Mein Nachbar, meine Tochter und ich

Mein Nachbar, meine Tochter und ich

Von fremden und eigenen Begehrlichkeiten

Chapter 1 by Toby Mark Toby Mark

Die Sonne hätte nicht stärker vom wolkenlosen blauen Himmel strahlen können - perfekt für einen Sonntag Nachmittag im Garten! Als sich irgendwann doch eine der wenigen weißen Schäfchenwolken vor die Sonne schob, blinzelte ich dankbar nach oben. Ich stand am Grill, spürte die Hitze also von oben und unten gleichzeitig. Trotz Basecap und viel Sonnenmilch auf dem Gesicht konnte ich eine kleine Pause gebrauchen. Ich summte ein Lied vor mir her, das ich gestern im Radio gehört und seitdem nicht mehr aus dem Kopf bekommen hatte.

"Ist schon wieder was fertig?", fragte Alina und schaute neugierig auf die Würstchen und Schaschlikspieße, die ich auf dem Grill ausgebreitet hatte.

"Was denn, haben unsere Gäste schon wieder Hunger?" Ich grinste meiner Tochter zu und nickte mit dem Kopf zu den Tellern hinüber. "Gib mir mal einen!"

"Klar, Papa!"

Ich wendete die Würstchen ein letztes Mal und sah zu unseren Nachbarn hinüber, die an der langen Tafel miteinander schwatzten und herzhaft lachten. Wie fast jeden Sonntag im Sommer grillten wir abwechselnd und unser Garten war heute der Ort des Geschehens. Wir besaßen zwar keinen dieser beeindruckenden Profigrills wie manch anderer in unserer Siedlung, aber dafür gaben meine Frau und ich uns um so mehr Mühe, alle Geschmäcker von Fleisch, Fisch und Vegetarischem abzudecken.

Heute feierten wir außerdem die Rückkehr unserer Tochter aus dem Internat. Alina hatte ihr Abitur mit einer 1,4 bestanden - ein schönes Geschenk zu ihrem 18. Geburtstag, der kaum zwei Wochen zurück lag. Ich glaube, ich war noch nie so zufrieden und stolz wie an diesem Sonntag.

Alina wippte ungeduldig von einem Fuß auf den anderen und konnte es kaum erwarten, bis ich ihren Teller mit Bratwürsten beladen hatte. Dann sprang sie fröhlich zur Tafel hinüber, um die Nachbarn zu bewirten. Man sah ihr an, wie glücklich sie war, das Internat abgeschlossen zu haben und wieder bei uns zu Hause zu sein.

"Hübsches junges Ding, deine Kleine", brummte es plötzlich neben mir. Ich drehte mich um und sah Manfred näher kommen, der das Haus links von unserem bewohnte. Er hatte sich aus der Kühltasche ein frisches Bier geholt und nahm einen großen Schluck.

"Ja, Alina ist eine richtige Dame geworden!", sagte ich und lächelte stolz.

"Oh ja, in der Tat", bemerkte Manfred anerkennend, "hätte nicht gedacht, dass sie so eine Schönheit geworden ist! Aber ich habe sie in den letzten zwei Jahren ja kaum gesehen. Schade, dass sie so weit weg im Internat war!"

"Das ist zum Glück vorbei", seufzte ich, "fürs Erste ist sie wieder bei uns zu Hause!"

"Fürs Erste?"

"Nun, Alina überlegt, vor dem Studium ein Jahr Pause einzulegen und ein bisschen durch Europa zu reisen und irgendwo zu jobben."

"Sie will schon wieder weg?"

"Ich glaube, Spanien steht auf ihrer Liste weit oben. Aber noch ist nichts entschieden, wir bereden das erst einmal in Ruhe in der ****."

"Ich fände es wirklich zu schade, wenn sie gleich wieder verschwände", murmelte Manfred und sah Alina nach, die mit ihren Würstchen eine Runde um die Tafel drehte und die Gäste versorgte. "Sie ist wirklich ein ... wie soll ich sagen ... leckerer Anblick."

"Leckerer Anblick?" Ich grinste und zog überrascht die Augenbrauen hoch.

"Ach, du verstehst schon, Peter." Manfred zwinkerte mir zu. "Du siehst sie nur mit den Augen eines Vaters, ich dagegen..." Er zuckte mit den Schultern, grinste und heftete den Blick wieder auf Alina.

Für einen Augenblick verschlug es mir die Sprache. Was hatte mein Nachbar gerade angedeutet? Ich sah zu meiner Tochter hinüber, die inzwischen das Gegrillte verteilt hatte und fröhlich mit den Gästen schwatze. Sie wandte uns den Rücken zu, erzählte irgendwas mit ausladenden Armbewegungen und wippte dazu wieder von einem Bein aufs andere.

"Hübscher kleiner Po", sagte Manfred leise.

Tatsächlich fiel mir jetzt erst auf, dass Alina heute nur mit einem weiten, weißen Shirt und einem Bikini-Höschen bekleidet war. Ihr Po war klein und in Jeans nahezu unsichtbar, aber im Bikini-Unterteil sah man die Pobacken deutlich wippen, wie sie so von einem aufs andere Bein tänzelte. Ihre nackten Füße steckten in Flip-Flops, als sei sie gerade eben vom Baden gekommen. Tatsächlich hatte sie den Vormittag über auf der Gartenliegen verbracht, während ich den Grill aufgebaut hatte.

Dass Manfred seinen Blick nicht von Alinas Po lösen konnte, sah ich mit gemischten Gefühlen. Meine Tochter war immer klein und zierlich gewesen und auch jetzt kam sie kaum auf 160 Zentimeter Größe. Ihr langes, dunkelblondes Haar hatte sie zum Pferdeschwanz gebunden. Ihre kleinen Brüste waren unter dem weiten Shirt eher zu erahnen und ihr Gesicht mit den großen grünen Augen hatte auch noch etwas Mädchenhaftes. Aber trotzdem war unverkennbar, dass Alina zu einer jungen, attraktiven Frau herangereift war. Es war seltsam, aber erst durch Manfreds Blick wurde mir das an diesem Sonntag Nachmittag selbst wirklich bewusst.

Ich schluckte und überlegte, wie ich das Thema wechseln könnte.

"Ich geh mal rüber zu den anderen", murmelte Manfred und ich war erleichtert, nicht weiter über meine Tochter reden zu müssen. Ich sah ihm nach, wie er zielstrebig zur Tafel schritt, sich neben Alina stellte und sich wie selbstverständlich in das Gespräch einschaltete, das sie gerade mit der Nachbarin zu unserer Rechten führte.

Neben meiner Tochter wirkte Manfred mit seinen fast zwei Metern Körpergröße noch größer und breiter als sowieso schon. Er war mit Ende vierzig kaum älter als ich, allerdings hatte er sich besser gehalten. Man sah seinem muskulösen Körper deutlich an, dass er regelmäßig Sport trieb. Ich wurde immer etwas neidisch, wenn ich neben ihm stand und zog jedes Mal instinktiv meinen Bauch ein.

Ihn mit Alina im Gespräch zu sehen, löste plötzlich eine Unruhe in mir aus, die ich nicht ganz einordnen konnte. Hatten die beiden nicht schon hunderte Male miteinander geredet, ohne dass es mich nachdenklich gestimmt hätte? Na gut, da war Alina noch jünger gewesen und Manfred hatte sie wie jedes andere Kind auch behandelt. War es nur meine Einbildung, oder hatte sich heute seine Aufmerksamkeit verändert?

Ich sah zu, wie der Mann sich lässig in ihre Richtung lehnte und wie zufällig mit der Hand ihren Arm berührte. Das ist ganz harmlos, sagte ich mir in Gedanken, lass jetzt nicht deine Fantasie mit dir durchgehen! Und doch war da dieses unbestimmte, seltsame Gefühl im Bauch, das mich leicht verwirrte...

Bildet sich Peter alles nur ein?

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