, kleine harte Stöße als würde sie ficken.

Er kann nicht erkennen was dort passiert, seine Heilige wird zur Schlampe.

Etwas zieht sich in Thomas zusammen. Erst tief im Bauch, dann steigt es langsam in die Brust. Er weiß, was sie gerade tut. Er weiß, dass es ihr gefällt. Weiß, dass es ja sein Plan war. Aber jetzt, wo dieser Fremde sie begrabscht wie ein verdreckter König seine frisch gebadete Sklavin, brennt es in ihm. Nicht nur Eifersucht. Auch Besitz. Auch Neid. Auch Lust, gemischt mit Scham, mit Stolz. Ein Cocktail, der warm durch seine Kehle steigt

Schritte draußen. verhaltenes Lachen. Stimmen. Einer hustet. Jemand schiebt eine Kabinentür zu schnell zu. Kurzes Fluchen. Alles klingt wie ein unterirdischer Bahnhof für Reisende, die sich nicht berühren, nur beobachten.

Dann sieht er es, Flüssigkeit die an der Innenseite der Kabine nach unten quillt. Samenernguß, ein Samenfluß. Sieht wie Michelle zurückweicht, sieht die dicke Eichel dort drüben hinter der Wand, die Faust die den Schaft fest umgreift. Gerieben, gewichst und abgerotzt an der junge Fotze ohne dass er auch nur hineinstoßen konnte.

Irgendwo rechts: hastiges Atmen. Kabine 4. Da ist jemand. Wichst sich, Beine gegen die Tür gestemmt, bäumt sich auf. Ellenbogen knallt gegen die Wand. Vielleicht auch nur was er sich einbildet.

Thomas springt hoch. keucht brennt, hält es nicht mehr aus. rauseintachnurraus reißt die Tür auf, steht im Gang. Wie ein wildes Tier, ein Löwe im Käfig, eingesperrte ungezähmte Kraft, aufgestaut die Erregung. Traum und Wirklichkeit explodieren. Aber in seinem Kopf formt sich ein Gedanke wie ein Mantra: Wenn du sie jetzt küsst, küsst du auch diesen Blick. Diesen Mann. Diesen Moment. Alles

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