Chapter 6
by
Meister U
What's next?
In diesem Moment platzte der Direktor wieder herein.
Der Direktor, Herr Müller, stand wie angewurzelt in der Tür, sein Gesicht eine Maske aus ungläubigem Entsetzen. Sein Blick wanderte von den halb nackten Jungen auf den Tischen zu der völlig aufgelösten Frau Schmidt, die zitternd hinter ihrem Pult stand.
„Was… was ist hier los?“, wiederholte er, diesmal mit einer Stimme, die vor Wut bebte. „Frau Schmidt? Eine Erklärung! Sofort!“
In diesem Moment fiel sein Blick auf ihr Handgelenk. Auf das eine, letzte, unberührte Armband, das sie trug. Es war schwarz.
Eine eisige Stille legte sich über den Raum. Alle Blicke hafteten auf dem schmalen, dunklen Silikonband.
„Frau Schmidt“, zischte der Direktor. „Sie tragen… Sie tragen selbst eines dieser… dieser Dinger?“
Frau Schmidt wurde feuerrot. Sie versuchte, ihre Hand hinter dem Rücken zu verstecken. „Herr Müller… das ist nicht… ich kann das erklären…“
Doch es war zu spät. Der Direktor stürmte auf sie zu. „Das ist die Krönung der Blasphemie! Eine Lehrerin!“
„Herr Müller, nein!“, schrie Frau Schmidt auf, als seine Hand nach ihrem Arm schnappte.
„Die Farbe der Unzucht!“, brüllte er. „Das Ende aller Sittlichkeit!“ Mit einem brutalen Ruck riss er das schwarze Armband von ihrem Handgelenk.
Für einen Augenblick war es totenstill. Der Direktor atmete schwer, sein Gesicht war purpurrot. Dann, langsam, veränderte sich sein Ausdruck. Der Zorn wich einer seltsamen, glasigen Leere. Seine Schultern sackten ein wenig ab.
„Schwarz“, sagte er mit einer seltsam monotonen Stimme. „Schwarz bedeutet…“
„…dass du mich jetzt hier ficken darfst“, beendete Frau Schmidt den Satz. In ihren Augen lag ein gefährliches Funkeln.
Der Direktor starrte sie an. Ein Zucken lief über sein Gesicht.
„Das… das ist absurd…“, keuchte er.
„Regeln sind Regeln, Herr Müller“, sagte Frau Schmidt kalt. „wollen Sie vor der gesamten Schülerschaft Ihre eigene Autorität untergraben?“
Sie trat einen Schritt auf ihn zu, musterte ihn von Kopf bis Fuß. Ein höhnisches Lächeln spielte um ihre Lippen. „Na? Wird der Herr Direktor nun seiner… Pflicht nachkommen? Oder soll ich Ihnen zeigen, wie man in ,Faust‘ die Walpurgisnacht beschreibt? Die wilde, triebhafte Lust?“
Die Klasse hielt den Atem an.
Herr Müllers Augen wurden weit. Er schien zu hyperventilieren. Dann, mit einer jähen, fast tierischen Bewegung, griff er nach ihr, packte sie an den Hüften und stieß sie rücklings auf den Lehrertisch.
„Halt!“, keuchte Frau Schmidt, als Herr Müllers Hände grob an ihrem Rock zerrten. Ihre Stimme war plötzlich nicht mehr schrill, sondern tief und voller seltsamer Autorität. „Nicht so, Karl-Heinz. So nicht.“
„Aber… das Armband…“, stammelte er.
„Das Armband gibt dir das Recht, nicht die Lizenz zur Barbarei“, fuhr sie ihn an, schob ihn mit einer unerwarteten Kraft sanft von sich und richtete sich auf. Ihr Blick war nun fest auf die Klasse gerichtet, ihre Augen brannten. Ihr Gesicht war gerötet, aber nicht mehr vor Scham, sondern vor einer seltsamen Erregung. „Ihr wolltet doch etwas lernen, nicht wahr? Ihr wolltet sehen, wozu diese Dinger führen? Dann lernt jetzt endlich etwas Richtiges! Lernt, wie sich zwei Erwachsene, zwei reife Menschen, begehren können. Nicht dieses fahrige Gefummel von vorhin.“
Sie strich sich ihr Kleid glatt und trat dann dicht an Herrn Müller heran. Sie legte eine Hand an seine Wange, eine Geste, die unerwartet zart war.
„Siehst du, Karl-Heinz?“, flüsterte sie, doch ihre Worte waren in der stillen Klasse deutlich zu hören. „All die Jahre. Deine strengen Erlässe. Meine nervösen Zettel. Und darunter… was brodelt da nicht alles? Das ist die eigentliche Lektion für euch, ****! Die Macht der unterdrückten Begierde.“
Ihr Mund näherte sich seinem Ohr. „Du hast immer auf meinen Arsch geguckt, wenn ich mich zur Tafel drehte, nicht wahr?“, hauchte sie. „Und ich… ich habe dich beobachtet, wie du durch die Gänge schrittest, voller Autorität. So ein Mann macht eine Frau schwach, Karl-Heinz. Und heute… heute sind alle Regeln außer Kraft. Heute gibt es nur noch das Armband. Und uns.“
Sie zog langsam den Reißverschluss seiner Hose auf.
„Schaut genau hin, Klasse!“, rief sie über die Schulter, ohne den Blick von Herrn Müller zu lassen, der sie mit weit aufgerissenen, glasigen Augen anstarrte. „Das ist kein rüder Beischlaf wie in einem Stall. Das ist ein Spiel. Ein Tanz.“
Ihre Hände glitten unter sein Hemd, kratzten sanft über seine Brust. Er stöhnte leise auf.
„Fühlt ihr die Spannung?“, fragte sie die Schüler. „Die Elektrizität zwischen zwei Körpern, die sich jahrelang nur mit Blicken berührt haben? Das ist das wahre Feuer, von dem die Romantiker schrieben! Nicht dieses alberne Geknutsche von vorhin.“
Sie drehte sich um, beugte sich über den Tisch und schaute die Klasse direkt an, während sie ihren Rock raffte. „Goethe ließ seinen Faust die Gretchenfrage stellen. Ich stelle euch heute eine einfachere: Wollt ihr sehen, wie eine Frau einen Mann so verführt, dass er alles vergisst? Seine Position. Seine Würde. Alles?“
„So, meine Lieben“, flüsterte Frau Schmidt, während sie langsam, fast schlangenhaft, die Hände an ihren Hüften entlang gleiten ließ. „Vergesst das plumpe Ausziehen. Es geht um die Enthüllung. Um das Versprechen.“ Ihr Blick hing an Herrn Müller, der wie festgenagelt am Tisch lehnte, seine Atemzüge kurz und hechelnd.
Sie griff nach dem Knopf ihrer Bluse. „Homer schreibt nicht, dass die Sirenen sich nackt zeigten. Sie sangen. Ihre Stimme war die Verheißung aller Wonnen. Also… macht eure Bewegung zu einer Melodie.“ Jeder Knopf löste sich mit einem leisen Klicken. Die Bluse fiel zu Boden.
„Seht ihr, wie er mich ansieht?“, fragte sie die Mädchen, ohne den Blick von Herrn Müller zu lassen, der wie hypnotisiert auf ihren in Spitzen gehüllten Busen starrte. „Nicht wie ein Schlachter ein Stück Fleisch. Wie ein Reisender die ferne, ersehnte Küche. Ihr müsst den Mann in eine Reise schicken. In seinen eigenen Kopf. Dahin, wo alle seine Fantasien lauern.“
Ihre Finger hakte den Rock auf. Langsam, Zentimeter für Zentimeter, ließ sie den Stoff an ihren Hüften hinabgleiten. „Odysseus ließ sich an den Mast binden, um der Versuchung zu widerstehen. Aber euer Mann…“, sie trat einen Schritt auf den erstarrten Direktor zu, „…euer Mann soll ja nicht widerstehen. Er soll ertrinken. Ertrinken in euch.“
Sie stand nun in Unterwäsche vor ihm, doch ihre Haltung war die einer Göttin, nicht die einer Opfergabe. Sie drehte sich um, beugte sich vor, um den Rock ganz vom Boden aufzuheben, und bot ihm dabei einen perfekten, verheißungsvollen Anblick.
„Die Sirenen lockten mit der Verheißung von Wissen“, hauchte sie, während sie sich wieder aufrichtete und sich ihm zuwandte. „Sie versprachen, alle Geheimnisse der Welt zu offenbaren. Das ist es, was ihr tun müsst. Seid kein bloßer Körper. Seid das größte Geheimnis, das er jemals lüften wird.“
Ihre Hände lösten den Verschluss ihres BHs. Er fiel lautlos zu ihren Füßen.
„Jetzt…“, sagte sie mit einer Stimme, die tief und rauchig war, „…jetzt kommt der Moment, in dem ihr die Kontrolle übernehmt. Wenn er glaubt, am Ziel zu sein, dann führt ihr ihn erst recht in die Irre.“ Sie schob ihn sanft, aber bestimmt, sodass er sich auf den Lehrerstuhl fallen ließ. Dann stieg sie ihm mit angewinkelten Beinen auf den Schoß, ließ sich aber nicht nieder, sondern hielt sich über ihm, ihre Brüste nur Zentimeter von seinem Gesicht entfernt.
„Riechst du mich, Karl-Heinz?“, flüsterte sie. „Das ist der Duft der Unerreichbarkeit, den du all die Jahre geschnuppert hast. Und jetzt… jetzt ist sie da. Deine Sirene. Und sie singt nur für dich.“
Sie senkte ihren Kopf zu seinem Ohr. „Sie sangen von der Heimat, die Odysseus nie wieder sehen würde, wenn er zu ihnen kam“, hauchte sie. „Ich singe von dem, was du verlieren wirst, wenn du nicht kommst. Deine Würde. Deine Fassade. All das, was du dir mühsam aufgebaut hast. Willst du das riskieren?“
Ihre Hände griffen nach seinen Händen und führten sie zu ihren Brüsten. „Fühlst du, wie mein Herz schlägt? So schnell wie deines. Siehst du, dass auch ich nur ein Mensch bin? Eine Frau, die begehrt. Das ist die wahre Magie. Macht euch ****, Mädchen. Aber nur so weit, dass er glaubt, er könnte gewinnen. Niemals so weit, dass er es wirklich tut.“
Sie rieb sich langsam an ihm, eine wellenförmige, fließende Bewegung, während er stöhnend den Kopf zurückwarf.
„Und jetzt…“, sagte sie mit triumphierender Stimme, während sie seinen Kopf an ihre Brust drückte, „…jetzt ist er mein Odysseus. Und er will den Mast zerschlagen, um zu mir zu schwimmen. Er will in den Strudel springen. Und ihr, meine lieben Mädchen, ihr müsst der Strudel sein, in dem er untergeht, ohne es je zu bereuen.“
„So, meine Lieben“, flüsterte Frau Schmidt, während sie mit träge-eleganten Fingern sein Jackett von den Schultern schob. „Das Ausziehen eines Mannes ist wie das Lesen eines alten Textes. Man muss die Schichten achtsam entfernen, um zum Kern vorzudringen.“ Sie knöpfte sein Hemd auf, Zentimeter für Zentimeter. „Jeder freie Zentimeter Haut ist ein neu entziffertes Wort. Und ihr müsst langsam lesen, Mädchen. Genießt jeden Satz.“
Herr Müller stöhnte, als ihre kühlen Finger seine Brust berührten. Seine Hände umklammerten den Stuhl.
„Siehst du, Karl-Heinz?“, hauchte sie, „Die wahre Macht der Frau liegt nicht in der Wehrlosigkeit, sondern in der souveränen Hingabe. Wir sind die Sphinx, die ihr Rätsel freiwillig löst. ,Denn alle Lust will Ewigkeit‘, rief schon Zarathustra. Und ich… ich will heute eine Ewigkeit.“ Hetzt war auch der Direktor nackt.
Sie schob ihn sanft, bis er auf dem Stuhl saß, und stieg dann über ihn, eine Hüfte nach der anderen auf den Armlehnen platzierend, so dass sie über ihm thronte, nass und gleißend im fluoreszierenden Licht des Klassenzimmers.
„Und nun, Mädchen, die wichtigste Lektion“, keuchte sie, während sie sich langsam, unendlich langsam, auf ihn herab senkte. Ihr Gesicht verzog sich zu einer Mischung aus **** und höchster Befriedigung. „Der größte Genuss für eine Frau… ah… ist nicht der Moment der Penetration. Es ist die… oh, Gott… die vollkommene Kontrolle über die eigene Begierde. Zu wissen, dass dieser Mann… ja, genau so… dass er dir völlig ausgeliefert ist, während du dich ihm hingibst. ,Lass deine Seele deine Sinne leiten‘, schrieb Shakespeare. Fühlt, was ihr wollt, und fordert es ein!“
Ihre Bewegungen wurden rhythmischer, kraftvoller. Sie stützte sich mit den Händen auf seinen Schultern ab, ihr Kopf war nach hinten geworfen.
„,O süße Not!‘, rief Jupiter zur Semeles“, stieß sie mit stockendem Atem hervor. Ihr Körper bewegte sich schneller, schob und rieb sich. „,O ****, der Lust ist! Und Lust, die **** will!‘… Oh ja! Tiefer!“
Ihre Worte wurden zu fragmentierten, heiseren Ausrufen, die sie zwischen keuchenden Atemzügen in den Raum warf.
„,Unendliche… Gabe… im… engsten… Raum!‘ – Rilke!“, japste sie. „,Sturm, der die… Sinne… überfällt!‘ – Baudelaire! Ah! Karl-Heinz!“
Ihr ganzer Körper spannte sich an, zitterte. Sie warf den Kopf so heftig nach hinten, dass ihr Nacken sich bog wie der einer sterbenden Schwanenkönigin.
„,Und ich… ich bin… das Feuer… und die… Flamme!‘“, schrie sie, ein langgezogener, sich überschlagender Schrei, der von der kahlen Wand widerhallte. „,FAUST!‘“
Ihr Körper wurde von einer heftigen Welle geschüttelt, die sie nach vorne warf, bis ihre Stirn sich an seine Brust presste. Ein zweiter, leiserer Schrei folgte, ein surrendes Stöhnen, das in der plötzlichen Stille des Raums verklang. Sie blieb so liegen, zitternd, atemlos, ihr Schweiß glänzte auf seiner nackten Haut, ihr ganzes Gewicht auf ihm lastend.
What's next?
- No further chapters
- Add a new chapter
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Comments