What's next?
Jeder wollte der Erste sein
Nur langsam fand Eylem ins Hier und Jetzt zurück. Die Umgebung wirkte verschwommen. Das funzlige Licht der alten Laterne schaffte es nur unzureichend, die Dunkelheit zu verdrängen.
Über ihr ragte der Freier auf, wieder fast vollständig angezogen. Einer seiner Mundwinkel ging nach oben, während er seine Hose richtete, damit alles passte.
Er ist gekommen. In mir.
Sie hatte keinen Zweifel daran, auch wenn sie sich kaum erinnern konnte, was in den letzten Minuten geschehen war. Aber die Nässe in ihren Schritt und das Gefühl, dass etwas aus ihr heraussickerte sprachen eine deutliche Sprache.
"Das war der beste Fick meines Lebens", schwärmte er und rieb sich zufrieden die noch immer deutlich sichtbare Beule in seiner Hose, "du bis echt die geilste Braut, die ich je hatte. Ich dachte, du pumpst mich total leer, als du gekommen bist. Man merkt den vielen Sport, den ihr Bullen macht. Deine Muskeln hielten mich fest wie ein Schraubstock."
Er lehnte sich mit dem Rücken an den alten Schuppen, verschränkte die Arme. Grinsend, offenbar in Erwartung eines weiteren Schauspiels.
Sven und Felix drängelten aneinander vorbei; jeder wollte der erste auf der Laderampe sein. Igor stand daneben, die Hose offen und seinen Schwanz schon in der Faust.
Eylem schaute ihnen entgegen. Ihr Herz hämmerte bis zum Hals.
Die werden mich vergewaltigen. Vielleicht sogar alle drei gleichzeitig.
Dieser Gedanke drehte ihr fast den Magen um.
Und gleichzeitig merkte sie, dass das Ziehen in ihrem Bauch nicht durch Angst oder Abscheu verursacht wurde. Nein. Ihr Körper hatte entscheiden, dass er mehr wollte. Die Endorphine kreisten in ihrer Blutbahn und schienen sie aus einer rational denkenden Polizistin in eine läufige Hündin zu verwandeln.
Sie machte sich nicht mehr die Mühe, sich wegzudrehen, die weit gespreizten Beine zu schließen oder sich sonst irgendwie zu wehren.
Stattdessen fragte sie sich unwillkürlich, wer von den Drei sie als erster nehmen würde.
"Halt! Nicht hier." Svetlanas Befehl schnitt wie ein Messer durch die Nacht. "Wir gehen. In ihrer Bude habt ihr dann mehr Zeit und Gelegenheit, Spaß mit ihr zu haben."
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