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Chapter 8 by Aiman_Folder

In welchen Raum bringt man sie?

In einen Verhörraum

Die Polizisten schleiften Nina in den „Verhörraum“ wie sie ihn nannten. In der Mitte des Raums befand sich ein massiver Eisenstuhl, der Nina an einen elektrischen Stuhl aus den USA erinnerte. An seinen Armlehnen, Stuhlbeinen und der Rückenlehne befanden sich mehrere Ledergurte. Nina wurde auf den Stuhl bugsiert und derart fixiert, dass sie abwärts ihres Halses nur noch ihre Finger bewegen konnte. Nina blickte nun unsicher auf die vier Polizisten ihr gegenüber. Peter und Karl saßen ihr gegenüber am Verhörtisch, während Max und Ahmed an der Wand lehnten. Peter blickte ihr direkt in die Augen, während Karl auf ihre Brüste starrte. Ahmed versuchte ein Lächeln zu unterdrücken, während Max eher peinlich berührt auf eine Wand hinter ihr starrte.

Nina blickte zuerst Karl an, doch der erwiderte ihren Blick nicht, dann blickte sie zu Peter, der sie weiterhin durchdringend anstarrte.

,,Sie wissen warum sie hier sind.‘‘ begann Peter das Verhör.

,,Nein.‘‘ sagte Nina und schüttelte den Kopf.

,,Na schön Frau Berger. Sie sind jetzt seit fast einem Jahr bei uns. Das ist doch korrekt?‘‘ fragte Karl.

,,Ja, ich fing vor elf Monaten hier an. Worauf wollen sie hinaus?‘‘ fragte Nina.

,,Seit zehn Monaten erleiden wir im Kampf gegen das organisierte Verbrechen herbe Rückschläge. Mehrere Mitglieder der Alsawi **** setzten sich ins Ausland ab, kurz bevor ein Haftbefehl gegen sie vollstreckt werden konnte. Einige wichtige Beweismittel verschwanden spurlos aus der Asservatenkammer Außerdem fanden wir bei den letzten sieben Razzien nichts. Zumindest nichts von Wert. Passiert sowas einmal ist es ein blöder Zufall, passiert sowas zwei- oder dreimal, hat man verdammt großes Pech. Doch passiert sowas häufiger als fünfmal, geht das nicht mehr mit rechten Dingen zu. Eine normale Streife konnte Jörn Bäcker, den Chef der Devilsbiker vor einer Woche schnappen, weil er vergessen hatte bei einer Kurve zu blinken. Bei ihm konnten wir zehn Kilo Kokain sicherstellen. Bäcker kam sofort in Untersuchungshaft. Das wissen sie aber sicherlich.‘‘ erklärte Karl.

,,Worauf wollen sie hinaus?‘‘ fragte Nina.

,,Einige Stunden nach seiner Festnahme wurde auf eine Streife geschossen. Noch am selben Abend wurde Polizeiobermeister Paul Hansen vor einer Dönerbude zusammengeschlagen und kam mit drei gebrochenen Rippen ins Krankenhaus. Es gab insgesamt vierzehn Angriffe auf unsere Streifen seit der Festnahme Bäckers. Drei weitere Polizisten wurden ebenfalls in Zivil auf offener Straße angegriffen und zusammengeschlagen. Gestern wurde Polizeimeisterin Nathalie Körner in ihrer Wohnung überfallen, verprügelt und mehrfach vergewaltigt.‘‘ Es war wieder Karl, der all dies sagte. Er redete also, während Peter still beobachtete.

,,Warum sie erzählen sie mir das alles? Fragte Nina.

,,Weil wir vermuten, dass jemand die Kollegen an die Biker verraten hat. Im Falle Hansens hatten wir das Glück, dass die türkische Groß****, die den Dönerladen betreibt, einen der Schläger festhalten konnte, bis wir eintrafen. Er sagte aus, dass sie den Tipp von einer Frau bekamen.‘‘ antwortete Kowalski.

,,Und ich bin die einzige Frau in der gesamten Polizei?‘‘ fragte Nina sarkastisch.

,,Nein, aber die einzige die sich mehrere Luxusurlaube im Jahr und teure Kleidung leisten kann. Und das bei einem Lohn, der wie wir alle wissen zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel ist.‘‘ sagte Karl, wobei er Nina sein Handy unter die Nase hielt. Zu sehen war ihr Instagram Account. Dabei sah man Nina in teuren Kleidern in verschiedenen 5 Sterne Hotels und Resorts.

,,Ich wurde dorthin eingeladen und die Kleider und Schuhe waren Geschenke.‘‘ antwortete Nina wahrheitsgemäß.

,,Von wem?‘‘ fragte Karl spöttisch.

,,Von meinen damaligen Lebensgefährten.‘‘ sagte Nina, wobei sie etwas log. Die Männer, mit denen sie die jeweiligen Urlaube verbracht hatte, hatte sie auf einer Dating Seite für Coughar-Daddys kennengelernt.

,,Und warum sieht man sie nie auf den Bildern?‘‘ fragte Ahmed skeptisch.

,,Sie haben ja die Fotos gemacht.‘‘ antwortete Nina. Die Wahrheit war eher, dass die Männer verheiratet waren und deshalb nicht auf den Bildern sein wollten.

,,Es gibt Selfis und Spiegel Mädchen.‘‘ antwortete Ahmed gelangweilt.

,,Aber ihr Liebesleben ist wirklich sehr interessant. Oberstaatsanwalt Fischer hat seine Affäre mi ihnen gestanden. Es ist nicht gerade klug, eine Affäre mit dem Mann der Polizeipräsidentin anzufangen. Nina erinnerte sich an den Oberstaatsanwalt, den sie im Rahmen von Ermittlungen kennengerlernt hatte. Er war ein charmanter und gebildeter Mann, der sogar sehr gut aussah, aber von seiner Frau vernachlässigt wurde. Nach drei Monaten hatte er die Affäre mit ihr um der **** willen beendet.

,,Sie kommen zur Polizei und kurz darauf haben wir im Kampf gegen das organisierte Verbrechen keine Chance mehr. Sie haben einen teuren Lebensstil, auf ihrem Konto aber nicht einmal fünftausend Euro. Zum Zeitpunkt ihrer Affäre mit dem Oberstaatsanwalt haben sie sicher beim üblichen Bettgeflüster von den geplanten Haftbefehlen gehört. Dann bekommen wir noch den Tipp, dass wir einen weiblichen Maulwurf haben. Und wäre das nicht genug, verschwindet eine Mitarbeiterin von der Spurensicherung spurlos, naja bis dieses Video aufgetaucht ist.‘‘ antwortete Karl bevor er Nina ein Video zeigte. Zu sehen waren fünf Maskierte Männer und eine junge Frau in Unterwäsche. Ihre Hände waren gefesselt und ihr Mund mit mehreren Streifen Klebeband. Einer der Männer begann nun zu sprechen.

,,Hört zu ihr Bullenschweine. Ihr habt unseren Boss, wir haben diese Schlampe, die ihr sicherlich schon vermisst. Es ganz einfach. Er gegen sie. Wenn sie unsern Boss behalten, behalten wir dieses Fickstück, bis es unter uns verreckt, so zierlich wie sie ist. Ich denke mal, das ihr Arsch und ihre Fotze noch schön eng sind. Sie haben zwei Tage, andernfalls beginnen wir mit dem Spaß.‘‘ Die Männer begannen zu lachen, bevor das Bild abbrach und man nur ein entsetztes Stöhnen hörte. Kowalski blickte gegen die Wand und versuchte seine Tränen zurückzuhalten. Die Frau in dem Video hatte blonde Haare und eine Stupsnase, jedoch dieselben blauen Augen wie ihr Vater, der sich gerade um Fassung bemühte.

,,Achten sie auf ihr Blinzeln. Das ist Morsecode für Maulwurf Nina.‘‘ antwortete Karl.

,,Hören sie, dass ist ein großes Missverständnis!‘‘ Nina begann zu protestieren, wurde aber von Kowalski unterbrochen.

,,Wir haben ihre Wohnung durchsucht. In einem Versteck fanden wir einige der vermissten Beweismittel und zehntausend Euro.‘‘ er versuchte inzwischen die Wut in seiner Stimme zu unterdrücken und durchbohrte Nina mit seinen Augen, während Karl ein Bild aus Ninas Wohnung zeigte. Zu sehen war ein Hohlraum unter einem ihrer Nachtschränke, indem das Geld und die Beweismittel offenbar gefunden wurden.

,,Hören sie, ich hab die Sachen noch nie zuvor in meinem Leben gesehen. Hier will mir jemand etwas anhängen!‘‘ rief Nina verzweifel aus. Kowalski sprang auf und schrie sie an.

,,Lüg nicht rum! Sag mir sofort wo meine Tochter ist oder ich bring dich um!‘‘

,,Ich weiß nicht, wo Vaness…‘‘ Nina konnte nicht weitersprechen, weil Kowalskis Hände sich um ihren Hals legten.

,,Nimm nicht ihren Namen in ihren Mund!‘‘ schrie er und drückte noch weiter zu. Nina kämpfte gegen ihre Fesseln, die jedoch keinen Millimeter nachgaben. Sie sah wie die anderen drei auf Kowalski zu rannten und versuchten ihn wegzuziehen. Doch er war zu stark. Nina konnte nur in das hasserfüllte Gesicht ihres Kollegen starren, während ihr langsam schwarz vor Augen wurde.

Nina wollte schreien, als sie erwachte, doch aus ihrem Mund kam nur ein leises stöhnen. Ihr Körper zitterte, da man sie mit einem Eimer eiskalten Wasser geweckt hatte. Sie blickte sich erschrocken um, sah jedoch niemanden. Sie war allein. Noch immer war sie an den Stuhl gefesselt und wie sie jetzt bemerkte auch noch geknebelt. Dann hörte sie Schritte. Es musste eine Frau sein, da nur Absätze von High-Heels solche Geräusche verursachten. Und dann erkannte Nina, wie eine große Frau auf sie zutrat. Auch ohne High-Heels war sie schon groß. Ihre blonden Haare waren streng zusammengeknotet und mit ihren eisblauen Augen blickte die vollbusige Mittvierzigerin auf sie herab. Es war die Polizeipräsidentin Martina Fischer.

,,Dachtest du etwa, du könntest ungestraft meinen Mann ficken?‘‘ Nina wollte etwas erwidern, doch der Knebel verhinderte dies. Fischer griff in ihre Haare und **** Nina so, ihr in die Augen zu sehen. Dann senkte sie ihren Kopf langsam und flüsterte ihr ins Ohr.

,,Es war leicht, dir die ganze Geschichte anzuhängen.‘‘ Nina schrak auf und wollte losschreien, doch stattdessen setzte sich die Polizeipräsidentin auf ihre Oberschenkel. Eine Hand grub sich in Ninas Schoß, während die andere Hand mit ihrer rechten Brustwarze spielte. Nina erkannte schockiert, dass ihr diese Behandlung gefiel.

,,Ich hoffe dass du gelernt hast, dich nicht mit verheirateten Männern einzulassen. Leider wirst du nie mehr die Gelegenheit haben, gelerntes in die Tat umzusetzen. Denn du wirst nie mehr frei sein.‘‘ flüsterte Fischer Nina ins Ohr, bevor sie ihr in die Brustwarze zwickte

,,Für dich gelten besondere Umstände. Da braucht es keinen Haftbefehl oder Prozess. Man wird dich solange hier unten festhalten bis dich jeder vergessen hat. Die vier Beamten werden dich täglich Verhören und dabei nicht gerade prinzipientreu vorgehen.‘‘ bei diesen Worten grub sich Fischers Faust zwischen Ninas Beine.

,,Es wird erst ein Ende haben, wenn du ihnen sagst wo die kleine Kowalski steckt. Aber da du es nicht weißt, wird es erst ein Ende haben, wenn dich ihr Vater in seiner Rage umbringt. Schade, ich hätte dich gerne als Lecksklavin gehabt. Und glaub gar nicht daran, ihnen von unserem Gespräch zu erzählen. Sie werden dir eh nicht glauben. Ich werde davon erfahren und dich bestrafen.‘‘ mit diesen Worten stand Ninas Peinigerin auf. Bevor sie den Raum verlies, stülpte sie Nina einen Sack über den Kopf, der ihr nun auch die Sehkraft lies.

Martina betrat nun den Pausenraum, indem sich die vier Männer aufhielten.

,,Hat sie etwas gesagt?‘‘ fragte Kowalski hoffnungsvoll.

,,Ich hab mir gar nicht erst die Mühe gemacht. Glauben sie wir können meinen Mann da irgendwie raushalten? Er ist kein über Mensch, nur manchmal zu Vertrauensseelig…‘‘ fragte Martina mit gesenkten Kopf. Die Männer glaubten ihr sofort ihre Scharade.

,,Natürlich können wir ihn da raushalten.‘‘ antwortete Karl sofort.

,,Danke.‘‘ Martina errötete kurz, bevor sie sich an Kowalski wandte.

,,Ihre Tochter hat jetzt oberste Priorität. Haben sie schon irgendeine Idee wie wir an die Informationen kommen?‘‘

,,Max war noch am nettesten zu ihr. Er kann ja den Goodcop spielen und so versuchen an Informationen zu kommen.‘‘ schlug Ahmet vor.

,,Hier unten sind genug Folterinstrumente. Ein paar Kumpels denen man vertrauen kann, können ja versuchen ihren Willen zu brechen. Währenddessen können wir normal weiter machen. So fällt es nicht auf, wenn einer länger hier unten ist.‘‘ schlug Karl vor.

,,Wir haben heute aber auch ein paar Biker verhaftet. Wenn wir Frau Berger zu ihnen sperren und das ganze abhören, verplappert sich vielleicht jemand.‘‘ kam es von Max.

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