Wird Lukas offener?

In gemütlichen Café

Chapter 60 by petra1 petra1

Nach dem Essen gingen wir noch in ein kleines, gemütliches Café ganz in der Nähe. Es war schon spät, aber keiner von uns wollte, dass der Abend schon endete.

Wir saßen in einer ruhigen Ecke auf einem weichen Sofa. Vor uns zwei Tassen Tee. Die Atmosphäre war angenehm entspannt.

Bisher wusste ich praktisch nichts von Lukas — außer dem, was man im Büro so mitbekam. Er war immer der ruhige, zuverlässige Kollege gewesen. Jetzt endlich begann er, etwas aus seinem Leben zu erzählen.

Lukas: „Weißt du… ich rede eigentlich nicht so gerne über mich. Aber bei dir fühlt es sich anders an.“

Er lächelte verlegen und fing an:

Er erzählte von seinen Hobbys — er spielte leidenschaftlich Gitarre (meist allein zu Hause), ging gerne wandern in den Bergen und war ein großer Fan von Sci-Fi-Romanen und Brettspielen. Er sprach von seiner Familie: einer kleinen, engen Familie mit zwei jüngeren Schwestern, die ihn immer noch als „den Großen“ sahen. Sein Vater war früh gestorben, seine Mutter hatte sie alleine großgezogen.

Dann wurde er etwas leiser:

Lukas: „Ich bin Single. Schon immer. Also… ich hatte schon Beziehungen, aber nie etwas Längeres. Es hat einfach nie richtig gepasst. Entweder war ich zu schüchtern, oder die andere Person wollte etwas ganz anderes. Ich hab’s nie richtig hingekriegt.“

Er schaute mich etwas unsicher an, als erwarte er eine Reaktion.

Ich lächelte nur sanft und hörte weiter zu. Es tat gut, ihn so offen reden zu hören.

Dann drehte er den Spieß um. Er wollte immer mehr von mir wissen.

Lukas: „Und du? Wie war das bei dir mit Beziehungen? Und… was machst du eigentlich gerne, wenn du nicht gerade verrückte Teamabende überstehst?“

Ich lachte leise und erzählte ihm von meinem Leben. Von meinem langweiligen Ex Bernd, von meiner Liebe zum Sport, zu Büchern und zu ruhigen Abenden zu Hause. Ich erzählte ihm auch, wie sehr mich die letzte Nacht verändert hatte — und wie sehr ich jetzt das Gefühl hatte, endlich wieder offen für Neues zu sein.

Wir redeten lange. Sehr lange.

Es war kein oberflächliches Gespräch mehr. Es fühlte sich an wie der wirkliche Anfang von etwas.

Als wir uns gegen Mitternacht vor meiner Haustür verabschiedeten, umarmte Lukas mich vorsichtig. Es war eine warme, etwas schüchterne Umarmung.

Lukas (leise): „Ich fand den Abend sehr schön. Danke, dass du die Initiative ergriffen hast.“

Ich: „Ich auch. Sehr sogar.“

Wir schauten uns einen Moment länger an als nötig.

Dann ging er.

Und ich ging mit einem warmen, hoffnungsvollen Gefühl ins Bett.

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Mit welchen Gefühlen liegt Sonja im Bett

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