Hat die Begegnung Konsequenzen?

Im Streifenwagen

Chapter 22 by kokosmilch kokosmilch

"Hast du sie auch erkannt?"

Brehme lachte und boxte seinem Kollegen auf den Arm.

"Hey!" Michael Meier korrigierte den Schlenker, den der Streifenwagen bei dem überraschenden Stoß gemacht hatte, und konzentrierte sich auf die Straße. "Wen erkannt?"

"Die Stripperin."

Michael runzelte die Stirn und ging in Gedanken alle Personenkontrollen, Verhaftungen und Verhöre durch, an denen er in den letzten Wochen beteiligt gewesen war. Aber in keinem dieser Fälle erinnerte er sich, dass eine schlanke, schwarzhaarige Frau mit möglicherweise südeuropäischer Herkunft beteiligt gewesen war. Er schüttelte den Kopf.

Wobei es nicht hilfreich war, dass er der Frau gerade eben die ganze Zeit über auf die nackte Muschi geglotzt hatte. Dies war ein persönliches Merkmal, das bei der normalen Polizeiarbeit nur selten zur Identifizierung herangezogen wurde. Bei dem Gedanken an sein unangemessenes Verhalten wurde er rot, hoffte aber, dass man das in der Dunkelheit nicht erkennen konnte.

"Wer ist sie? Eine Verdächtige?"

"Mensch, Michi, du musst echt deine Beobachtungsgabe trainieren. Das war die Dogan."

"Dogan, Dogan", murmelte Michael leise vor sich her. Der Name sagte ihm noch immer nichts. Er riet ins Blaue: "Eine Prostituierte, die wir kürzlich kontrolliert haben?"

"Scheiße, Junge. Nein. Eylem Dogan, unsere hochnäsige Kollegin aus der großen Stadt."

"Was?" Vor Schreck stieg Michael beinahe in die Bremsen. Ihm wurde flau im Magen. Er hatte einer Polizistin auf die Vagina gestarrt. Wenn sie das ihren Vorgesetzten meldete, gab es einen saftigen Verweis für ihn. Mindestens.

"Wir müssen sofort der Zentrale Bescheid geben."

Er griff nach dem Funkgerät, aber Brehme gab ihm einen schmerzhaften Schlag auf die Finger.

"Lass das mal schön sein. Das brauchen wir nicht an die große Glocke zu hängen. Das regeln wir besser unter uns. Am Wochenende hat die Dogan Schicht und, wie es der Zufall will, ich bin ihr Schichtführer. Da werde ich mit ihr, äh, ein Vier-Augen-Gespräch führen."

Brehme lehnte sich auf dem Sitz zurück und fing an, sich heimlich im Schritt zu reiben. Glücklicherweise hatte er vorhin seine Bodycam eingeschaltet. Eigentlich nur, um ein paar heimliche Aufnahmen der halbnackten Stripperin zu machen. Aber wie es der Zufall wollte, hatte er nun kompromittierendes Material in der Hand, das er zu seinem größtmöglichen Vorteil einsetzen würde. Er spürte, wie sein Schwanz schon härter wurde.

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